Alles in deinem Körper ist vernetzt, so auch deine Schleimhäute. Die hilfreichen Schutzschichten befinden sich an zahlreichen Stellen und greifen insbesondere deinem Abwehrsystem unter die Arme.

Interessant ist, dass Probleme, die im Zusammenhang mit der Darmschleimhaut auftreten, sich auch an der Haut bemerkbar machen können.

Wir erklären dir heute, warum deine Mundschleimhaut mit der in deinem Darm verbunden ist. Zudem geben wir dir einen Tipp, wie du Hautprobleme womöglich mit ausgewählten Probiotika bekämpfen kannst.

Was sind eigentlich Schleimhäute?

Von Schleimhäuten sprechen wir ständig. Insbesondere dann, wenn Erkältungen oder Allergien im Raum stehen. Dann können sie sich gereizt und trocken darstellen. Anstatt auf die empfindliche Partie zu schimpfen, solltest du aber froh sein, sie zu haben. Schleimhäute sind nämlich ein ganz besonderes Ausstattungsmerkmal deines Körpers.

Medizinisch gesehen handelt es sich bei Schleimhaut um eine Schutzschicht, die Hohlorgane und Körperhöhlen auskleidet. Sie übernimmt verschiedene Aufgaben. Zum einen gelingt mit ihr eine mechanische Abgrenzung, zum anderen ist sie dafür zuständig, den Transport und die Nährstoffaufnahme sicherzustellen.

Das ist zum Beispiel im Verdauungstrakt der Fall. Darüber hinaus ist sie ein treu ergebener deines Immunsystems. Dazu später mehr.

Schleimhäute befinden sich an vielen Körperregionen. Dazu zählen:

  • Mund
  • Speiseröhre
  • Magen
  • Darm
  • Luftröhre
  • Bronchien
  • Nase und Nasennebenhöhlen
  • Blase
  • Harnleiter
  • Gebärmutter
  • Samen- und Eileiter
  • Auge

Gut zu wissen!
Schleimhäute möchten befeuchtet werden. Nur so können sie ihren Dienst erfüllen. Manche von ihnen sind in der Lage, eigenständig Sekret zu bilden, um die Schleimhäute mit einer Schleimschicht zu schützen. Andere siedeln sich mit Vorliebe in der Nähe von sekretproduzierenden Drüsen an.

3d-Darm mit einer Frau im Rücken

Das Immunnetzwerk der Schleimhäute

Schleimhäute kommunizieren miteinander. Tatsächlich sind sie Teil von etwas ganz Großem, nämlich dem Schleimhautimmunnetzwerk. Mediziner nennen es auch Mucosa Associated Lymphoid Tissue oder kurz MALT.

MALT macht sich den Umstand zunutze, dass die Schleimhäute immunologisch sowie funktionell miteinander verknüpft sind.

Die Schlüsselrolle übernimmt der Darm. Er kann ausgewählte Plasmazellen aktivieren und in den Blutkreislauf befördern. Die Plasmazellen bewegen sich im Anschluss durch den Körper und lassen sich dort nieder, wo Schleimhaut gebraucht wird, zum Beispiel in dem Mund- und Nasenraum, in den Bronchien, Tränendrüsen oder im Urogenital-System.

Zeit für einen alten Bekannten? Nun rückt das sogenannte darmassoziierte Immunsystem in den Vordergrund. Du kennst es vielleicht unter der Abkürzung GALT. Hierbei handelt es sich um die immunologische Kommandozentrale. Es gibt einen guten Grund dafür, warum sich der Posten ausgerechnet im Darm befindet. Schließlich können hier bis zu 80 % aller Immunzellen nachgewiesen werden.

Die Immunzentrale hat die wichtige Aufgabe, die Immunzellen auf ihren Auftrag vorzubereiten. Ärzte bezeichnen das als Immuntraining. Nachdem die winzigen Helfer ihr Handwerk erlernt haben, wandern sie zum Beispiel in die Mundschleimhaut ab. Das GALT ist also ein wichtiger Bestandteil des MALT.

Gut zu wissen!
Das darmassoziierte Immunsystem leistet einen wichtigen Beitrag, indem es einen Antikörper auf die Schleimhautoberfläche befördert. Das Immunglobulin A (IgA) bildet einen wichtigen Schutzfilm für Schleimhäute. Infektionserreger und Schadstoffe haben es somit deutlich schwerer.

Die Haut als Spiegel des Mikrobioms

„Die Haut ist ein Spiegel der Seele“ – so lautet ein bekanntes Sprichwort. Wenig Schlaf, Stress und Sorgen können sich tatsächlich auf der Haut widerspiegeln. Aber auch die Gesundheit der Schleimhäute, insbesondere des Darms, kann dort unter Umständen abgelesen werden.

Das verwundert nicht. Schließlich stellt das Organ mit rund 400 m² Fläche die größte Schleimhautoberfläche dar. Die Macht deines Darms ist weitreichend und kann sogar deinem Gegenüber einiges über sich verraten.

Selbst die Wissenschaft konnte Hinweise darauf finden, dass eine gesunde Darmschleimhaut den äußeren Schutzmantel positiv beeinflusst.

Daran sind ganz besondere Mikroorganismen beteiligt: Darmbakterien.

Darmbakterien hinterlassen Spuren auf der Haut

Schlechte Lebensgewohnheiten und durchzechte Nächte sind nicht die einzigen Übeltäter, die der Haut zusetzen. Auch ein ungünstiger Darmzustand könnte der Hautgesundheit gefährlich werden. Grund zu der Annahme liefern Beobachtungen. Demzufolge kann bei vielen Menschen mit Hauterkrankungen eine Veränderung der Darmflora festgestellt werden.

Der Begriff „Darm-Hirn-Haut-Achse“ wird von einigen Wissenschaftlern gebraucht, um auszudrücken, dass der Darm, die Psyche und die Haut miteinander verbunden sind. Durch bestimmte Faktoren kann es zu unerwünschten Wechselwirkungen kommen.

Folgender Ablauf wird in Fachkreisen vermutet:

  1. Psychische Konflikte setzen der Darmflora zu.
  2. Eine unausgewogene Ernährungsweise bringt die Darmflora ins Wanken.
  3. Die Barriere im Darm lässt dann Fremdsubstanzen einfacher durch.
  4. Nun setzt der Körper Entzündungsstoffe frei.
  5. Hautprobleme und akute Schübe werden provoziert.

Das Problem ist, dass sich daraus ein Teufelskreis ergeben könnte. Sind die Hautprobleme erst einmal da, belasten sie die Psyche. Der Stress könnte sich wiederum negativ auf die Darmflora auswirken.

Gut zu wissen!
Forschungen haben ergeben, dass chronische Hauterkrankungen mit einem Ungleichgewicht in der Darmflora in Verbindung stehen können. Darunter Neurodermitis, Schuppenflechte und Rosacea.

Wie sieht ein gesundes Darmmilieu aus?

Ein Blick in den Nachthimmel ist ähnlich faszinierend wie ein Blick in deinen Darm. 38.000.000.000.000.000.000 Mikroorganismen tummeln sich darin.

Zusammengenommen würde das bis zu 3 Kilo entsprechen. Es gibt gute und schlechte Bakterien. Die guten helfen bei der Verdauung, kurbeln den Stoffwechsel an und halten krankheitserregende Keime auf Abstand. Die schlechten Ausgaben machen keine Probleme, sofern sie nicht die Oberhand gewinnen.

Folgendes kann das Gleichgewicht in deinem Darm durcheinanderbringen:

  • Arzneimittel, vor allem Antibiotika
  • Einseitige Ernährungstrends
  • Fast Food
  • Zuckerhaltige Speisen
  • Stress
  • Genussmittel wie Alkohol oder Zigaretten

Nun aber zurück zu der Frage, wie ein gesundes Darmmilieu aussieht. Die Antwort lautet: Selbst Forscher wissen es nicht. Einigkeit herrscht darüber, dass die guten Bakterien überwiegen sollten.

Es wird etwas von einem Verhältnis von 5:1 gemunkelt. Tatsache ist, jedes Mikrobiom ist einzigartig und ständig im Wandel.

Bewegung, Arzneimittel, Stressfaktoren und die Ernährung können die Momentaufnahme verändern.

Gut zu wissen!
Das Mikrobiom profitiert davon, wenn in deinem Darm viele verschiedene Stämme vorhanden sind.

Probiotika, die gut für die Haut sind

Quelle: Unsplash

1:0-Probiotika, die gut für die Haut sind

Probiotika werden als lebende Mikroorganismen oral aufgenommen. Die hilfreichen Bakterienstämme siedeln sich im Darm an und können das Wohlbefinden steigern.

Die Wissenschaft hat sich damit beschäftigt, welche probiotischen Bakterienstämme besonders gut für die Haut sind. Herausgekommen ist Folgendes:

1. BIFIDOBACTERIUM LACTIS und LACTOBACILLUS ACIDOPHILUS

Die zwei Kandidaten könnten sich als besonders hilfreich bei Akne erweisen. Laut einer Untersuchung sollen sie die Abheilung und Antibiotikagabe bei Akne-Patienten unterstützen.

Werden die cleveren Helfer mit speziellen Arzneimitteln kombiniert, lässt sich womöglich auch die Hautrötung, die klassischerweise bei Rosacea auftritt, verbessern. Auch Beschwerden wie ein brennendes und trockenes Hautgefühl könnten mit der Verabreichung reduziert werden.

2. LACTOBACILLUS RHAMNOSUS UND LACTOBACILLUS FERMENTUM

LACTOBACILLUS RHAMNOSUS ist vielen Menschen unbekannt, kann seine positiven Eigenschaften auf das Hautbild bei oraler Einnahme aber ebenfalls entfalten. Lactobacillus rhamnosus wird als hilfreich im Zusammenhang mit Hautausschlägen, die sich schuppend oder juckend darstellen, beschrieben.

Auch das Hautbild bei Akne soll sich durch die Anwendung verbessern. Übrigens: Der Typ LACTOBACILLUS FERMENTUM kann bei Hautausschlägen ebenfalls sinnvoll sein. Allerdings ist hier eine konsequente Behandlung empfehlenswert.

3. BIFIDOBAKTERIUM LACTIS

Bifidobakterien sind die Stars unter den Probiotika und werden häufig empfohlen. Sie sind in der Lage, das Milieu für schadhafte Mikroorganismen so zu verändern, dass sie sich nicht mehr wohl fühlen.

Das gelingt ihnen durch die Produktion von Milch- und Essigsäure. Das könnte auch bei allergischen Hautentzündungen hilfreich sein, wie Untersuchungen zeigen.

4. LACTOBACILLUS PLANTARUM

LACTOBACILLUS PLANTARUM hat gleich zwei Asse im Ärmel. Zum einen soll der kleine Helfer schlechten Bakterien den Garaus machen.

Zum anderen fängt er freie Radikale ein. Diese entstehen durch Stoffwechselprozesse oder äußere Einflüsse. Damit kann LACTOBACILLUS PLANTARUM antioxidativ wirken und menschliche Körperzellen bewahren.

Joghurt oder doch Nahrungsergänzungsmittel?

Joghurt enthält lebende Mikroorganismen und wird daher häufig empfohlen, um das Verdauungssystem auf Trab zu bringen. Allerdings müssen die kleinen Helfer in ausreichender Menge aufgenommen werden, damit sie einen gesundheitlichen Effekt entfalten.

Bei Joghurt oder fermentierten Lebensmitteln stellt sich die Frage, wie viele Bakterien tatsächlich damit aufgenommen werden können oder auch, welchem Stamm sie angehören.

Die Bewältigung des Magen-Darm-Traktes ist nicht so einfach, wie sie klingt. Bei der Reise müssen die Mikroorganismen zahlreiche Hindernisse überwinden, um dort anzukommen, wo sie gebraucht werden.

Nahrungsergänzungsmittel haben sich bei der Entwicklung darüber viele Gedanken gemacht. Mit ihnen erhältst du eine festgelegte Dosis, die dank biotechnologischer Entwicklungen auch im Darm ankommt.

Gut zu wissen!
Joghurt oder fermentierte Lebensmittel eignen sich hervorragend, um Nährstoffe und Mikroorganismen aufzunehmen. Um die Dosis gut kontrollieren zu können, sind Nahrungsergänzungsmittel besser geeignet.

ARKTIBIOTIC PREMIUM

Quelle: Archiv

ARKTIBIOTIC PREMIUM: die Premium-Bakterienmixtur

Du möchtest deinem Körper gezielt hilfreiche Mikroorganismen zuführen? Dann solltest du mit unserem ARKTIBIOTIC PREMIUM liebäugeln. Es enthält 9 vermehrungsfähige Bakterien, die aufgrund eines ausgeklügelten Wirkstoffkomplexes dort ankommen, wo sie sollen.

Neben den oben erwähnten Stämmen Bifidobacterium bifidum, Bifidobacterium lactis, Lactobacillus plantarum und Lactobacillus rhamnosus sind noch weitere hilfreiche Ausgaben enthalten. Obendrauf erhältst du eine ordentliche Ladung Vitamin D, die deinem Immunsystem unter die Arme greifen kann.

Alternativ können wir dir noch unser Start-Set und Pro-Set ans Herz legen, das neben wertvollen Bakterienstämmen auch Nahrung für die Mikroorganismen liefert. Du hast richtig gehört. Auch Milchsäurebakterien und Co. haben Hunger. Präbiotika helfen dabei, diesen zu stillen.

Unser Solokünstler AKAZIENFASERN | GROW ist dafür übrigens bestens geeignet. Die darin enthaltenen löslichen Ballaststoffe sind Nahrung und Motivation für die kleinen Helfer.

Quellen:

  1. https://www.zahnmedic.de/wp-content/uploads/sites/41/2019/08/
  2. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/2972450/
  3. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18456568/
  4. https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/j.1399-3038.2009.00745.x
  5. https://adc.bmj.com/content/90/9/892?ct=
  6. https://adc.bmj.com/content/90/9/892?ct=
  7. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11069570/
  8. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/6257639/
Jennifer Ann Steinort

Autorin Jennifer Ann Steinort

„Mir ist besonders wichtig, dass meine Leser etwas für ihren Alltag mitnehmen können“.

Ich bin Dipl. Gesundheitsökonomin und hauptberufliche Medizinjournalistin. In den letzten Jahren habe ich mich zunehmend auf den Bereich Nahrungsergänzungsmittel spezialisiert und versuche mit meiner Art und lebensnahen Artikeln Leser zu begeistern.

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