Hast du Lust auf einen Ausflug in Sachen Biochemie? Wir werden uns heute dem Citratzyklus widmen und erforschen, warum er die „Drehscheibe des Stoffwechsels“ genannt wird.

Dabei dürfen natürlich auch Aminosäuren nicht fehlen. Sie stellen wichtige Bausteine im Citratstoffwechsel dar. Für ausgewählte Aminosäuren ist der Citratstoffwechsel die Endstation und für andere der Beginn von etwas Großartigem.

Fest steht, der Citratstoffwechsel nutzt Aminosäuren, um deinem Körper Energie zur Verfügung zu stellen und ich erkläre dir, wie das geht.

Was sind Aminosäuren?

Zunächst widmen wir uns wie immer den Grundlagen. Fangen wir mit den Aminosäuren an. Romantiker, aber auch eingefleischte Biochemiker nennen sie die Bausteine des Lebens. Kein Wunder, denn sie dienen deinem Körper als Ausgangsbasis zur Herstellung von Proteinen.

Eiweiße oder auch Proteine genannt stellen einen wichtigen Energielieferanten für deinen Organismus dar. Jede einzelne Zelle im Wunderwerk Mensch ist darauf angewiesen.

Die Wahrheit ist, ohne Aminosäuren läuft nichts. Sie unterstützen unter anderem die Gesundheit von Zähnen, Haaren und Nägeln. Insbesondere für Sportler nehmen sie eine wichtige Rolle ein, da sie beim Muskelaufbau helfen und die Regeneration ermöglichen.

Insgesamt gibt es 21 Aminosäuren, aus denen sich die Proteine zusammensetzen. Das Besondere ist, dass dein Körper viele von ihnen selbst herstellen kann. Viele bedeutet aber eben nicht alle.

Neun Aminosäuren zählen zu der sogenannten essenziellen Form. Sie sind also lebensnotwendig, können vom Organismus aber nicht selbst produziert werden. Eiweißhaltige Lebensmittel schaffen Abhilfe. Eier, Milch, Fisch und Fleisch stellen die essenziellen Aminosäuren zur Verfügung.

Auch Vegetarier oder Veganer können die wertvollen Bausteine mit der Nahrung aufnehmen. Dafür eignen sich vor allem Hülsenfrüchte. Jetzt bist du bestimmt gespannt, welche Aminosäuren zu der essenziellen Variante gehören, oder?

Das sind folgende:

  • L-Isoleucin
  • L-Leucin
  • L-Lysin
  • L-Methionin
  • L-Phenylalanin
  • L-Threonin
  • L-Tryptophan
  • L-Valin

Gut zu wissen!
Es kommt nicht nur darauf an, genügend Aminosäuren aufzunehmen. Auch ein ausgewogenes Verhältnis ist wichtig. Ernährungsexperten raten dazu, pflanzliche und tierische Eiweißquellen mit Kohlenhydraten zu kombinieren. Eine gute Empfehlung wäre beispielsweise Reis mit Bohnen und Fleisch.

Der Citratstoffwechsel

Der Stoffwechsel ist dazu da, um Stoffe zu wechseln. Klingt logisch, oder? Aber Hand aufs Herz, in der meisten Zeit schaltest du ab, wenn es um das Thema geht. Schließlich werfen dann Fachexperten häufig mit unaussprechlichen Begriffen um sich. Das hört sich zwar gut an, am Ende hat aber trotzdem fast niemand etwas verstanden.

Das machen wir heute anders. Fangen wir von vorne an. Der Citratstoffwechsel bewegt sich immer im Kreis und wird deshalb auch als Citratzyklus oder Drehscheibe des Stoffwechsels bezeichnet.

Seine Hauptaufgabe liegt darin, Kohlenhydrate, Fett und Eiweiß in Energie umzuwandeln.

Im Anschluss an die Verdauung finden die Nährstoffe aber keinen direkten Zugang zum Citratstoffwechsel. Noch sind sie zu groß und sperrig. Aus diesem Grund wandelt dein Körper Kohlenhydrate, Fett und Eiweiß zunächst zu einem gemeinsamen Ausgangsstoff um: Acetyl-CoA. Dieser nimmt eine besondere Rolle ein. Schließlich ist er die Grundlage für den gesamten Citratzyklus.

Aminosäuren sind aber wählerisch. Nicht alle nehmen den Weg über Acetyl-CoA. Stattdessen bevorzugen sie andere Zwischenprodukte, um Teil der Drehscheibe zu sein. Solche, die sich nicht dazu überreden lassen, zukünftig als Zwischenprodukte wie Acetyl-CoA oder Pyruvat aufzutreten, finden in diesem Schritt ihr Ende. Die Aminosäuren sind quasi fertig abgebaut.

Gut zu wissen!
Ausgewählte Aminosäuren geben klein bei. So lassen sich Isoleucin, Leucin und Tryptophan zu Acetyl-CoA abbauen.

Citratstoffwechsel und Aminosäuren – ein Geben und Nehmen

Es gibt verschiedene Reaktionsschritte, die der Citratzyklus vollzieht. Diese erspare ich dir an dieser Stelle, da sie hochkomplex und wenig schmeichelhaft für eingängige Blogbeiträge sind.

Nur so viel: der Citratstoffwechsel gehört nicht zu den egoistischen Typen. Zwar benötigt er Aminosäuren, um Energie bereitzustellen, dafür bietet er aber auch etwas an.

Er erklärt sich bereit, Ausgangsstoffe zu liefern, um Aminosäuren erneut herstellen zu können. Damit dein Körper von der Aminosäure Aspartat profitieren kann, benötigt er die Ausgangssubstanz Oxalacetat, und genau die bekommt er von dem Citratstoffwechsel.

Gut zu wissen!
Die Energie, die durch den Citratzyklus zur Verfügung gestellt wird, setzt dein Körper ein, um ATP (Adenosintriphosphat) zu bilden. Die Substanz wiederum stellt jeder Zelle in deinem Organismus genügend Kraft in Form von Energie bereit.

Bei “Couch Potatoes” schlummert der Citratzyklus

Höchste Zeit, für eine Reise in die Welt der Wissenschaft. Wusstest du, dass sich dein Training auch bemerkbar macht, wenn du auf dem Sofa sitzt? Voraussetzung ist nur, dass du nicht ständig dort verweilst.

Wissenschaftler konnten nämlich feststellen, dass der Stoffwechsel bei gut trainierten Ausdauersportlern auch in Ruhe mehr leistet als bei Menschen, die eher zur trägen Sorte gehören.

Dafür wurden junge Langstreckenläufer und gleichaltrige Sofahelden unter die Lupe genommen. Die amerikanischen Wissenschaftler haben dafür die chemische Aktivität innerhalb der Muskeln analysiert.

Dabei zeigte sich, dass die Nährstoffverbrennung in den Mitochondrien (Kraftwerke der Zelle) um 54 % höher lag. Daraus zogen die Studienautoren den Schluss, dass gut trainierte Menschen, auch wenn sie stillsitzen, mehr Nahrung in Wärme umwandeln.

Mann, der auf der Couch sitzt und fernsieht.

Quelle: Unsplash

Jetzt fragst du dich vielleicht, wie die Forscher das überhaupt feststellen konnten. An dieser Stelle kommt der Citratzyklus wieder ins Spiel. Die Wissenschaftler nahmen sich sieben Ausdauersportler und acht Menschen mit ordentlich Sitzfleisch vor.

Eine Magnetresonanztomographie machte die Stoffwechselreaktionen sichtbar. Auf diese Weise lieferte die Wade der Studienteilnehmer Werte, die Rückschlüsse auf den Citratzyklus und das Molekül Adenosintriphosphat (ATP) zuließen.

Danach stand fest: Sportler haben einen deutlich höheren Umsatz, wenn es um den Citratzyklus geht. Das bezog sich interessanterweise aber nur auf den Zyklus an sich. Die Herstellung von ATP war bei beiden Studiengruppen gleich.

Natürlich gibt es dafür einen Erklärungsversuch. Die Forscher gehen davon aus, dass bei einem ausgedehnten Training die Nährstoffverbrennung und die Herstellung von ATP getrennte Wege gehen.

Gut zu wissen!
Vielleicht ist die Trennung von Fettverbrennung und Energieproduktion sogar der Grund dafür, warum du mit Sport Diabetes entgegenwirken kannst. Wer weiß, vielleicht kann diese Theorie zukünftig mit weiteren Studien belegt werden.

Aminosäuren als wichtiger Energielieferant

Wir haben heute gelernt, dass Aminosäuren wichtig sind, da sie wesentliche Bausteine im Citratstoffwechsel darstellen. Wenn am Ende Energie herauskommen soll, ist es also notwendig, die Versorgung sicherzustellen. Das gilt insbesondere für Aminosäuren, die zu der essenziellen Variante zählen. Wie bereits erwähnt, können diese nicht von deinem Körper selbst produziert werden.

Deshalb unser Rat: Greife regelmäßig zu eiweißreichen Lebensmitteln, um deinem Organismus wertvolle Aminosäuren zuzuführen. Auf diese Weise sorgst du dafür, dass dein Citratstoffwechsel gefüttert und damit angeworfen wird. Nur so steht am Ende wertvolle Energie für deinen Alltag und deine Trainingsphasen zur Verfügung.

Gesunde, aminosäurereiche Nahrung auf dem Tisch.

Quelle: Unsplash

Lebensmittel, die reich an Aminosäuren sind:

  • Joghurt
  • Buttermilch
  • Nüsse
  • Haferflocken
  • Käse
  • Eier
  • Linsen
  • Quinoa
  • Fisch
  • Fleisch

Gut zu wissen!
Manche Aminosäuren machen sich in deinem Alltag mehr bemerkbar als andere. Die Aminosäure Tryptophan sorgt beispielsweise für gute Laune und einen erholsamen Schlaf. Leucin wiederum gilt als Aminosäure für Sportler.

L-GLUTAMIN | GLUTAMIN von Arktis BioPharma

Aminosäuren werden insbesondere Sportlern empfohlen. Das liegt daran, dass sie als wichtiger Nährstoff zur Energieherstellung genutzt werden. Aminosäuren sind vielfältig, denn sie unterstützen unterschiedliche Körperprozesse.

Glutamin ist für Sportler besonders interessant. Sie zählt zu einer der wichtigsten Aminosäuren in deinem Körper. Insbesondere wenn du Ausdauersport betreibst oder sehr fitnessbegeistert bist, solltest du auf eine ausreichende Aufnahme von Glutamin sorgen.

Davon profitieren sowohl deine Muskeln als auch deine Leistungsfähigkeit. Es wird angenommen, dass Glutamin dabei behilflich ist, die körpereigenen Glykogenspeicher wieder aufzufüllen. Womöglich könntest du damit dem Regenerationsprozess unter die Arme greifen.

Arktis BioPharma hat ein Produkt entwickelt, das sich an Leistungssportler richtet. Die Pulverform gestaltet eine Anwendung besonders einfach. Du kannst das Produkt in eine Flüssigkeit deiner Wahl einrühren und danach sofort trinken.

Uns ist es wichtig, Nahrungsergänzungspräparate zur Verfügung zu stellen, die den Körper nicht belasten. Deshalb profitierst du bei unserem L-Glutamin auch nur von der wertvollen Aminosäure. Zusatzstoffe oder lästige Beigaben sind nicht enthalten.

Psst: Wir wären nicht die, die wir sind, wenn wir nicht noch einen Geheimtipp für dich hätten. Wie wäre es mit unserem ARKTIAMIN? Hier erhältst du nicht nur acht essenzielle Aminosäuren, sondern auch wertvolle B-Vitamine. Probier es doch mal aus!

Quellen

  1. https://www.bfr.bund.de/de/gesundheitliche_bewertung_von_aminosaeuren-54420.html
  2. https://www.blv-sport.de/fileadmin/bildung/unterlagen/2012/B-Trainer-Grundkurs/BLV_Sportmedizin2012_Handout.pdf
  3. https://www.pnas.org/content/105/43/16701
Jennifer Ann Steinort

Autorin Jennifer Ann Steinort

„Mir ist besonders wichtig, dass meine Leser etwas für ihren Alltag mitnehmen können“.

Ich bin Dipl. Gesundheitsökonomin und hauptberufliche Medizinjournalistin. In den letzten Jahren habe ich mich zunehmend auf den Bereich Nahrungsergänzungsmittel spezialisiert und versuche mit meiner Art und lebensnahen Artikeln Leser zu begeistern.

Weitere Beiträge von Jennifer Ann Steinort

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.