Wenn mehr Frust als Lust im Bett stattfindet, kann dahinter eine sexuelle Unlust stecken. Eine verminderte Libido kann auf zahlreiche Ursachen zurückgeführt werden. Nicht selten bestehen zeitgleich Orgasmus- oder Erektionsstörungen.

Die Ursachen sind vielfältig. Sie reichen von psychischen Blockaden über die Medikamenteneinnahme bis hin zu organischen Erkrankungen. Anders als vermutet, können auch junge Menschen unter einer verringerten Libido leiden.

Damit wieder mehr Leben in die Laken kommt, schaue ich mir mit dir heute an, warum das sexuelle Verlangen abnehmen kann und welche Booster dann ausprobiert werden können.

Sexuelle Unlust – typisch für die Frau?

Eine reduzierte Libido wird häufig mit dem weiblichen Geschlecht in Verbindung gebracht. Eine Studie aus Amerika hat gezeigt, dass ein reduziertes sexuelles Verlangen das häufigste Problem im Sexualleben der Frau ist.

Zumindest für jene, die das 18. Lebensjahr überschritten haben. Im Mittelpunkt standen 31.000 Frauen, von denen etwa eine von 10 Probleme mit der Libido hatte.

Daraus ergab sich bei ihnen ein Leidensdruck. Auch wenn häufig darüber gesprochen wird, dass bei Frauen die Begierde nachlässt, ist das kein typisch weibliches Problem. Auch Männer können eine verminderte sexuelle Lust zeigen.

Wenn eine sexuelle Funktionsstörung die Fantasie raubt

Nur weil ein Partner kurzzeitig keine Lust empfindet, bedeutet das nicht, dass es eine sexuelle Funktionsstörung gibt. Ein Libidoverlust kann als solcher festgestellt werden, wenn mindestens über sechs Monate hinweg ein reduziertes Sexualverlangen vorliegt.

Die Libido kann entweder über den gesamten Zeitraum oder wiederholt beeinträchtigt sein. Klassischerweise fehlt es dabei an sexuellen Fantasien. Zudem besteht kein oder ein stark verringertes Interesse daran, sexuelle Aktivität auszuüben. Dass die Lust auf die Lust fehlt, kann verschiedene Ursachen haben.

Nicht selten ist die Libidoabnahme situationsbedingt. Wenn ein Kind geboren wird, starker Stress besteht oder ein Paar seit vielen Jahren zusammen ist, kann der sexuelle Trieb nachlassen. Nicht selten handelt es sich dabei um eine Flaute, die vorübergeht.

Gut zu wissen!
Eine reduzierte Libido kann mit weiteren Beschwerden einhergehen. Frauen weisen nicht selten eine Störung der Erregbarkeit auf. Bei Männern werden zusätzlich Erektionsstörungen beobachtet.

Libidoverlust: Ursachen auf einen Blick

Wie bereits erwähnt, gibt es viele Situationen, die vorübergehend die Lust rauben. Davon unabhängig können aber auch psychische oder körperliche Ursachen vorliegen.

Eine sexuelle Störung in dem Bereich setzt voraus, dass damit ein Leidensdruck verbunden ist. Wenn du also gerade keine Lust aufgrund von beruflichem Stress empfindest, fällt das nicht in den Bereich Sexualstörung. Sehen wir uns gemeinsam an, was die Libido aus dem Takt bringen kann.

Psychische Ursachen

  • Anhaltender Stress
  • Trauma
  • Angststörungen
  • Probleme in der Beziehung
  • Existenzielle Ängste, Arbeitslosigkeit
  • Psychische Erkrankungen wie Depressionen
  • Drogen- oder Alkoholmissbrauch
  • Einnahme ausgewählter Medikamente, beispielsweise Antidepressiva

Körperliche Ursachen

  • Störungen der Hormonlage
  • Grunderkrankungen wie Bluthochdruck, Schilddrüsenunterfunktion, Rheuma und Co.
  • Gynäkologische Veränderungen wie Vernarbungen oder Zysten
  • Erektile Dysfunktion
  • Schmerzen beim Sex, insbesondere bei Frauen
  • Einnahme von Medikamenten (z.B. Antibabypille oder Blutdrucksenker)
  • Eintritt in die Wechseljahre oder Zustand nach den Wechseljahren

Gut zu wissen!
Um sexuelle Unlust auf die Spur zu kommen, sind nicht selten mehrere Fachdisziplinen notwendig. Dein Hausarzt kann dir verraten, welche Ansprechpartner in deinem Fall die richtigen sind.

Mein Tipp: Schildere deine Beschwerden so genau wie möglich. Scham ist hier fehl am Platz, denn eine verminderte Libido hat nichts mit Versagen zu tun.

Keine Lust Das machen Ärzte dagegen

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Keine Lust? Das machen Ärzte dagegen

Ist die Lust über eine längere Zeit vermindert, entsteht häufig ein Leidensdruck. Wer mit einer verminderten Libido zum Arzt geht, wird zunächst intensiv durchgescheckt.

Die Anamnese (Arzt-Patienten-Gespräch) liefert erste Eindrücke vom Problem und Hinweise zu den möglichen Ursachen. Mit verschiedenen diagnostischen Mitteln wird dann abgeklärt, ob es organische oder psychische Ursachen gibt. Womöglich spielen auch beide Bereiche eine Rolle. Welche Untersuchungen zum Einsatz kommen, ist ganz unterschiedlich.

Dabei ist es entscheidend, ob zum Beispiel ein gynäkologisches Problem vorliegt oder ob die Psyche für die verringerte Lust verantwortlich gemacht wird. Wurde die Ursache eingegrenzt, wird im Anschluss eine Therapie angeraten. Auch dabei gibt es keine Pauschalaussage.

Schließlich muss hier die Ursache ganz individuell behandelt werden. Bei Ängsten oder einem Trauma ist der Psychologe der richtige Ansprechpartner. Liegt ein Diabetes vor, können sich Patienten an einen Diabetologen wenden.

Wenn es gelingt, die Grundursache zu behandeln, kann auch die Lust wieder steigen.

Gut zu wissen!
Um Missverständnissen vorzubeugen und um die Kommunikation aufrechtzuerhalten, bieten sich in einer Beziehung fortwährende Gespräche an. Da mit einer sexuellen Unlust ein starker Leidensdruck einhergehen kann, tut es gut, eine liebevolle Zuwendung vom Partner zu bekommen. Damit steigen auch die Chancen, dass es im Bett zukünftig wieder besser läuft.

Libido-Lebensmittel im Check

Hast du schon einmal davon gehört, dass Austern gut für die Libido sind? Das liegt daran, dass sie sehr viel Zink enthalten, das wiederum die Produktion des männlichen Sexualhormons Testosteron ankurbelt.

Zudem vereinen sie Omega-3-Fettsäuren, die den Blutfluss optimieren. Auch wenn die Muscheln ein wahrer Klassiker unter den natürlichen Potenzmitteln sind, treffen sie nicht jedermanns Geschmack.

Glücklicherweise gibt es eine große Anzahl an Lebensmitteln, denen ein Effekt auf die Libido nachgesagt wird.

  • Fisch – Hierzu gibt es eine spannende Studie. Forscher stellten nämlich fest, dass Menschen, die mindestens acht Mal pro Monat Fisch oder Meeresfrüchte schlemmen, im Vergleich zu zurückhaltenden Fischessern deutlich mehr Sex haben.
  • Nüsse – Hier hat es insbesondere die Paranuss in sich. Sie ist in der Lage, den Testosteronspiegel zu erhöhen und die Leistungsfähigkeit anzukurbeln. Das kommt übrigens Männern wie auch Frauen zugute.
  • Chili – In Chilis steckt jede Menge Capsaicin. Die Substanz sorgt für die Schärfe und soll ganz nebenbei auch der Libido zuträglich sein. Tatsächlich konnte bei Männern beobachtet werden, dass sich durch den Verzehr der Testosteronspiegel anheben lässt.
  • Kakao – Hier sind Flavonoide und Antioxidantien enthalten. Mit ein paar kleinen Umwegen können diese Substanzen die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin beeinflussen. Ein Effekt auf die Libido konnte in Studien sowohl bei Frauen als auch bei Männern beobachtet werden.

Gut zu wissen!
Liegt ein tiefgreifendes psychologisches oder körperliches Problem vor, sind Lebensmittel nicht dazu geeignet, Abhilfe zu schaffen. Besteht die eingeschränkte Libido über einen längeren Zeitraum, solltest du dich sicherheitshalber immer an deinen Arzt wenden, um der Ursache auf den Grund zu gehen. Lebensmittel sind eher wie eine kleine (mögliche) Starthilfe zu verstehen.

Libido natürlich anregen mit Nährstoffen

Der Grund, warum verschiedene Lebensmittel das Lustempfinden verstärken können, sind die enthaltenen Nährstoffe. An dieser Stelle möchte ich mir mit dir die vielversprechendsten davon ansehen.

1. Zink

Das Spurenelement wird vor allem mit der Wundheilung in Verbindung gebracht, aber wusstest du, dass es auch einen Einfluss auf den Testosterongehalt hat?

Wenn der Organismus nicht ausreichend Zink erhält, kann das männliche Sexualhormon Testosteron vermindert sein. Die Folgen: Müdigkeit, gedämpfte Stimmung und weniger Lust auf Sport im Bett.

Mit ausgewählten Lebensmitteln wie Haferflocken, Bohnen, Rosenkohl oder Käse kannst du deinem Körper Zink zuführen. Alternativ möchten wir dir unser ZINK C ans Herz legen.

2. B-Vitamine

Bei den B-Vitaminen handelt es sich um insgesamt 8 Vitamine, die in dieser Gruppe zusammengefasst werden. B-Vitamine sind wichtig für dein Nervensystem und für dein Wohlbefinden.

Das Glückshormon Serotonin ist bei der Produktion nicht zuletzt auf Vitamin B6 angewiesen. Liegt nicht ausreichend Vitamin B6 vor, kann sich das an einer Motivationslosigkeit, schwachen Nerven und einer beschleunigten Erschöpfung bemerkbar machen.

Kein guter Ausblick, für ein erfülltes Sexleben voller Lust. Die gute Nachricht ist, dass Hülsenfrüchte, Sonnenblumenkerne, Kohlgemüse und der VITAMIN-B-KOMPLEX von Arktis BioPharma wertvolle B-Vitamine liefern.

3. Phenylalanin

Hierbei handelt es sich um eine Aminosäure, die dein Körper dafür einsetzt, Botenstoffe und Hormone zu produzieren. Unter anderem auch Dopamin. Das geschieht über einen kleinen Umweg, bei dem die Aminosäure L-Tyrosin ins Spiel kommt.

Konkret sieht das so aus: L-Phenylalanin ist die Vorstufe der Aminosäure L-Tyrosin. Das ist wiederum die Ausgangssubstanz, mit der Dopamin gebildet wird. Neben Serotonin zählt auch Dopamin zu den Glückshormonen. Ein gesteigertes Wohlbefinden und ein ausgeglichenes Gemüt – dazu kann Dopamin beitragen.

Darüber hinaus wird es auch mit dem sexuellen Verlangen in Verbindung gebracht. Lebensmittel wie Erbsen, Lachs, Walnüsse oder Sojabohnen enthalten Phenylalanin. Darüber hinaus können auch Nahrungsergänzungsmittel die Aminosäure bereitstellen.

So auch unser ARKTIAMIN, das nicht nur eine Vielzahl an Aminosäuren, sondern auch B-Vitamine vereint.

Quellen

  1. Libidoverlust: Ursachen & Behandlung | Gesundheitsportal
  2. Sexuelle Unlust beim Mann » Ursachen für Lustlosigkeit | minimed.at
  3. Sexual problems and distress in United States women: prevalence and correlates – PubMed (nih.gov)
  4. Seafood Intake, Sexual Activity, and Time to Pregnancy | The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism | Oxford Academic (oup.com)
  5. Effect of nut consumption on semen quality and functionality in healthy men consuming a Western-style diet: a randomized controlled trial – PubMed (nih.gov)
  6. (PDF) Some like it hot: Testosterone predicts laboratory eating behavior of spicy food (researchgate.net)
  7. ORIGINAL RESEARCH—WOMEN’S SEXUAL HEALTH: Chocolate and Women’s Sexual Health: An Intriguing Correlation – The Journal of Sexual Medicine (jsexmed.org)
  8. Dopamin-Rezeptor kontrolliert Libido (aerzteblatt.de)
Jennifer Ann Steinort

Autorin Jennifer Ann Steinort

„Mir ist besonders wichtig, dass meine Leser etwas für ihren Alltag mitnehmen können“.

Ich bin Dipl. Gesundheitsökonomin und hauptberufliche Medizinjournalistin. In den letzten Jahren habe ich mich zunehmend auf den Bereich Nahrungsergänzungsmittel spezialisiert und versuche mit meiner Art und lebensnahen Artikeln Leser zu begeistern.

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