Gesunde Haare sind sehenswert, sinnlich und wandelbar. Brüchige Haare sind hingegen ein Ärgernis. Die gute Nachricht ist, dass du dich mit ihnen nicht abfinden musst.

Zunächst gilt es jedoch die Ursachen zu erforschen. Im nächsten Schritt hast du die Möglichkeit, mit einfachen Tricks Abhilfe zu schaffen.

Klappt das nicht, solltest du etwas tiefer graben. Heute möchte ich mit dir gemeinsam brüchige Haare als Symptom behandeln. Lass uns gemeinsam entdecken, warum der Mensch eigentlich Haare hat und wie sie im neuen Glanz erstrahlen können.

Vom dichten Fellkleid bis zur Haare-Resterampe

Haare sind so alt wie der Mensch selbst, eigentlich noch älter. Schon unseren Vorfahren dienten sie als Schutz vor Wärme und Kälte.

Die UV-Strahlung konnte durch das dichte Haarkleid auf dem Körper nicht so einen großen Schaden hervorrufen. Nachts hat das „Fell“ die Wärme dort gehalten, wo sie gebraucht wurde.

Heute brauchen wir kein dichtes Fellkleid mehr. Evolutionsforscher vermuten, dass wir durch die stärkere Nutzung der Kleidung automatisch davon entledigt wurden. Bis auf ausgewählte Stellen, haben Haare heute keine Priorität mehr.

Augenbrauen, Wimpern, Nasenhaare und selbst die lästigen Ohrenhaare sind aber noch da. Das liegt daran, dass sie die wichtigen Organe vor fremden Substanzen schützen sollen.

Ein simpler Trick ist zudem, dass Haare zur Abkühlung beitragen. Wenn du schwitzt, verbleibt der Schweiß auf deinen Haaren und sorgt bei der Verdunstung für die ersehnte Abkühlung.

Gut zu wissen!
Hast du schon einmal probiert, ohne Augenbrauen deinen Äußerungen Ausdruck zu verleihen? Das gelingt kaum bis gar nicht. Tatsächlich verstärken die Haare an den richtigen Stellen die zwischenmenschliche Kommunikation.

Deine Haare müssen heute andere Aufgaben bewältigen

Der durchschnittliche Kopf beherbergt zwischen 75.000 und 150.000 Haare. Davon verabschieden sich jeden Tag rund 100 Stück.

Das ist kein Problem, denn das Haar hat einen ganz eigenen Zyklus und damit auch ein vorher bestimmtes „Ablaufdatum“. Bei vielen Menschen finden sich aber deutlich mehr Haare in der Bürste.

Ein Grund dafür kann brüchiges Haar sein. Von Erstaunen bis Erschrecken gibt es viele Emotionen, die das tägliche Bürsten begleiten können. Um das Wachstum auf dem Kopf nicht vorzeitig zu beenden, ist die Pflege besonders wichtig. Früher war das nicht nötig.

Schließlich sind die Haare nur selten mit Wasser oder chemischen Substanzen in Berührung gekommen. Sie wurden nicht geföhnt, nicht gebürstet und nicht gefärbt. Heute ist es wichtig, unsere Pflegeroutine an die Umwelt anzupassen. Das gilt insbesondere dann, wenn du brüchige Haare hast.

Brüchige Haare: Ursachen

Immer, wenn sich etwas ändert oder nicht im Gleichgewicht ist, haben wir das Bedürfnis, Nachforschungen zu betreiben. Das ist wichtig, denn nur so gehen wir den Ursachen auf den Grund.

Bei Haarbruch gibt es häufig ganz simple Erklärungen. Mangelnde Pflege oder haarsträubendes Haarstyling gehören dazu. Manchmal gibt es aber auch medizinische Gründe, die dafür sorgen, dass die Haare abbrechen.

1. Brüchige Haare durch mangelnde Pflege

Je stärker deine Haare im Alltag beansprucht werden, desto mehr Pflege solltest du für sie einplanen. Gefärbte Haare sind häufig trocken und brechen dann leicht.

Grund dafür sind die chemischen Farbstoffe, die der Haarstruktur zusetzen. Nun sollte Feuchtigkeit ganz oben auf der Liste stehen. Plane einmal die Woche eine Haarkur ein und verwöhne die Haarspitzen mit reichhaltigem Öl wie Arganöl.

Deine Pflegeroutine sollte stets auf deinen Haartypen abgestimmt sein. Achte beim Bummel in der Drogerie darauf, Shampoo und Co. mit den richtigen Eigenschaften auszuwählen.

2. Brüchige Haare durch Haarstyling

Nicht jedes Haar verkraftet Haarstyling gleich gut. Besonders kritisch sind mechanische Reize, denen das Haar beispielsweise durch häufiges Kämmen ausgesetzt ist.

Mein Tipp: Kämme deine Haare grundsätzlich nur im trockenen Zustand, da sie nass schneller brechen. Um ein Wirrwarr auf dem Kopf zu vermeiden, kannst du die Haare vorsichtig mit den Fingern vorsortieren.

Hitze verzeihen deine Haare auch nur begrenzt. Föhn, Lockenstab und Glätteisen sollten daher im besten Fall nur selten zum Einsatz kommen.

Wenn du auf Farbe in den Haaren nicht verzichten möchtest, machst du bei angegriffenen Haaren am besten einen Bogen um Blondierung. Als Alternative kommen Pflanzenhaarfarbe oder dunklere Töne in Betracht.

3. Brüchige Haare durch Krankheiten

Die Gesundheit eines Menschen kann auch am äußeren Erscheinungsbild abgelesen werden. Zum Beispiel an den Fingernägeln oder Haaren.

Tatsächlich gibt es auch Krankheiten, die dein Haar brüchiger werden lassen. Das wird insbesondere bei Schilddrüsenerkrankungen, Erkrankungen der Verdauungsapparate und bei Krebs beobachtet.

Hier ist aber nicht nur die Erkrankung selbst das Problem, sondern auch nicht selten die verabreichten Medikamente oder der durch die Erkrankung entstehende Nährstoffmangel.

4. Brüchige Haare durch Medikamente

Wie bereits erwähnt, können ausgewählte Medikamente den Haaren zu schaffen machen. Chemotherapeutika, aber auch vermeintlich harmlosere Präparate wie die Antibabypille können Haarbruch verursachen.

Wenn du Betablocker, Blutgerinnungshemmer oder Medikamente gegen dein Rheuma nimmst, könnte das ebenfalls für den Haarbruch verantwortlich sein. Leidest du anhaltend unter den brüchigen Haaren, solltest du Rücksprache mit deinem Arzt halten.

Er kann beurteilen, ob womöglich ein anderes Medikament besser zu dir passt oder ob die Haarprobleme auf andere Ursachen zurückgeführt werden können.

5. Brüchige Haare durch das Alter

Die Hormone beeinflussen ganz wesentlich den Haarzyklus und die Widerstandsfähigkeit deiner Haarpracht. Frauen stehen hier vor einem besonderen Problem. Die weiblichen Hormone (Östrogene) nehmen ab, wenn sich die Wechseljahre ankündigen.

Der Gehalt an männlichen Hormonen bleibt allerdings gleich. Diese Schwankungen können sich auf die Haarstruktur auswirken. Sie erscheinen porös oder dünner. Es gibt jedoch auch eine Sache, die jeder an sich beobachten kann.

Mit dem Alter tritt der Stoffwechsel auf die Bremse. Dadurch können Nägel und Haare an Festigkeit verlieren.

SOS Tipps bei Haarbruch

Quelle: Pexels

SOS Tipps bei Haarbruch

Eine wundersame Behandlung, nach der deine Haare im Handumdrehen wieder gesund sind, gibt es nicht. Allerdings kannst du vieles dafür tun, um zukünftigen Haarbruch zu verhindern.

Zudem kannst du die Haare mit einigen Tricks so bearbeiten, dass sie glänzender und gesünder wirken.

Tipp 1: Verwöhne dein Haar mit Aloe Vera

Aloe Vera vereint Enzyme, Vitamin A, Vitamin C und Aminosäuren. Daher wird sie gerne zur Haarpflege genutzt. Entweder du nimmst frischen Aloe Vera Saft und lässt ihn 15 Minuten einwirken oder du verwendest Aloe Vera Gel.

Das Gel kann auch über Nacht im Haar verbleiben.

Tipp 2: Pflege dein Haar mit Kokosöl

Kokosöl soll tief ins Haar eindringen und so zukünftigen Schäden vorbeugen. Für die Anwendung nimmst du einfach etwas Kokosöl, erwärmst es in den Handflächen und massierst es in die Kopfhaut oder Haare ein.

Kokosöl kann als Kur für einige Minuten im Haar bleiben oder über Nacht einwirken. Zweimal die Woche kann Kokosöl deine Pflegeroutine bereichern. Achtung: Wenn du gefärbte Haare hast, solltest du vorsichtig sein. Kokosöl kann nämlich die Farbe „herausziehen“.

Tipp 3: Experimentiere mit Apfelessig und Honig

Um die Haarstruktur zu stärken, kannst du 10 Esslöffel Apfelessig mit 60 g Honig vermengen. Während Essig das Haar versiegeln soll, setzt sich Honig für mehr Feuchtigkeit auf dem Kopf ein.

Bei der Anwendung musst du ein wenig Zeit mitbringen. Etwa 15 Minuten soll die Packung auf dem Kopf verbleiben, danach wird sie mit warmem Wasser und etwas mildem Shampoo ausgespült.

Dauerbrenner-Tipps im Überblick

Kurz und knackig gebe ich dir noch ein paar wertvolle Hinweise für deinen Alltag.

  1. Eine Wildschweinborsten-Bürste sorgt für ein sanftes Bürsten.
  2. Nasse Haare sollten nicht Luft trocknen, sondern auf minimaler Stufe trockengepustet werden.
  3. Nach dem Haare färben gehört eine Kur zum Verwöhnprogramm.
  4. Haarspangen und feste Frisuren fördern Haarbruch.
  5. Nachts sollten die Haare zu einem lockeren Zopf gebunden werden, um nicht am Kissen zu „schrubben“.

Haarbruch: Nährstoffmangel auf der Spur

Wenn dich das Thema Haarbruch anhaltend beschäftigt, solltest du an einen Nährstoffmangel denken. Einseitige Ernährungstrends, Crashdiäten oder Erkrankungen können dazu führen, dass dein Körper nicht genügend Nährstoffe zur Verfügung hat.
Folgende Nährstoffe sind wichtig für deinen Organismus und gesunde Haare:

  • Biotin: Dabei handelt es sich um das Haarvitamin schlechthin. Nüsse, Haferflocken, Eier und Leber vereinen den Nährstoff. Alternativ kannst du Biotin mit unserem Nährstoffkomplex BASIS | CARE aufnehmen. Der reichhaltige Komplex besteht aus Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, essentiellen Fettsäuren und dem Coenzym Q10, natürlich in gewohnter Arktis BioPharma-Qualität.
  • B- Vitamine: Nur selten denken wir an B-Vitamine, wenn es um gesunde Haare geht. Dabei tragen auch sie zur Haarpracht bei. Enthalten sind sie in Fleisch, Fisch, Milch und Eiern. Veggies können mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten ihren Bedarf decken. Einzige Ausnahme ist Vitamin B12, das auf natürliche Weise nur in Tierprodukten enthalten ist. Unser VITAMIN-B-KOMPLEX | VITA B stellt alle wesentlichen B-Vitamine in nur einer Kapsel bereit. Clever, einfach und unkompliziert.
  • Omega-3-Fettsäuren: Sie sind eigentlich als Herz- bzw. Hirnhelfer bekannt. Zusätzlich können sie einen wichtigen Beitrag zur Haarpflege leisten. Sie können nämlich die Elastizität der Haare positiv beeinflussen und sie kräftigen. Fettreiche Seefische sind eine optimale Quelle für Omega-3. Alternativ können auch pflanzliche Lieferanten wie Chiasamen oder Pflanzenöle herangezogen werden. Besonders leicht gelingt die Aufnahme mit unseren OMEGA 3 | FISCHÖLKAPSELN. Überflüssige Zusatzstoffe bleiben hierbei wie bei all unseren Produkten draußen.

Quellen

  1. Lee Y, Kim YD, Hyun HJ, Pi LQ, Jin X, Lee WS. Hair shaft damage from heat and drying time of hair dryer. Ann Dermatol. 2011 Nov;23(4):455-62. doi: 10.5021/ad.2011.23.4.455. Epub 2011 Nov 3. PMID: 22148012; PMCID: PMC3229938. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22148012/
Jennifer Ann Steinort

Autorin Jennifer Ann Steinort

„Mir ist besonders wichtig, dass meine Leser etwas für ihren Alltag mitnehmen können“.

Ich bin Dipl. Gesundheitsökonomin und hauptberufliche Medizinjournalistin. In den letzten Jahren habe ich mich zunehmend auf den Bereich Nahrungsergänzungsmittel spezialisiert und versuche mit meiner Art und lebensnahen Artikeln Leser zu begeistern.

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