Eine herrlich duftende Tasse Kaffee oder Tee gehört zum Morgenritual für dich dazu? Du trinkst auch gerne mal ein Glas Alkohol? Wenn du empfindlich auf Histamin reagierst, solltest du dabei allerdings vorsichtig sein. Ich verrate dir heute, warum Kaffee, Tee und Alkohol bei einer Histaminintoleranz zur Histaminfalle werden können. Außerdem gebe ich dir Tipps für Alternativen und unproblematische Genussmittel.

Kaffee bei Histaminose?

Rund 164 Liter Kaffee trinken die Deutschen jährlich pro Kopf. [1] Damit ist Kaffee das beliebteste Heißgetränk in Deutschland. Kein Wunder, denn Kaffee macht munter und sorgt so für einen guten Start in den Tag.

Menschen mit einer Histaminose können allerdings empfindlich auf die Tasse Glück reagieren, und das, obwohl viele Kaffeesorten gar kein Histamin enthalten. Doch warum fördert Kaffee dann überhaupt Symptome bei Histaminunverträglichkeit?

Dafür gibt es zwei Gründe:

1. Koffein bremst Diaminoxidase aus: Der Wachmacher hemmt ein spezielles Enzym in deinem Körper, das Histamin im Darm abbaut, namens Diaminoxidase. Da Mediziner vermuten, dass Personen mit einer Histaminintoleranz ohnehin zu wenig Diaminoxidase für den Histaminabbau besitzen, ist der verstärkte Effekt durch Kaffee besonders problematisch.

2. Koffein fördert die Histaminausschüttung: Dein Organismus beheimatet histaminspeichernde Zellen, die im Bedarfsfall Histamin freisetzen. Koffein regt die Histaminausschüttung aus eben diesen Zellen an. Genau aus diesem Grund bezeichnen Ernährungswissenschaftler Koffein auch als „Histaminliberator“. Steigt der Histamingehalt im Blut an, können körperliche Symptome wie Bauchschmerzen entstehen.

Statt Kaffeeverzicht: 3 gute Alternativen

Du hast die Erfahrung gemacht, dass histaminhaltige Getränke und Lebensmittel bei dir zu Unwohlsein oder allergietypischen Anzeichen wie Hautrötungen, Juckreiz oder laufender Nase führen? Dann solltest du sicherheitshalber auch vorsichtig mit koffeinhaltigen Getränken wie Kaffee oder Cola sein. Ein kompletter Verzicht ist bei vielen Personen mit Histaminose aber nicht nötig.

Wie wäre es stattdessen mit folgenden Alternativen?

  • Kaffee mit keinem oder reduziertem Koffeingehalt: Im Supermarkt oder online erhältst du entkoffeinierten Kaffee – hier wartest du allerdings vergeblich auf den munter machenden Effekt. Alternativ kannst du zu einem Espresso greifen. Aufgrund der kleinen Portionsgröße nimmst du damit weniger Koffein als mit einer großen Tasse Filterkaffee auf.
  • Getreidekaffee: Eine Tasse Dinkelkaffee schmeckt herrlich nussig und ist von Natur aus koffeinfrei. Auch Malz- oder Gerstenkaffee kann eine Alternative sein, wird aber nicht von jedem Betroffenen vertragen.
  • Lupinenkaffee: Eine interessante Wahl ist auch Lupinenkaffee, auf den immer mehr histaminintolerante Menschen setzen. Er enthält weder Koffein noch Kaffeesäure und trumpft mit einem guten Aroma auf. Außerdem ist er in der Regel sehr bekömmlich.

Gut zu wissen!
Auf der Suche nach einem Ersatz-Wachmacher solltest du besser nicht auf Energy-Drinks zurückgreifen. Sie enthalten häufig Theobromin, einen Inhaltsstoff, der in Kakaobohnen enthalten ist und anregend wirkt. Das Problem: Auch Theobromin bremst die Diaminoxidase-Wirkung aus.

Tee bei Histaminunverträglichkeit?

Anders als Kaffee enthalten viele Teesorten tatsächlich Histamin. Dazu gehört beispielsweise Brennnesseltee, der von Natur aus histaminhaltig ist. Schwarzer Tee enthält hingegen Koffein. Dadurch, dass Koffein das körpereigene Enzym Diaminoxidase ausbremsen kann, raten Mediziner sowohl bei Kaffee als auch bei schwarzem Tee zur Vorsicht. Zumindest dann, wenn eine Histaminunverträglichkeit besteht.

Grüner Tee und Mate Tee befinden sich leider ebenfalls auf der Liste der nicht empfehlenswerten Teesorten. Keine Sorge, durch die große Vielzahl an Teesorten, hast du auch bei einer vorliegenden Histaminose noch genügend Auswahl.

Top 5 Teesorten bei Histaminose

Quelle: Pexels

Top 5 Teesorten bei Histaminose

Bestimmt hast du schon einmal davon gehört, dass spezielle Teesorten besonders histaminarm sind. Doch wusstest du, dass es sogar solche gibt, die eine Freisetzung von Histamin im Körper hemmen können? Das haben Studien bereits belegt. [2] Nur ein Beispiel ist Petersilie-Tee. Er enthält das Bioflavonoid Apigenin, dass die Histaminfreisetzung aus den Mastzellen ausbremst. [3]

Folgende Teesorten sind besonders empfehlenswert bei Histaminunverträglichkeit:

  1. Kamillentee: Diese Teesorte ist fast überall erhältlich und eignet sich bei einer Histaminose besonders gut. Sie besitzt nämlich nicht nur ein krampflösendes und beruhigendes Potenzial, Forscher bringen die Kamille auch mit einer gehemmten Histaminausschüttung in Verbindung. [4]
  2. Moringa-Tee: Die Blätter des Moringabaums enthalten das Bioflavonoid Kaempferol. In Studien wird der Inhaltsstoff ebenfalls fleißig erforscht, denn er könnte die Histaminfreisetzung aus Mastzellen verhindern. [3]
  3. Pfefferminztee: Diese Teesorte ist für seinen frischen Geschmack berühmt. Obendrein löst sie Verstopfungen und Schwellungen im Nasenbereich. Kein Wunder, dass viele Menschen mit Histaminintoleranz Pfefferminztee bevorzugen.
  4. Zistrosentee: Die Teesorte besitzt ein antivirales und antibakterielles Potenzial, deshalb wird sie gerne als Entgiftungstee angepriesen. Außerdem soll sie den Körper bei der Bindung und Ausscheidung von Histamin unterstützen. Ob das klappt? Probiere es doch einmal aus!
  5. Rotbuschtee: Wenn du die Liste der histaminarmen Lebensmittel bzw. Getränke aufmerksam studierst, stößt du automatisch auf Rotbuschtee, häufig auch als Rooibos-Tee bezeichnet. Die Teesorte ist koffeinfrei und enthält nur wenig Gerbstoffe. Mein Tipp: Setze am besten auf grünen Rotbuschtee, denn diese Sorte unterliegt keinem Fermentierungsprozess.

Gut zu wissen!
Erinnerst du dich noch an den Begriff Histaminliberator? Das sind körpereigene oder körperfremde Substanzen, die durch ihren Einfluss auf Körperzellen die Histaminfreisetzung anregen. Hagebutte, verarbeitet als Tee, ist ein solcher Histaminliberator. Deshalb solltest du dich sicherheitshalber langsam an Hagebuttentee und Früchteteemischung mit Hagebutten herantasten.

Alkohol bei Histaminose?

Alkohol ist eine echte Herausforderung für Menschen mit einer Histaminintoleranz. Das liegt daran, dass selbst ein sanftes Tröpfchen viele Vorgänge im Körper anstößt, die wiederum Beschwerden auslösen können. Fangen wir damit an, dass Alkohol die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut steigert. Dadurch kann Histamin zügiger passieren. Außerdem bremst Alkohol die Diaminoxidase-Aktivität aus – Histamin wird somit langsamer abgebaut.

Damit nicht genug, denn Alkohol setzt im Körper vorhandenes Histamin frei. Es gibt also gleich drei Gründe, warum du auf Alkohol am besten weitestgehend verzichtest. Doch sind alle Alkoholsorten gleich „schlimm“? Nein, das zeigt ein direkter Vergleich.

Informationen für Weinliebhaber

  • Weißwein besitzt weniger Histamin als Rotwein.
  • Weine, die lange im Holzfass lagern, sind besonders histaminreich.

Mein Tipp: Greife zu einem Wein, der nicht lange gelagert wird, also einem jungen Wein, der ohne einen biologischen Säureabbau auskommt.

Informationen für Bierliebhaber

  • Jedes Bier besitzt Histamin, ganz egal, ob es Alkohol enthält oder nicht.
  • Besonders histaminreich sind sogenannte obergärige Biere wie Hefeweizen.

Mein Tipp: Probiere aus, ob du mit einem untergärigen Bier wie Pils oder Schwarzbier besser klarkommst.

Gut zu wissen!
Wodka, Gin, Korn oder Whisky sind weitestgehend frei von Histamin oder enthalten nur einen sehr geringen Anteil.

Taste dich langsam heran!

Wenn du bei dir eine Histaminintoleranz vermutest oder dein Arzt der Histaminempfindlichkeit bereits auf die Spur gekommen ist, herrscht bei dir vielleicht Ernüchterung. Schließlich ist die Liste der nicht empfehlenswerten Lebensmittel und Getränke recht lang. Allerdings solltest du dich davon nicht entmutigen lassen.

Erstens gibt es immer noch genug, dass du voller Genuss essen bzw. trinken kannst und zweitens ist die Histaminunverträglichkeit nicht bei jedem gleich ausgebildet. Nehmen wir das Beispiel Alkohol. Während einige Menschen bereits auf kleine Mengen reagieren, ist bei anderen ein Glas helles Bier kein Problem.

Wie wäre es, wenn du dich langsam an die für dich geeigneten Getränke heranwagst?

Dein Plan zur Aufdeckung von Histaminfallen

Streiche zunächst alle histaminreichen Getränke von deiner Liste. Konzentriere dich am besten auf stilles Mineralwasser mit einer niedrigen Konzentration an Fluorid, Nitrat, Sulfit und Sulfat, denn das ist besonders verträglich. Am besten suchst du dir eine Sorte aus, die einen hohen Magnesiumanteil besitzt, denn das kann deinen Organismus beim Histaminabbau unterstützen.

Nach und nach kannst du dann die verschiedenen Getränke einschleichen – am besten führst du dabei ein Getränkeprotokoll, um mögliche Veränderungen festzuhalten.

Achtung!
Da dein Getränk bereits nach 30-60 Minuten deinen Dünndarm erreicht, bemerkst du Unverträglichkeitserscheinungen recht schnell. Halte deinen Notizblock also sicherheitshalber für die Protokollierung bereit.

Brandneu: ARKTIBIOTIC SENSITIVE bei Histaminose

ARKTIBIOTIC SENSITIVEBei einer Histaminunverträglichkeit konzentrieren wir uns stark auf das, was wir dürfen, und das, was wir nicht dürfen. Oft lohnt sich aber auch ein Blick über den Tellerrand. Schließlich sind nicht nur Nahrungsmittel oder Getränke an den Körperreaktionen beteiligt, sondern auch körpereigene Bewohner.

Die Rede ist von Darmbakterien – sie zersetzen die Nahrung, die du zu dir nimmst, und unterstützen dein Immunsystem. Für dich ist aber wohl besonders interessant, dass einige Darmbakterien Histamin produzieren und andere den Gehalt an Histamin im Körper reduzieren.

Die Zusammenhänge sind sehr komplex, aber wir sind den Bakterienkulturen, die den Histaminspiegel beeinflussen können, auf die Spur gekommen. Das Beste: Unser neues Produkt Arktibiotic® SENSITIVE vereint verschiedene Bakterienstämme, die für histaminempfindliche Menschen geeignet sein können.

Dazu zählen:

  • Bifidobacterium infantis CNCM I-5090
  • Bifidobacterium longum CNCM I-5097
  • Lactobacillus rhamnosus CIRM-BIA113
  • Lactobacillus gasseri CNCM I-5076
  • Lactobacillus salivarius CNCM I-4912
  • Lactobacillus reuteri CIRM-BIA 929

Verschiedene Studien haben Hinweise darauf gezeigt, dass die Bakterienkulturen den Histaminspiegel ausgleichen können. Offenbar sind sie sogar in der Lage, die Histaminproduktion auszubremsen. Ob das auch bei dir gelingt? Probiere es doch einfach einmal aus und berichte mir davon in den Kommentaren!

Quellen

Jennifer Ann Steinort

Autorin Jennifer Ann Steinort

"It is of particular importance to me that my readers can take something away with them for their everyday lives."

I am a graduate in health care management and a full-time medical journalist. In recent years, I have specialized in the field of nutritional supplements and try to inspire readers with my style and true-to-life articles.

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Begleiten Sie die Diskussion One Comment

  • Vielen Dank für die Tipps! Ich versuche schon lange, aufzuhören Kaffee zu trinken und wusste gar nicht, dass es so viele Alternativen wie Lupinen- oder Getreidekaffee gibt. Da wäre es für mich vielleicht auch einmal interessant, einen Bio Lupinenkaffee zu kaufen.

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