Im Alter ist es besonders wichtig, auf die Darmgesundheit zu achten. Da auch dein größtes inneres Organ einem Alterungsprozess unterliegt, können sich unangenehme Beschwerden wie Blähungen, Verstopfung und Durchfall bemerkbar machen.

Wir ergründen genau, warum es zu den Verdauungsstörungen kommt und welche Umstellungen im Alltag dann helfen. Zudem haben wir einen echten Geheimtipp, um deine Darmflora wieder auf Vordermann zu bringen.

Darmgesundheit im Alter: dein Verdauungstrakt schläft nie

„Schlaflos im Darm“ – gäbe es einen Film rund um dein größtes inneres Organ, würde der Titel wohl so lauten. Das ist durchaus treffend, denn dein Verdauungssystem ist ständig für dich im Einsatz. Der Darm hilft dabei, Speisen zu zersetzen, Vitamine zu produzieren und wichtige Nachrichten an das Immunsystem zu funken. Kurzum: Ohne dein 6 m langes Wunder würde nichts in deinem Körper funktionieren.

Im Alter lässt sich die Vermutung aber nur schwer abschütteln, dass sich der Darm immer häufiger im Schlafmodus befindet. Nur noch träge windet sich der Speisebrei durch den Verdauungstrakt. Die Folge: Verstopfung, auch als Obstipation bezeichnet.

Das unangenehme Beschwerdebild zeigt sich vor allem bei älteren Menschen. Aber ein vor sich hin schleichender Darm ist nicht das einzige Problem mit steigendem Lebensalter. Auch Blähungen, Durchfall und Bauchschmerzen können verstärkt auftreten. Aber warum überhaupt?

Auch dein Darm altert

Schauen wir uns die Gruppe der Erwachsenen an. Hier leidet beinahe jeder dritte unter gelegentlichen oder chronischen Verstopfungen. Das WC zu hüten ist nicht nur unangenehm bis schmerzhaft, sondern kann auch vielen geliebten Aktivitäten einen Strich durch die Rechnung machen.

Das gleiche gilt für Durchfälle, Bauchschmerzen und andere Beschwerden, die in Zusammenhang mit dem Magen-Darm-System stehen. Auffällig ist, dass die Probleme mit dem Alter zunehmen und dafür gibt es einen bestimmten Grund.

Dein Körper altert nicht nur von außen, sondern auch von innen. Der Alterungsprozess macht somit auch vor deinem Darm nicht halt. Die unangenehme Wahrheit: Die Muskeln in deinem Dickdarm bauen sich ab. Gerade diese sind aber wichtig, da sie den Speisebrei transportieren. Schon haben wir die Ursache dafür gefunden, warum es im Alter häufiger zu Verstopfungen kommt.

Aber damit nicht genug, auch die Darmflora verändert sich bei vielen älteren Menschen. Dazu musst du wissen, dass sich dein wertvolles Mikrobiom in deinem Darm aus „guten“ und „schlechten“ Bakterien zusammensetzt. Keine Sorge, die schlechten können nicht viel ausrichten, solange die guten die Oberhand behalten.

Mit zunehmendem Alter kann das empfindliche Gleichgewicht kippen. Gute Bakterien ziehen sich zurück. Die schlechten allerdings gewinnen zunehmend an Macht. Leider werden sie auch in Verbindung mit Durchfällen, Blähungen und Verstopfungen gebracht.

Erbliche Veranlagungen nehmen Einfluss auf das Darm-Wohlgefühl

Alterungsprozesse verursachen also viele Probleme. Allerdings wäre es zu einfach, ihnen alleine die Schuld zuzuweisen. Experten vermuten, dass Darmbeschwerden im Alter vor allem durch eine Kombination verschiedener Faktoren auftreten.

Lange Zeit war beispielsweise unklar, was eine der häufigsten Erkrankungen des Verdauungssystems, das Reizdarm-Syndrom, ausgelöst. Wissenschaftler haben nun Hinweise darauf gefunden, dass Patienten mit einem nervösen Darm scheinbar veränderte Schmerzrezeptoren im Darm besitzen. Die nervösen Störungen, die sich auf den Darm beziehen, können auf genetische Ursachen zurückgeführt werden.

Zudem können Darminfektionen oder Störungen in der Darmflora die Darmgesundheit im Alter beeinträchtigen. Dann kann der Darm hochsensibel auf bestimmte Einflussfaktoren reagieren. Ungewohntes Essen kann beispielsweise den Alarm im Darm auslösen.

Verdauungsstörungen im Alter: Ursachen im Überblick

Darmprobleme haben viele Gesichter und ebenso viele Ursachen. Natürliche Veränderungen spielen dabei eine wichtige Rolle. Folgende Faktoren können für deine Verdauungsstörungen im Alter verantwortlich gemacht werden:

  • nachlassende Magensäureproduktion, dadurch wird die Verdauung erschwert
  • verkalkte Blutgefäße, die den Darm nur unzureichend versorgen
  • fehlende Mobilität und dadurch Bewegung
  • veränderte Darmflora
  • Abbau von Dickdarmmuskeln
  • längerer Verdauungsprozess, bei dem mehr Wasser entzogen wird

Das Who ist Who der Verdauungsprobleme

Was ist Verstopfung?

Wenn du weniger als drei Stuhlgänge pro Woche absetzen kannst, deutet das auf eine Verstopfung hin. Eine Obstipation ist durch einen seltenen Stuhlgang in harter Ausprägung gekennzeichnet. Dabei ist häufig starkes und teilweise schmerzhaftes Pressen erforderlich.

Was ist Durchfall?

Mediziner bezeichnen Durchfall auch als Diarrhö. Wenn dein Stuhl breiig bis flüssig ist und du ihn mindestens dreimal täglich absetzen musst, deutet das auf Durchfall hin.

Was sind Blähungen?

Bei Blähungen (Flatulenz) hast du zu viel Luft im Bauch, die durch den Darm entweicht. Typische Begleitsymptome sind Völlegefühl und Darmgeräusche.

Darmgesundheit im Alter: Medikamente setzen Teufelskreis in Gang

Ausgewählte Medikamente können zu Verstopfung führen. Darunter Schmerzmittel wie Opiate und einige Antidepressiva. Auch Neuroleptika und Antihypertensiva, mit denen Bluthochdruck behandelt wird, können verstopfend wirken.

Gleichzeitig können Medikamente, die eigentlich Erleichterung verschaffen sollen, die Beschwerden erst richtig anfeuern. Nehmen wir zum Beispiel die Verstopfung. Du kennst dich mit langen Toilettensitzungen aus? Dann ist dir bestimmt auch schon der Gedanke gekommen, Medikamente dagegen einzunehmen.

Klassische Abführmittel (Laxanzien) haben aber einen entscheidenden Nachteil. Werden sie über lange Zeit zu hoch dosiert, können sie zu einer Absenkung des Kaliumspiegels im Körper führen – ein optimaler Nährboden für Verstopfung. Dadurch setzt sich ein Teufelskreis in Gang. Um die quälende Verstopfung loszuwerden, nimmst du nun noch mehr Abführmittel ein, was sich erneut auf die Kaliumkonzentration auswirkt.

Aus diesem Grund ist es unbedingt erforderlich, dass du dich stets an die Anweisungen deines Arztes hältst, wenn du Abführmittel einnimmst. Besser noch: Du beherzigst unsere Tipps für mehr Darmgesundheit im Alter.

Ein glückliches altes Paar am Strand.

Quelle: Unsplash

5 Tipps für mehr Darmgesundheit im Alter

Es gibt vieles, das du tun kannst, um deine Darmgesundheit im Alter zu fördern. Wir haben dir die wichtigsten Tipps zusammengetragen.

Tipp 1: Trinke ausreichend

Gerade älteren Menschen fällt es schwer, regelmäßig zu trinken. Das hat viele Gründe. Zum einen lässt das Durstgefühl im Alter häufig nach. Zum anderen wird an Flüssigkeit gespart, um die negativen Begleiterscheinungen einer Blasenschwäche zu vermindern. Allerdings ist eine regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme wichtig, auch für deinen Darm. Wenn du ihm ausreichend Wasser zur Verfügung stellst, muss er die Flüssigkeit nicht aufwendig dem Nahrungsbrei entziehen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät zu mindestens 1,5 l Trinkflüssigkeit täglich.

Tipp 2: Ernähre dich gesund

Eine gesunde Ernährung kann Krankheiten vorbeugen und der Darmgesundheit in die Karten spielen. Nährstoffreiche Lebensmittel wie Obst und Gemüse sind ebenso wichtig, wie Ballaststoffe. Dabei handelt es sich um nahezu unverdauliche Nahrungsbestandteile. Sie kommen vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln wie Hülsenfrüchten, Obst und Getreide vor. Achte darauf, die guten Darmbakterien ausreichend mit Ballaststoffen zu füttern. So verhinderst du, dass sie hungern und die Darmschleimhaut attackieren.

Tipp 3: Führe Eiweiß und Kalzium zu

Im Alter baust du vermehrt Muskelmasse ab, daher solltest du unbedingt genügend Eiweiß und Kalzium auf den Speiseplan setzen. Das gelingt besonders gut mit Milchprodukten. Übrigens: Beide Substanzen sind auch wichtig für eine gesunde Darmflora. Zack, schon hast du zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Tipp 4: Bleib fit mit Bewegung

Ich verstehe dich. Im Alter ist ein kleines Schläfchen nach dem Essen einfach viel verlockender als Bewegung. Auch wenn es schwerfällt, Routinen zu ändern, versuche es doch mal mit einem Verdauungsspaziergang. Die sanfte Bewegung sorgt für Mobilität im Darm. Der Speisebrei wird dadurch ordentlich durchgeknetet, was deinen Verdauungsapparat entlastet.

Tipp 5: Sorge für Entspannung

Wusstest du, dass dein Gehirn mit deinem Darm verbunden ist? Kein Witz, durch den sogenannten Vagus-Nerv können beide Kontakt miteinander aufnehmen. Ich habe noch eine Überraschung für dich. Der Darm ist mit zahlreichen Neuronen überseht und ist sogar in der Lage, sich auf deine Stimmung auszuwirken. Du tust also gut daran, regelmäßige Entspannungszeiten einzuplanen.

Geheimtipp: Darmflora aufbauen

Ich habe das Thema Darmflora bereits kurz angeschnitten und dir verraten, dass sich dein Mikrobiom im Alter verändert. Das und wie wichtig eine gesunde Ernährung ist, konnte in einer Studie nachgewiesen werden. Irische Forscher haben Menschen im Alter von 64-102 Jahren unter die Lupe genommen. Ergebnis: diejenigen Studienteilnehmer, die in einer Pflegeeinrichtung leben, haben im Vergleich zu Menschen, die zu Hause wohnen, eine schlechtere Darmgesundheit. Die Wissenschaftler führen das auf ungünstige Nahrungsgewohnheiten zurück.

Kurz gesagt: zu viel Fett, Zucker und Fleisch. Die Bevorzugung nachteiliger Lebensmittel nimmt scheinbar auch Einfluss auf die Zusammensetzung der Bakterien im Darm. So konnte festgestellt werden, dass in der Darmflora von Pflegeheimbewohnern weniger Artenvielfalt herrschte.

Stellt sich die Frage, warum denn viele Bakterienarten im Darm besser zu beurteilen sind. Auch darauf haben Forscher eine Antwort. Sie vermuten, dass eine Vielzahl an Bakterienstämmen dabei hilft, die Nahrung optimaler aufzuspalten und aufzunehmen. Was lernen wir daraus? Gerade im Alter ist die Darmpflege besonders wichtig.

Arktis Biopharma – das Basis-Set für deinen Darm

Du hast dir vorgenommen, deinem Darm zukünftig mehr unter die Arme zu greifen und etwas für deine tummelnden Bakterien im Verdauungstrakt zu tun? Wir von Arktis Biopharma möchten dir mit unserem Probiotika Basis-Set dabei helfen.

Das besteht aus folgenden Komponenten:

Mit dem Basis-Set kannst du deinen Darm 3 Monate lang mit guten Bakterien und ausgewählten Kräuterauszügen verwöhnen.

Das Ziel: das Fundament deines Verdauungstraktes stärken und damit die Darmgesundheit im Alter ankurbeln. Zudem haben wir unserer Produktlinie Vitamin D hinzugefügt. Wie du weißt, wird die Substanz mit zunehmendem Lebensalter immer wichtiger, da deine Haut nicht mehr so gut in der Lage ist, Vitamin D zu synthetisieren. Also, worauf wartest du noch? Wir widmen uns jetzt gemeinsam deiner Darmgesundheit im Alter!

Quellen:

  1. https://www.deutsche-seniorenliga.de/themen-initiativen/gesundheit-fitness/24-chronische-verstopfung.html
  2. https://www.internisten-im-netz.de/aktuelle-meldungen/aktuell/reizdarm-kann-erblich-sein.html#:~:text=07.04.2009-,Reizdarm%20kann%20erblich%20sein,Humangenetik%20des%20Universit%C3%A4tsklinikums%20Heidelberg%20entdeckt.
  3. https://www.uni-heidelberg.de/presse/news08/pm281204-3nerv.html#:~:text=Diesen%20Zusammenhang%20haben%20Wissenschaftler%20des,Diagnose%20und%20Therapie%20stark%20erschwert.
  4. https://www.welt.de/gesundheit/article108302570/Essen-im-Altenheim-foerdert-Entzuendungskrankheiten.html
Jennifer Ann Steinort

Autorin Jennifer Ann Steinort

„Mir ist besonders wichtig, dass meine Leser etwas für ihren Alltag mitnehmen können“.

Ich bin Dipl. Gesundheitsökonomin und hauptberufliche Medizinjournalistin. In den letzten Jahren habe ich mich zunehmend auf den Bereich Nahrungsergänzungsmittel spezialisiert und versuche mit meiner Art und lebensnahen Artikeln Leser zu begeistern.

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