Viel wird darüber gesprochen und noch mehr darüber geschwiegen: Intimhygiene. In einer Welt, in der praktisch alles zur Diskussion steht, ist sie immer noch ein Tabuthema.

Dabei ist das frische Antlitz im Schritt wichtig, um das Wohlbefinden zu steigern und Krankheiten vorzubeugen. Ich zeige dir heute, worauf es bei der Intimhygiene bei Mann und Frau ankommt.

Wir schauen uns überflüssige Maßnahmen an und solche, die das empfindliche Gleichgewicht in der sensiblen Zone aufrechterhalten.

Sex, Rasuren und falsche Schlüpper

Häufig ist uns nicht bewusst, wie stark der Intimbereich durch einfache Fehltritte, aber auch durch schöne Dinge strapaziert wird.

Sex als Wohlfühlfaktor

Sex ist gesund und steigert das Wohlbefinden. Untersuchungen zeigen, dass Menschen, die regelmäßig Bettsport betreiben ein stärkeres Immunsystem besitzen als Personen, die nur selten Sex haben.

Außerdem kann Geschlechtsverkehr das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Nicht zuletzt sorgt er für einen freien Kopf und durch die Freisetzung von Endorphinen für Glücksgefühle.

Damit nichts als schöne Gefühle bleiben, ist es wichtig, dass alles reibungslos klappt. Genau an dieser Stelle kommt die sogenannte Bartholin-Drüse ins Spiel.

Sobald sich eine sexuelle Erregung bei der Frau einstellt, sondert sie ein Sekret ab, um die Scheide zu befeuchten. So klappt ein schmerzfreier Geschlechtsverkehr.

Ist die Befeuchtung nicht sichergestellt, können kleine Mikrorisse entstehen. Das ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch als Eintrittspforte für Krankheitserreger dienen. Bei zu wenig Feuchtigkeit ist deshalb ein Gleitgel empfehlenswert.

Gut zu wissen!
Mit jedem neuen Partner wird die Scheide der Frau mit einer unbekannten Bakterienmischung konfrontiert. Es wird angenommen, dass es einige Monate dauert, bis sich die Flora aufeinander abgestimmt hat und „verträgt“.

Intimrasur: Nass ist häufig besser als trocken

Die Intimrasur gehört für viele Menschen heute zur Körperpflege ganz selbstverständlich dazu. Egal, ob ein schmaler Haarstreifen, ein hippes Dreieck oder eine komplette Haarentfernung: die Rasur kann unangenehme Folgen haben.

Wenn sich deine Haut im Anschluss irritiert und verpickelt zeigt oder du häufiger mit Rasurbrand oder eingewachsenen Haaren zu kämpfen hast, solltest du an deiner Intimrasur etwas ändern.

Experten empfehlen eine Nassrasur in der Dusche. Dabei sollte stets eine frische Rasierklinge mit an Bord sein. Außerdem ist es wichtig, in Wuchsrichtung der Haare zu rasieren. Im Anschluss kann eine sanfte Pflege aufgetragen werden, um die strapazierte Haut zu beruhigen.

Gut zu wissen!
Enthaarungscremes, Trockenrasuren und Wachsbehandlungen strapazieren die sensible Haut im Intimbereich besonders stark.

Baumwolle ist Trumpf

Intimhygiene bedeutet nicht nur, richtig zu waschen. Auch die Kleidung ist entscheidend. Damit Krankheitserregern kein optimaler Nährboden auf dem Silbertablett präsentiert wird, sollte weitestgehend auf synthetische Fasern verzichtet werden.

Sie können starkes Schwitzen begünstigen, was es wiederum dem Scheidenpilz einfacher macht. Slips aus Bio-Baumwolle sind hingegen besonders empfehlenswert. Im optimalen Fall sollten diese bei 60° gewaschen werden.

Das gilt übrigens für die Unterwäsche von Frauen und Männern.

Gut zu wissen!
Die unbequeme Wahrheit ist, dass Stringtangas Infektionen begünstigen können. Schließlich helfen sie dabei, Erreger von der Analregion auch in Richtung Scheide zu tragen. Wer auf Nummer sichergehen möchte, verzichtet daher auf Tangas und greift stattdessen zu anderen Unterwäschemodellen.

Die Intimpflege bei Frauen

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Die Intimpflege bei Frauen

Als weiblicher Akteur solltest du besonders gut auf die Intimpflege achten. Das dient nicht nur dazu, unangenehme Gerüche, sondern auch Infektionen zu vermeiden, die von den äußeren Genitalien in den Gebärmutterhals aufsteigen können.

Einmal am Tag solltest du zu warmem Wasser und gegebenenfalls einem Waschlappen greifen. Alternativ kannst du natürlich auch ganz unkompliziert duschen.

Grundsätzlich benötigt dein Intimbereich kein Duschgel. Mit genügend warmem Wasser lässt sich die Scheide hervorragend reinigen. Sprays für den Intimbereich, Sitzbäder oder Scheidenspülungen können sogar mehr schaden als helfen.

Schließlich können sie das empfindliche Gleichgewicht im Ökosystem durcheinanderbringen.

Mein Tipp: Greife während der Menstruation zu Produkten, die nicht mit Chlor gebleicht oder parfümiert sind. Auch das kann sich negativ auf die Balance auswirken.

Exkurs: was Bakterien im weiblichen Intimbereich leisten

Der Begriff Bakterien ist negativ belastet. Sie gelten als krankmachend und sollten im besten Fall vermieden werden, oder? Falsch! Auch im Intimbereich besitzen einige Arten eine sehr wichtige Aufgabe. Dazu zählen die Laktobazillen.

Sie werden von dem weiblichen Geschlechtshormon Östrogen beeinflusst und produzieren infolgedessen Milchsäure. Diese ist wiederum notwendig, um die Scheidenflora sauer zu halten.

In der weiblichen Intimregion herrscht ein pH-Wert von ca. 3,8 – 4,4. Zum Vergleich: Ein pH-Wert von 7 gilt als neutral. Das saure Milieu und die zahlreichen Laktobazillen erfüllen einen wichtigen Zweck. Gemeinsam hindern sie Bakterien, Viren und Pilze an der Ansiedlung und Vermehrung.

Besonders spannend ist, dass Laktobazillen sogar Abwehrstoffe (Wasserstoffperoxid und Co.) produzieren können, um Krankheitserreger auf Abstand zu halten. Die richtigen Bakterien sind also wichtig für die Vermeidung von Scheideninfektionen.

Doch das Wohlbefinden der kleinen Helfer ist nicht selbstverständlich.

Folgendes setzt nützlichen Bakterien in der Scheide zu:

  • Einnahme von Antibiotika
  • Einsatz chemischer Verhütungsmittel
  • Übertriebene Intimhygiene
  • Schwankungen im Hormonspiegel
  • Stress
  • Hormonelle Verhütungsmittel
Die Intimpflege bei Männern

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Die Intimpflege bei Männern

Häufig wird über die Intimpflege bei Frauen gesprochen, aber auch bei Männern ist sie selbstverständlich wichtig. Neben dem täglichen Wechsel der Unterwäsche ist eine gründliche Reinigung des Intimbereichs entscheidend.

Ansonsten können sich auch hier krankmachende Erreger niederlassen. Penis, Hodensack und die Region um den After sollten täglich gewaschen werden.

Hier eignen sich lauwarmes Wasser und ein mildes Reinigungsprodukt, das auf aggressive Inhaltsstoffe verzichtet. Schließlich ist auch der männliche Intimbereich empfindlich.

Ganz wichtig: Die tägliche Reinigung eignet sich optimal, um die Hoden auf Auffälligkeiten hin zu untersuchen. Genauso wie die weibliche Brust sollten auch der Hodensack und der Penis monatlich begutachtet werden.

Insbesondere bei Schmerzen oder Vergrößerungen, empfiehlt es sich, umgehend einen Urologen aufzusuchen.

Frische Brise in der Analregion

Naturgemäß können in der Analregion besonders viele Verunreinigungen entstehen. Auch hier ist die Haut sehr empfindlich und sollte nicht unnötig gereizt werden.

Es ist ratsam, die geschlossene Feuchtzone nach jedem ausgiebigen Toilettengang akribisch zu säubern. Hier ist die Versuchung groß, zu Feuchttüchern zu greifen, die auch unterwegs schnell bereitstehen.

Sie sind jedoch häufig in Alkohol, Konservierungs- und Duftstoffe getränkt. Das kann Hautreizungen oder Allergien provozieren. Festes Reiben mit trockenem Klopapier stellt keine Alternative dar.

Auch das kann die empfindliche Analregion verärgern. Ein sanftes Tupfen oder lieber direkt eine kurze Wascheinlage hilft dabei, eine frische Brise in die Analregion zu bringen.

Kann mangelnde Intimhygiene gefährlich werden?

Darauf gibt es von mir ein ganz klares „Ja“. Vielleicht hast auch du schon von dem Begriff Smegma gehört. Dabei handelt es sich um eine hellgelbe, klebrige Ablagerung, die sich im Intimbereich zwischen Vorhaut und Eichel beim Mann finden lässt.

Sie besteht aus abgestorbenen Hautzellen, Talgabsonderungen und Resten von Urin und Sperma. Was unappetitlich klingt, kann tatsächlich einen sehr unangenehmen Geruch verbreiten.

Damit aber nicht genug, denn Smegma kann krank machen. Wird die salbenartige Masse nicht entfernt, stellt sie einen optimalen Nährboden für Krankheitserreger dar.

Aber nicht nur Männer bilden das Sekret, bei Frauen sitzt es zwischen den äußeren und inneren Schamlippen oder um die Klitoris herum. Die Bildung ist zunächst erst einmal wünschenswert, da es die Haut schützt. Allerdings sollten die Ablagerungen täglich entfernt werden.

Intimpflegeprodukte für ein besseres Gefühl

Wie bereits erwähnt, reicht es aus, warmes Wasser für die Intimpflege zu nutzen. Allerdings haben viele Menschen ein besseres Gefühl, wenn sie ein Waschmittel verwenden.

Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, hier sollte jedoch die richtige Produktauswahl getroffen werden. Im Intimbereich herrscht ein anderer pH-Wert als auf deiner Haut.

Aus diesem Grund eignen sich keine herkömmlichen Duschgele, um die Intimregion zu pflegen. Insbesondere Frauen sollten zu einem Produkt greifen, das auf die Bedürfnisse des Intimbereichs abgestimmt ist.

Das stellt sicher, dass die empfindlichen, aber wünschenswerten Bakterien in der Scheide nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.

Folgendes zeichnet ein gutes Intimpflege-Produkt aus:

  • pH-neutral
  • Ohne Konservierungsmittel
  • Alkoholfrei

COLOSTRUM WASCHLOTION | CLEAN

Wir von Arktis BioPharma haben uns überlegt, wie wir die Intimpflege revolutionieren und gleichzeitig schonend gestalten können.

Herausgekommen ist unsere COLOSTRUM WASCHLOTION. Sie besteht aus einem einzigartigen Mix an Inhaltsstoffen, der ein besseres Hautgefühl und die Pflege unterstützen soll. Mit unserer Waschlotion kannst du deinen äußeren Intimbereich reinigen und verwöhnen.

Das gelingt mit einer Kombination aus hochreinem Colostrum-Serum und wertvollen Pflanzenauszügen. Während Pflanzenauszüge beruhigende Eigenschaften besitzen können, ist Colostrum ein wahres Wunderelixier. Dabei handelt es sich um die erste Milch, die Säugetiere ihrem Nachwuchs zur Verfügung stellen.

Colostrum steckt voller bioaktiver Substanzen und Schutzstoffe, zum Beispiel Immunglobulinen. Verarbeitet in unserer COLOSTRUM WASCHLOTION kann der Intimbereich täglich sanft gereinigt werden.

Natürlich haben wir bei der Entwicklung ein besonderes Augenmerk auf fein aufeinander abgestimmte Waschsubstanzen und den pH-Wert gelegt.

Quellen

  1. Bartholin-Drüse – Anatomie und Klinik | Kenhub
  2. Thieme E-Journals – Erfahrungsheilkunde / Abstract (thieme-connect.com)
Jennifer Ann Steinort

Autorin Jennifer Ann Steinort

„Mir ist besonders wichtig, dass meine Leser etwas für ihren Alltag mitnehmen können“.

Ich bin Dipl. Gesundheitsökonomin und hauptberufliche Medizinjournalistin. In den letzten Jahren habe ich mich zunehmend auf den Bereich Nahrungsergänzungsmittel spezialisiert und versuche mit meiner Art und lebensnahen Artikeln Leser zu begeistern.

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