Bei einer Allergie meint es dein Immunsystem zu gut. Experten sprechen dabei auch von einer überschießenden Immunreaktion. Doch was geschieht genau in deinem Körper, wenn eine Allergie vorliegt?

Ich möchte dieser Frage heute mit dir gemeinsam auf den Grund gehen. Lass uns entdecken, welche Akteure des Immunsystems auf den Plan gerufen werden und zu welchem Reaktionstyp du gehörst.

Allergien sind keine Erfindung der Neuzeit

Der Begriff Allergie wurde durch den Kinderarzt Clemens von Pirquet im Jahr 1906 geprägt. Tatsächlich traten Allergien aber schon viel früher auf. Laut Überlieferungen litten auch Menschen in Persien vor über 1000 Jahren an den typischen Beschwerden.

Geschichtsbücher berichten hier von einem Schnupfen, der vor allem im Frühjahr auftrat. Allerdings wussten die Leidtragenden damals noch nicht, dass die Allergiesymptome auf die Rosen zurückgeführt werden konnten. Allergien sind ein breites Forschungsgebiet.

Trotz intensiver Bemühungen bestimmen Allergien auch heute noch das Leben vieler Menschen. Heilbar sind sie nicht, gezielte Behandlungen und Arzneimittel helfen jedoch Beschwerden abzumildern oder fernzuhalten. 

Gut zu wissen!
Zwar beobachten Wissenschaftler eine Zunahme an Allergien und Unverträglichkeiten, entsprechende Beschwerden gab es jedoch schon vor vielen Jahrhunderten.

Übereifriges Immunsystem als Ursache

Um es auf den Punkt zu bringen: Bei einer Allergie leitet dein Körper eine überschießende Immunreaktion ein, wenn er mit körperfremden Stoffen in Berührung kommt. Patienten kennen diese ausgewählten körperfremden Stoffe auch als Allergene. Sie befinden sich zumindest zeitweise oder dauerhaft in unserem Umfeld.

Neben Nahrungsbestandteilen und Tierhaaren können auch Blütenpollen und Schimmelpilze Allergien auslösen. Bei manchen Allergenen hat auch der Mensch seine Finger im Spiel.

Synthetische Komponenten, die in Kosmetika, Farben, Textilien und Medikamenten stecken, können ebenso allergische Reaktionen auslösen.

Gut zu wissen!
Die Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1) hat einen spannenden Einblick in die häufigsten Allergieerkrankungen der Deutschen gegeben. Demnach leiden hierzulande Menschen insbesondere an Heuschnupfen, Nahrungsmittelallergien, Kontaktekzemen, Nesselsucht und Insektengiftallergien.

Barrieresysteme als Allergiebotschafter

Allergien können sich grundsätzlich auf viele verschiedene Organe auswirken. Besonders häufig bemerken wir jedoch die Auswirkungen nach einem Allergenkontakt an den Barrieresystemen.

Dazu gehört zum Beispiel dein flächenmäßig größtes Organ, die Haut. Auch die Schleimhäute an den Augen oder in den Atemwegen sowie in deinem Verdauungsapparat können empfindlich auf den ungewollten Kontakt reagieren.

Typische Allergiesymptome sind deshalb:

  • tränende, juckende Augen
  • verstopfte, laufende Nase
  • Rötungen
  • Schwellungen
  • Verdauungsprobleme
  • Hautausschlag
  • Atembeschwerden

Gut zu wissen!
Wenn du anhaltend unter einer der oben genannten Beschwerden leidest, kann das ein Hinweis auf eine Allergie sein. In dem Fall macht es Sinn, ein Beschwerdetagebuch zu führen. Dann kannst du akribisch die Symptome und einen möglichen Allergenkontakt niederschreiben. Das hilft dir später bei der Erforschung deiner Beschwerden.

Eine Allergie ist eine Störung des Immunsystems

Das Immunsystem hat eine Aufgabe, die wichtiger kaum sein könnte. Es setzt sich tagtäglich dafür ein, um dich gegen äußere Einflüsse, die in deinem Körper Schäden anrichten können, abzuschirmen.

Insbesondere Bakterien und Viren werden so wirkungsvoll abgewehrt oder eliminiert. Wie so vieles, ist auch die Natur nicht fehlerfrei. So kann es passieren, dass das Immunsystem gestört ist.

Diese Fehler im System können durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden.

Dazu zählen:

  • Infektionskrankheiten
  • Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken
  • Autoimmunerkrankungen
  • Immunschwäche (angeboren oder erworben)
  • Krebserkrankungen
  • Allergien

Leidest du unter einer Allergie, reagiert dein Immunsystem auf völlig harmlose Substanzen. Das können Tierhaare, Pollen oder Nüsse sein. Möchtest du wissen, was nach dem Kontakt in deinem Körper passiert?

Barrieresysteme als Allergiebotschafter

Quelle: Shutterstock

Bei häufigem Kontakt nehmen die Beschwerden zu

Eigentlich hat es dein Immunsystem überwiegend auf Krankheitserreger abgesehen. Wie bereits erwähnt, reagiert es jedoch auf Fremdstoffe, die nicht unter die Kategorie Krankheitserreger fallen. Jetzt wird es spannend.

Dein Organismus eliminiert die Fremdstoffe nicht, wie du vielleicht vermutest. Stattdessen wirft er die Produktion von Antikörpern im Blut an. Die sogenannten Immunglobuline setzen sich jedoch leider nicht dafür ein, dass du zukünftig weniger sensibel auf die Fremdstoffe reagierst.

Ganz im Gegenteil: Wenn du erneut mit den betreffenden Tierhaaren, Lebensmitteln oder Pollen in Berührung kommst, entsteht die berühmt-berüchtigte überschießende Immunreaktion.

Jedes Mal tut dein Immunsystem so, als wenn es einen schadhaften Erreger vertreiben müsste. Das tut es so lange, wie du dem Allergen ausgesetzt bist. Entfernst du das als fälschlich eingestufte Allergen nicht aus deinem Umfeld, kann die Empfindlichkeit sich sogar noch steigern.

Das wird häufig bei Menschen mit einer Katzenhaarallergie beobachtet.

Allergie: Mastzellen und Histamin machen mit

Wenn es um eine Allergie geht, sind die Verantwortlichkeiten schnell verteilt. Mastzellen und Histamin übernehmen dabei eine entscheidende Rolle. Nehmen wir an, du bist mit einem Allergen in Berührung gekommen.

Im Anschluss trifft das Immunglobulin E, von Medizinern auch als IgE bezeichnet, auf die Mastzellen. Diese sind im Bindegewebe und unterschiedlichen Organen beheimatet.

Bei allergischen Reaktionen sind sie stets mit von der Partie, denn in ihnen können bestimmte Botenstoffe nachgewiesen werden. Die Botenstoffe sind sozusagen Kommunikationstreiber mit Blick auf Allergiesymptome.

Sie lösen den altbekannten Juckreiz, Schwellungen oder Rötungen aus. Der bekannteste Briefträger in den Mastzellen ist das Histamin. Immer wenn du mit einem Allergen aus deiner Umwelt Kontakt aufnimmst, wird es verstärkt produziert und ausgeschüttet.

Gut zu wissen!
Medikamente, die Allergiesymptome abschwächen sollen, konzentrieren sich auf den Botenstoff Histamin. Sogenannte Antihistaminika dämpfen seine Wirkung und damit die Beschwerden. Sie können vorbeugend oder bei Bedarf eingenommen werden.

Bestimme deinen Allergietyp

Mediziner unterscheiden verschiedene Allergietypen, je nachdem, wann die Beschwerden nach dem Kontakt auftreten. Folgende Einteilung kann dir helfen, einzuordnen, um welchen Allergietyp es sich bei dir handelt.

Allergietyp I

Hierbei handelt es sich um einen sogenannten Sofort-Typ. Das bedeutet, dass die Reaktionen unmittelbar nach dem Kontakt auftreten.

Ein klassisches Beispiel ist Heuschnupfen, der zu juckenden Augen und laufender Nase führt.

Allergietyp II

Diese Form gehört zum zytotoxischen Typ. Die Immunreaktion, die dein Organismus einleitet, konzentriert sich auf körpereigene Zellen. Das geschieht dann, wenn ausgewählte Allergene sich an die Körperzellen gebunden haben.

Medikamente oder unpassende Bluttransfusionen können zu dieser Abwehrhaltung führen. Die klassischen Symptome treten innerhalb von Minuten bis einigen Stunden auf.

Allergietyp III

In diesem Fall gehen Allergene mit Antikörpern im Blut eine Verbindung ein. Es dauert einige Zeit, in der Regel mehrere Stunden, bevor nach dem Kontakt Beschwerden auftreten.

Der Allergietyp III ist eher selten anzutreffen, äußert sich jedoch mit starken Symptomen wie Fieber, Hautausschlag und Schwellung der Lymphknoten. Die Ursache für die Reaktion können Insektenstiche oder Medikamente sein.

Allergietyp IV

Womöglich gehörst du auch dem vierten Allergietyp an. Während die Allergietypen 1-3 sogenannte Soforttypen sind, ist Allergietyp IV ein Spättyp. Hier können Stunden bis Tage ins Land gehen, bevor du Symptome bemerkst.

Das macht es nicht gerade einfach, der Allergie auf die Spur zu kommen. Interessant ist, dass an dieser Reaktion deines Immunsystems keine Antikörper beteiligt sind. Hier sind es ausgewählte Immunzellen, die sich dafür einsetzen, dass die Immunantwort eingeleitet wird.

Ganz konkret sind es die sogenannten T-Lymphozyten, die Wächter des Immunsystems. Sie sind in der Lage, das Abwehrsystem „aufzuwecken“, wenn sie auffällige Beobachtungen gemacht haben.

Der Spättyp tritt bei dir auf den Plan, wenn du unter Kontakt-, oder Medikamentenallergien leidest. Entsprechende Reaktionen können auch bei Menschen nach einer Organtransplantation beobachtet werden.

Allergie, was nun?

Eine Allergie kann unbehandelt die Lebensqualität stark beeinflussen. Daher ist es in den meisten Fällen ratsam, den Kontakt mit dem bekannten Allergen zu vermeiden.

Bis eine Allergie diagnostiziert ist, können Jahre vergehen. Während Pollenallergien durch ihr zeitweises Auftreten schnell in Zusammenhang mit üppig tragenden Pflanzen gebracht werden, können vor allem Kontaktallergien lange unentdeckt bleiben.

Manche Menschen reagieren beispielsweise empfindlich auf Inhaltsstoffe von Kosmetika. Juckende Kopfhaut oder Ausschläge können ein Hinweis auf eine Unverträglichkeit sein.

In diesem Fall sollten die Inhaltsstoffe kritisch hinterfragt werden. Stellt sich nach einem Produktwechsel keine Besserung ein, ist der Hautarzt der richtige Ansprechpartner. Bei Tierhaarallergien, Lebensmittelallergien und weiteren Allergien ist besondere Vorsicht geboten.

Wenn du unter einschlägigen Beschwerden leidest, solltest du unbedingt handeln.

Allergene können bei empfindlichen Menschen sogar ein allergisches Asthma begünstigen, bei dem sich die Atemwege verengen. Grundsätzlich ist es möglich, dass eine allergische Reaktion eine Entzündung verursacht, die auf die Lungen übergeht.

Die gereizten und entzündeten Schleimhäute der Atemwege sollten ernst genommen und die Umgebung auf spezifische Allergene untersucht werden.

Arktis HISTAHIT

In der Welt der Mikronährstoffe gibt es beinahe keine Solokünstler, so verlassen sich die Akteure aufeinander, um großartige Erfolge zu feiern. Das ist auch bei Histamin nicht anders. Histamin fungiert in deinem Körper als Gewebehormon und Neurotransmitter. Mit Blick auf Allergien nimmt Histamin als Botenstoff eine besondere Rolle ein. Das Arktis HISTAHIT vereint einen Komplex aus Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen.

Sie alle stehen im Zusammenhang mit Histamin. So wird Vitamin C benötigt, damit das Enzym DAO (Diaminoxidase) seine Aufgaben erfüllen kann. DAO ist nämlich an dem Abbau von Histamin entscheidend beteiligt.

Zudem steckt in HISTAHIT, Vitamin C, Kupfer und Vitamin B6. Alle drei Nährstoffe macht sich das Enzym ebenfalls zunutze. Vitamin B6 wird häufig empfohlen, wenn es um die Histaminintoleranz geht. Allerdings wird Zink gleichzeitig benötigt. Damit erfüllen auch diese Nährstoffe im HISTAHIT einen Zweck.

Unser Produkt vereint zudem Folsäure und Mangan, die sich positiv auf den Histaminspiegel ausüben sollen. Nicht zuletzt haben wir Arktis HISTAHIT die Substanz Quercetin hinzugefügt, um die Immunsystemzellen beeinflussen zu können. Wie du siehst, haben wir bei HISTAHIT ein durchdachtes Konzept auf den Plan gebracht.

Bei Unsicherheiten kannst du deinen Arzt fragen, welche Nährstoffe sich bei deiner Allergie positiv ausüben können.

Quellen

  1. https://www.ecarf.org/info-portal/allgemeine-allergie-infos/was-passiert-bei-einer-allergie-in-meinem-koerper/
  2. https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Studien/Degs/degs_w1/Basispublikation/basispublikation_node.html
  3. https://www.allergieinformationsdienst.de/immunsystem-allergie/stoerungen-des-immunsystems.html#c192564
Jennifer Ann Steinort

Autorin Jennifer Ann Steinort

„Mir ist besonders wichtig, dass meine Leser etwas für ihren Alltag mitnehmen können“.

Ich bin Dipl. Gesundheitsökonomin und hauptberufliche Medizinjournalistin. In den letzten Jahren habe ich mich zunehmend auf den Bereich Nahrungsergänzungsmittel spezialisiert und versuche mit meiner Art und lebensnahen Artikeln Leser zu begeistern.

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