Um die therapeutischen Herausforderungen bei Kindern zu bewältigen, musst du vor allem die Eltern zu Co-Therapeuten machen. Warum und wie das geht, erfährst du in diesem Blog.

3 Kinder stehen mit ihrer Mutter in tiefen Gummistiefeln

Quelle: Unsplash Ben Wicks

Kennst du die Frage „Behandeln Sie auch Kinder“? Es schmeichelt natürlich, weil die Eltern offensichtlich Vertrauen zu dir gefasst haben und nun die Gesundheitsbelange ihres kostbarsten Gutes in deine Hände legen wollen. Aus meiner langjährigen Erfahrung in der Therapie von Kindern solltest du darauf eine einfache Antwort geben: Ja. Und die Eltern!

Das Spektrum der Behandlungen von Kindern erstreckt sich in der täglichen Praxis von der Infektanfälligkeit über Allergien, Unverträglichkeiten bis hin zu motorischen oder mentalen Entwicklungsstörungen – vom Kindergarten über die Schulzeit bis zum ersten Liebeskummer. Gesellige Begleiter sind auch grippale Infekte, Schlafstörungen und besonders Verdauungsbeschwerden, um einmal einige Beispiele zu nennen. Oftmals steht aber nicht nur der therapeutische Gedanke im Vordergrund. Bestimmt hast du schon die Erfahrung gemacht, dass besonders bei Kleinkindern und Säuglingen die Prävention eine wichtige Rolle spielt. Aussagen, wie: „Wir hatten eine Zangengeburt“, oder „Ich habe ja schon so viele Allergien. Können Sie etwas machen, damit mein Kind die nicht bekommt?“, hast du schon öfter gehört. Nicht selten wünschen sich Eltern auch ein Nebenwirkungsmanagement zur konventionellen Schulmedizin, zum Beispiel mit sinnvollen Probiotika nach wiederholten Antibiosen.

Behandelst du nun Kinder oder die Eltern?

Kindertherapie ist der Inbegriff der Ordnungstherapie. Dazu habe ich eine gute und eine schlechte Nachricht für dich. Die Gute zuerst: Kinder sind von Natur aus sehr regulationsfreudig. Auf kleinste therapeutische Reize antworten sie in kurzer Zeit, schnell und deutlich. Das bringt dir Freude und Erfolge für alle Beteiligten. Aber: Sie reagieren auch schnell und deutlich in die ungünstige Richtung.

Für die gesunde Umstimmung brauchen kleine Patienten unbedingt ihre natürliche Ordnung: ein verlässliches liebevolles Umfeld, Tagesstruktur, gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung, Kontakt zur Natur und ausreichend Schlaf, also Rhythmus.

Jetzt folgt die schlechte Nachricht für dich: Kindertherapie bedeutet in erster Linie Elternarbeit. Denn die Eltern sind verantwortlich für die Lebensordnung ihrer Kinder. Daher ist die zentrale Erkenntnis für deine kindertherapeutische Intervention: Mach die Eltern zu deinen Co-Therapeuten. Sie übernehmen die Umsetzung deiner Therapiemaßnahmen zu Hause. Besonders dann, wenn Ihnen deine nötigen Maßnahmen logisch und transparent erscheinen. Dafür sorgst du! Mit sachlicher Aufklärung und persönlichen Erfahrungen. Scheue dich nicht, deine Therapiemaßnahmen den Eltern mit passenden Links zu Webseiten, Informationsportalen oder Erfahrungsberichten zu belegen. Das schafft Transparenz und gleichzeitig gibst du den Eltern die Möglichkeit, deine Expertise glaubhaft zu verfolgen. So agieren sie aus Überzeugung und setzen beispielsweise die Einnahme von Mikronährstoffen, Ernährungsumstellung und anderen Maßnahmen mit Souveränität daheim um.

Veränderungen nicht nur denken, sondern leben

Du musst Müttern und Vätern vermitteln, dass sie die eigentlichen Experten für ihr Kind sind. Wenn du Kinder behandelst, hast du eine große und komplexe Aufgabe vor dir, die einfache und klare Lösungen erfordert. Diese entstehen aber nicht aus Wissen, sondern nur aus der eigenen praktischen Umsetzung zu Hause. Mache deinen kleinen und großen Patienten Mut für Verhaltensänderungen und biete dich zeitnahe für ihre Fragen an. Man kann nicht immer alles wissen, aber du solltest wissen, wen man fragen und wo man weitere Informationen finden kann… 😉

In diesem Sinne

Bleib gesund

Arktis BioPharma GmbH & Co. KG

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