Fruchtbarkeit wird mit Männlichkeit assoziiert. Völliger Quatsch, denn auch die männlichsten Männer können Probleme mit ihrer Fruchtbarkeit haben.

Jetzt ist Scham oder Verleugnung ein schlechter Ratgeber. Die gute Nachricht ist schließlich, dass mit einigen Tipps die Spermienqualität verbessert werden kann. Viele davon betreffen den Lebensstil und lassen sich im Handumdrehen umsetzen.

Ich möchte mit dir heute entdecken, was die Fruchtbarkeit bei Männern steigern kann, welche Rolle Nährstoffe spielen und wann eine Untersuchung sinnvoll ist.

Unfruchtbarkeit: Weder ein klassisches Männer – noch Frauenproblem

Der Moderator Jean Pütz machte es vor. Er wurde mit 74 Jahren erneut Vater. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass Männer uneingeschränkt bis ins hohe Alter fruchtbar sind. Das mag bei vielen Männern so sein, eine Garantie gibt es dafür aber nicht.

So wie bei Frauen gibt es auch bei Männern eine biologische Uhr. Der Höhepunkt der Fruchtbarkeit wird etwa auf Mitte 20 datiert, danach geht es abwärts. Das macht sich auch am Spermienbild bemerkbar.

Bewegliche und gesunde Spermien werden weniger. Hierzulande hat fast jedes zehnte Pärchen – zwischen 25 und 59 Jahren – Probleme damit, ein Kind zu zeugen. Die ungewollte Kinderlosigkeit kann emotional schwer belasten und das Gleichgewicht in der Beziehung durcheinanderbringen.

Gut zu wissen!
Experten geben an, dass etwa in 40 % der Fälle die Fruchtbarkeit beim Mann hakt. Allerdings bedeutet das nicht, dass nach mehreren gescheiterten Versuchen direkt ein Arztbesuch vereinbart werden muss. Etwa ein Jahr können sich jüngere Pärchen Zeit lassen, ab 35 lohnt es sich, bereits nach sechs Monaten einen medizinischen Check durchführen zu lassen.

Unerfüllter Kinderwunsch: wenn sich die Spermien zieren

Wir Menschen sind von Natur aus neugierig und möchten natürlich wissen, was in unserem Körper im Zweifel nicht stimmt. Mit Blick auf die Spermienqualität gibt es da viele denkbare Szenarien.

Deshalb ist es wichtig, dass eine genaue Untersuchung stattfindet, wenn der Kinderwunsch dauerhaft unerfüllt bleibt. Bei Männern liefert ein Spermiogramm Informationen zu Beweglichkeit, dem Aussehen und der Vitalität der Samenzellen.

Eine gute Fruchtbarkeit zeichnet sich dadurch aus, dass die Spermien agil, schnell, zielgerichtet, normal geformt und in ausreichender Anzahl vertreten sind. Hakt es bei einem dieser Punkte, ist das nicht zwangsläufig ein Problem.

Stoßen die fleißigen Helfer bei mehreren Tests an ihre Grenzen, kann das aber sehr wohl die männliche Fruchtbarkeit einschränken.

Mediziner unterscheiden folgende Befunde:

  • Asthenozoospermie: Hier treiben sich zu wenig Spermien herum, die sich normal bewegen.
  • Oligozoospermie: In der Samenflüssigkeit können in einer Menge von 1 ml weniger als 20 Millionen Samenzellen nachgewiesen werden.
  • Teratozoospermie: Das Problem hier ist, dass viele Spermien fehlgebildet sind.
  • Oligoasthenoteratozoospermie (OAT): Dabei gibt es gleich mehrere Hindernisse. Zum einen existieren zu wenig Spermien und zum anderen sind zu wenige von ihnen normal beweglich. Viele sind darunter auch fehlgebildet.
  • Azoospermie: Es gibt auch Fälle, in denen in der Samenflüssigkeit gar keine Spermien vorhanden sind.

Kleiner Mutmacher: das Spermiogramm ist nicht festgeschrieben

Du kommst gerade von der Besprechung mit deinem Arzt und bist frustriert, weil dein Spermiogramm nicht sehr überzeugend war?

Verliere nicht direkt den Mut, denn selbst ein verbesserungswürdiges Ergebnis lässt sich optimieren. Schließlich ist die Untersuchung nur ein momentaner Eindruck.

Etwa drei Monate hast du Zeit, aktiv etwas dazu beizusteuern, damit sich die Werte verbessern. Eine Samenzelle benötigt nämlich rund 12 Wochen, bis sie reif ist.

7 Tipps für mehr Fruchtbarkeit beim Mann

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7 Tipps für mehr Fruchtbarkeit beim Mann

Hoffnung gibt es durchaus, allerdings sind falsche Versprechen hier fehl am Platz. Ein Spermiogramm, was mittelmäßig ist, lässt sich mit den richtigen Maßnahmen verbessern.

Liegen aber gravierende Probleme vor, zum Beispiel eine hohe Fehlbildungsrate der Samenzellen oder ein gänzliches Fehlen der kleinen Helfer, sind in der Regel ärztliche Unterstützungen notwendig.

Lass uns gemeinsam entdecken, welche Tipps den Samenzellen auf die Sprünge helfen.

Tipp Nummer 1: Spermien genügend Kühlung verschaffen

Die Natur hat für die meisten Dinge einen guten Grund. So zum Beispiel für die Schaffung eines Hodensacks. Spermien fühlen sich bei 33-35° am wohlsten.

Die 37°, die im Körper herrschen, sind zu warm für sie. Enge Kleidung und häufiges Sitzen könnten den kühlenden Effekt allerdings zunichtemachen. Lockere Kleidung und regelmäßige Spaziergänge können entgegenwirken.

Tipp Nummer 2: Übergewicht abbauen

Übergewicht steht einer guten Fruchtbarkeit gleich mehrfach im Weg. Studien zeigen, dass Männer mit Übergewicht nicht nur weniger Samenzellen haben, sondern dass diese auch teilweise deformiert sind.

Männer, die zu viel auf den Rippen haben, weisen in Untersuchungen zudem einen niedrigeren Testosteron- Gehalt auf. Dadurch kann auch die Spermienproduktion beeinträchtigt sein. Fettzellen haben die Eigenart, Testosteron in Östrogen umzuwandeln.

Das weibliche Sexualhormon kann die Samenproduktion ausbremsen. Daher ist mein Rat: Überprüfe deinen BMI und baue, falls nötig, Gewicht ab.

Tipp Nummer 3: Stress vermeiden

Wiederholt wurde festgestellt, dass Stress und Ängste auch der Fruchtbarkeit schaden können. Ganz konkret berichten Experten davon, dass die Samenfunktion nachlässt.

Du tust also gut daran, Stress möglichst aus deinem Alltag zu verbannen. Gar nicht so einfach, wenn der unerfüllte Kinderwunsch wie eine graue Wolke ständig am Himmel schwebt.

Mit Entspannungsmethoden wie Meditation oder progressive Muskelentspannung hast du die Chance, durchzuatmen.

Tipp Nummer 4: Genussmittel reduzieren

Rauchen und exzessiver Alkoholkonsum, das finden Samenzellen so gar nicht anregend. Je doller du bei Genussmitteln zulangst, desto mehr kann sich die Fruchtbarkeit reduzieren.

Beim Rauchen nimmt die Zahl an Spermien ab, das gleiche konnte mit Blick auf Alkohol beobachtet werden. Das bedeutet natürlich nicht, dass du nicht ab und zu ein Glas Wein oder Bier trinken darfst.

Hier stecken nämlich Polyphenole wie Resveratrol und Xanthohumol drin, die sogar gesundheitsfördernde Effekte besitzen. Eine Studie hat belegt, dass ein moderater Alkoholkonsum sogar die Spermienproduktion anregen kann.

Tipp Nummer 5: In Schwung bleiben

Sport hält das Herz-Kreislaufsystem fit und den Testosteronspiegel bei Laune. Vor allem jene Aktivitäten, die sehr intensiv sind, führen zu einem höheren Gehalt an Testosteron. Joggen, Schwimmen oder Gewichtstraining – die Wahl liegt bei dir.

Exzessiver Sport sollte aber nicht auf dem Plan stehen, denn der schadet mehr, als er nützt.

Tipp Nummer 6: Regelmäßig in den Laken toben

Wer ein Kind haben möchte, muss Sex haben – schon klar. Bei diesem Punkt geht es aber nicht nur darum, Sex als Mittel zu nutzen, um ein Kind zu zeugen, sondern auch um die Spermienqualität zu erhöhen.

Lange hat sich das Gerücht gehalten, dass Abstinenz zu mehr Erfolg in Sachen Spermienqualität führt. Australische Wissenschaftler haben das jedoch widerlegt und gezeigt, dass häufige Samenergüsse die Spermienqualität verbessern.

Tipp Nummer 7: Nährstoffbedarf decken

Die Fruchtbarkeit ist eng mit der Gesundheit verflochten. Die Gesundheit wiederum kann mit einer nährstoffreichen Ernährung unterstützt werden.

Ein reichhaltiges Angebot an Obst und Gemüse, mindestens 1,5 l Trinkflüssigkeit in Form von Wasser und ein zurückhaltender Konsum von Süßigkeiten und rotem Fleisch gelten als empfehlenswert.

Fast Food und einseitige Ernährungstrends sollten deinen Spermien zuliebe auf die Ersatzbank verwiesen werden.

Schwächelnde Spermien: Welche Nährstoffe sind empfehlenswert?

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Schwächelnde Spermien: Welche Nährstoffe sind empfehlenswert?

Nährstoffe besitzen auch eine wichtige Aufgabe in Sachen männliche Fruchtbarkeit. Im Folgenden möchte ich dir gerne diejenigen vorstellen, die indirekt das Werkeln am Kinderwunsch unterstützen können.

Am besten nimmst du die Nährstoffe mit einer abwechslungsreichen Ernährung auf. Gelingt das nicht, können dir qualitativ hochwertige Nahrungsergänzungsmittel von Arktis BioPharma unter die Arme greifen.

  • Vitamin D: Die Hormonvorstufe ist in der Lage, die Qualität der Spermien und ihre Anzahl positiv zu beeinflussen. Mithilfe der Sonne produziert deine Haut auf natürliche Weise Vitamin D. Lebensmittel wie Eier, Milch, Fisch oder Butter vereinen den Nährstoff genauso wie unser VITAMIN D3 LIQUID.
  • Zink: Der Mineralstoff hat es faustdick hinter den Ohren, indem er unter anderem dabei hilft, den Testosteronspiegel aufrechtzuerhalten. Nüsse, Getreide, Hülsenfrüchte, Fleisch und Fisch enthalten Zink. In unserem ZINK & VITAMIN C findest du es in Verbindung mit dem Radikalfänger Vitamin C.
  • Coenzym Q10: Dabei handelt es sich nicht nur um einen möglichen Anti-Aging-Helfer. Coenzym Q10 ist auch entscheidend für die Energieversorgung der Zelle und kann womöglich die Beweglichkeit der Spermien steigern. Vor allem tierische Lebensmittel helfen dabei, den Bedarf zu decken. Alternativ steht dir unser ARKTIS FORCE zur Verfügung.
  • Selen: Das Spurenelement ist bedeutsam für die Bildung und Beweglichkeit der Spermien. Fleisch, Fisch, Eier, Kohl, Spargel und Gemüse genauso wie unsere Selen-Kapseln enthalten das Spurenelement.
  • Probiotika: Laktobazillen können laut einer Studie dazu beitragen, dass die Menge und Qualität an Spermien zunehmen. Besonders leicht lassen sich Milchsäurebakterien und Co. mit einem Probiotika wie unserem ARKTIBIOTIC START

Quellen

  1. BMFSFJ – Ungewollte Kinderlosigkeit
  2. Wärme, Abstinenz und Co. – Was Spermien wirklich beeinflusst (helios-gesundheit.de)
  3. Spermiogramm – Kinderwunschzentrum
  4. Obesity and age affect male fertility potential – PubMed (nih.gov)
  5. Environmental/lifestyle effects on spermatogenesis (nih.gov)
  6. Reproductive tract extracellular vesicles are sufficient to transmit intergenerational stress and program neurodevelopment | Nature Communications
  7. Habitual alcohol consumption associated with reduced semen quality and changes in reproductive hormones; a cross-sectional study among 1221 young Danish men | BMJ Open
  8. Alcohol intake and semen variables: cross‐sectional analysis of a prospective cohort study of men referring to an Italian Fertility Clinic – Ricci – 2018 – Andrology – Wiley Online Library
  9. Testosterone physiology in resistance exercise and training: the up-stream regulatory elements – PubMed (nih.gov)
  10. The association of a probiotic with a prebiotic (Flortec, Bracco) to improve the quality/quantity of spermatozoa in infertile patients with idiopathic oligoasthenoteratospermia: a pilot study – Maretti – 2017 – Andrology – Wiley Online Library
Jennifer Ann Steinort

Autorin Jennifer Ann Steinort

"It is of particular importance to me that my readers can take something away with them for their everyday lives."

I am a graduate in health care management and a full-time medical journalist. In recent years, I have specialized in the field of nutritional supplements and try to inspire readers with my style and true-to-life articles.

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