Juchu, wir sind schwanger! Direkt nach dem ersten Jubeln kommt die Unsicherheit. Lebe ich gesund genug, ernähre ich mich richtig, damit mein Bauchbewohner genügend Nährstoffe abbekommt?

Die gute Nachricht ist, dass alles gar nicht so kompliziert ist, wie es erscheint. Verfolgst du in deinem Alltag eine abwechslungsreiche Ernährung, die viel Obst und Gemüse beinhaltet, hast du einen wichtigen Grundstein gelegt. Trotzdem können einige Nährstoffe in Form von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll sein.

Heute möchte ich mir mit dir Vitamine, Mineralstoffe und Co. anschauen, die in der Schwangerschaft zu kurz kommen können. Lass uns gemeinsam entdecken, ob und wann eine Supplementierung Sinn macht.

Auf das Gemüse, fertig, los!

Hin und wieder zweifeln die meisten von uns an ihrer Ernährungsweise. Dann schleichen sich Fragen ein, wie „Esse ich genügend Gemüse?“

Es ist gut, regelmäßig den Speiseplan auf Schwachstellen zu überprüfen. Schließlich kann ein hektischer Alltag nur allzu gut für eine einseitige Ernährung sorgen. In der Schwangerschaft wird nicht alles auf links gedreht.

So gelten immer noch die bekannten Regeln für eine gesunde Ernährung.

  • Empfehlenswert sind drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst pro Tag.
  • Ein- bis zweimal pro Woche sollte Fisch auf den Tisch kommen.
  • Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte sollten regelmäßig auf dem Speiseplan stehen.
  • Tierische Lebensmittel (Fleisch, Milch, Milchprodukte, Eier, Käse und Co) sollten mäßig eingebunden werden.
  • Ein sparsamer Umgang mit Süßigkeiten, Chips, Limonade und tierischen Fetten ist ratsam.

Hältst du dich an diese goldenen Regeln, erhält dein Körper viele Nährstoffe, die auch deinem ungeborenen Baby zugutekommen. Ein Nährstoffmangel in der Schwangerschaft kann übrigens gravierende Folgen haben.

Unter anderem sind Vitamine, Mineralstoffe und Fettsäuren wichtig, um die Entwicklung des neuen Erdenbewohners voranzutreiben.

Welche Nährstoffe sind in der Schwangerschaft besonders wichtig?

Wenn du schwanger bist, benötigt dein Körper mehr Vitamine und Mineralstoffe. Zur Deckung bieten sich nährstoffreiche Lebensmittel an.

Gemüse, Obst, Vollkornprodukte und Milchprodukte liefern die wichtigen Kandidaten. Allerdings kann nicht bei jeder Schwangeren eine ausreichende Nährstoffzufuhr sichergestellt werden. Sollte das der Fall sein, bietet sich in Absprache mit dem Arzt eine Supplementierung an.

Übrigens: Experten sind sich einig, dass in der Schwangerschaft Folat und Jod eine übergeordnete Bedeutung zukommen. Ich möchte dir an dieser Stelle verraten, welche Nährstoffe für dich nun besonders wichtig sind und wann eine Einnahme anzuraten ist.

1. Folsäure (Folat)

Folat, auch Vitamin B9 genannt, verdient unbedingt deine Aufmerksamkeit. Es steckt vorzugsweise in pflanzlichen Lebensmitteln wie Spinat, Tomaten, Hülsenfrüchten und Nüssen.

Es gibt einen Grund dafür, warum Mediziner stets darauf pochen, dass Folsäure in der Schwangerschaft nicht zu kurz kommt. Am besten sollte ein entsprechendes Nahrungsergänzungsmittel bereits vier Wochen vor Empfängnis eingenommen werden.

Hat dich die freudige Nachricht einer Schwangerschaft überrascht, ist es empfehlenswert, sich möglichst zügig ein Folsäure-Präparat zuzulegen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben nämlich aufgedeckt, dass mit der zusätzlichen Einnahme das Risiko von Fehlbildungen beim Baby erheblich gesenkt werden kann.

Ganz konkret wird hier von 40-70 % ausgegangen. Bei den Fehlbildungen ist vor allem von Neuralrohrdefekten wie dem offenen Rücken (Spina bifida) die Rede. Auch Herzfehlern, Lippen-Kiefer-Gaumenspalten und Harnwegsfehlbildungen soll mit der Einnahme entgegengewirkt werden.

Fazit: Eine gezielte Einnahme von Folsäure ist bereits vier Wochen vor der Schwangerschaft empfehlenswert. Übrigens: Folat ist das eigentliche Vitamin, Folsäure hingegen die künstlich hergestellte Version.

2. Vitamin B12

Schwangere und Stillende haben einen erhöhten Bedarf, wenn es um Vitamin B12 geht. Wenn du dich vegetarisch oder vegan ernährst, ist es wichtig, dass du hier genau auf deine Versorgung achtest. Schließlich benötigt dein ungeborenes Kind Vitamin B12 für die Gehirnentwicklung.

Das Spannende ist, dass Vitamin B12 von Mikroorganismen produziert wird. Daher liefern fast ausschließlich tierische Lebensmittel nennenswerte Vitamin B12-Mengen. Als Alternative zu Fisch, Fleisch, Eiern und Milchprodukten können Pflanzendrinks mit Vitamin B12-Zusatz einen Beitrag leisten.

Fazit: Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung eignen sich pflanzliche Lebensmittel nicht, um den Bedarf sicher zu decken. Wenn du schwanger bist und keine tierischen Produkte isst, solltest du daher ein Vitamin B12-Präparat in Erwägung ziehen. Der VITAMIN-B-KOMPLEX von Arktis BioPharma enthält eine ganze Palette an B-Vitaminen.

3. Vitamin D

Das Sonnenvitamin ist eigentlich gar kein Vitamin, sondern eine Hormonvorstufe. Immer dann, wenn deine Haut mit den wärmenden Strahlen der Sonne in Berührung kommt, wird die Vitamin D-Synthese in deinem Körper angeregt.

In den Wintermonaten gerät die Produktion allerdings ins Stocken und so kann es zu einer Unterversorgung kommen. Eine Studie hat aufgedeckt, dass Schwangere in Deutschland nur unzureichend mit Vitamin D versorgt sind.

Für die Entwicklung des ungeborenen Kindes ist der Nährstoff aber sehr wichtig. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass Frauen, die Vitamin D einnehmen, seltener eine Frühgeburt erleiden.

Fazit: In der Schwangerschaft kann es zu einer Unterversorgung mit Vitamin D kommen. Zur Vorbeugung empfiehlt sich vor allem viel Bewegung an der frischen Luft. Eine Supplementierung wird nicht grundsätzlich angeraten. Solltest du dir dahingehend Sorgen machen, kannst du mit deinem Arzt eine mögliche Einnahme besprechen. Wir stehen dir mit unserem VITAMIN D3 LIQUID dann gerne zur Seite.

4. Jod

In der Schwangerschaft läuft dein Stoffwechsel auf Hochtouren. Das geht auch an dem Spurenelement Jod nicht spurlos vorbei. Aus diesem Grund hast du in der Schwangerschaft einen erhöhten Jodbedarf.

Milch, Käse, Eier, Meerestiere und angereichertes Salz können zur Deckung des Tagesbedarfs beitragen. Kann die empfohlene Zufuhr von 260 µg/Tag mithilfe von Lebensmitteln nicht sichergestellt werden, kann auch eine zusätzliche Einnahme sinnvoll sein.

Fazit: Die Einnahme eines Ergänzungsproduktes ist in der Schwangerschaft nicht grundsätzlich nötig. Da eine Überdosierung schädlich sein kann, solltest du im besten Fall deine individuelle Jodzufuhr mit deinem Arzt besprechen.

5. Eisen

Der Eisenbedarf ist in der Schwangerschaft mit 30 mg/Tag deutlich erhöht. Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte in Kombination mit Vitamin C aus Zitronen oder Paprika sorgen für eine gute Eisenzufuhr.

Ein Eisenmangel ist in der Schwangerschaft behandlungsbedürftig. Zu einem Überschuss sollte es aber möglichst auch nicht kommen. Sowohl eine Über- als auch eine Unterversorgung können das Risiko, eine Frühgeburt zu erleiden, erhöhen.

Fazit: Im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge wird regelmäßig überprüft, wie gut dein Körper mit Eisen versorgt ist. Sollte es zu einem Mangel kommen, verschreibt dir dein Arzt ein Eisenpräparat. Falls dein Arzt dir das Go gibt: Unser EISEN C kombiniert das Spurenelement Eisen mit Vitamin C, um eine bessere Bioverfügbarkeit zu erreichen.

6. Omega-3-Fettsäuren

In der Schwangerschaft solltest du unbedingt genügend Omega-3-Fettsäuren einplanen. Sie sind wichtig für die Zellmembranen und stehen für die Entwicklung von Hirn und Sehkraft deines Babys ein. Fettreiche Fischarten wie Makrelen, Lachs und Thunfisch sind gute Lieferanten.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät dazu, Fisch ein- bis zweimal pro Woche auf den Teller zu bringen. So können die wertvollen Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) aufgenommen werden.

Fazit: Wenn du schwanger bist und keinen Fisch magst oder ihn nur selten isst, bietet sich ein Nahrungsergänzungsmittel wie unser Arktis OMEGA 3 an.

Probiotika in der Schwangerschaft: Ist das ein Muss?

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Probiotika in der Schwangerschaft: Ist das ein Muss?

Immer häufiger werden auch Probiotika in der Schwangerschaft diskutiert. Das sind Zubereitungen mit lebenden Mikroorganismen, die dem Körper zum Beispiel in Pulver- oder Kapselform zur Verfügung gestellt werden.

Meistens handelt es sich dabei um Bakterien, die auf natürliche Weise im Körper vorkommen. Sie halten das Gleichgewicht aufrecht und werden beispielsweise in der Schwangerschaft eingenommen, um Einfluss auf die Verdauung nehmen zu können.

Ein Blick nach Norwegen zeigt, dass dort Schwangere gerne probiotische Milch verzehren. Wissenschaftler haben sich bereits damit beschäftigt, ob diese spezielle Milch Vorteile bringt. Interessant war dabei, dass sich bei der Untersuchung ein gesenktes Risiko für Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung) zeigte.

Auch die Frühgeburtsrate stellte sich niedriger dar. Zudem gibt es weitere Untersuchungen, die den Verdacht nahelegen, dass die Einnahme von probiotischen Zubereitungen in der Schwangerschaft dabei hilft, das Risiko für Neurodermitis beim Baby zu senken. Allerdings liefern die Untersuchungen lediglich Indizien.

Weitere Studien müssen dazu erfolgen. Positive Vorzeichen für Probiotika in der Schwangerschaft gibt es allerdings bereits. Vielleicht magst du unsere große Produktpalette zum Thema Probiotika entdecken? Schau mal hier.

Quellen

  1. Einheitliche Handlungsempfehlungen für die Schwangerschaft aktualisiert und erweitert – DGE
  2. Ausgewählte Fragen und Antworten zu Folat – DGE
  3. Folsäure – Alles zu Bedarf, Quellen und Mangel | Gesundheitsportal
  4. Versorgung der deutschen Bevölkerung mit Folsäure noch immer ungenügend – BfR (bund.de)
  5. Cross-sectional study of factors that influence the 25-hydroxyvitamin D status in pregnant women and in cord blood in Germany | British Journal of Nutrition | Cambridge Core
  6. Vitamin D supplementation for women during pregnancy – De‐Regil, LM – 2016 | Cochrane Library
  7. Vitamin D in der Schwangerschaft – ein zweischneidiges Schwert?, Dr. Alexander Ströhle (bzfe.de)
  8. Jod, Folat/Folsäure und Schwangerschaft – Ratschläge für die ärztliche Praxis (bund.de)
  9. Eisenmangel verursacht Frühgeburten: www.frauenaerzte-im-netz.de
  10. Eisenpräparate – zu viel Eisen im Blut Symptome – Eisenmangel Symptome – Eisenbedarf Eisenüberschuss- Eisenmangel Folgen – Erhöhte Eisenwerte im Blut – Eisen Zink – Eisentabletten Nebenwirkung – Eisenwert zu niedrig – Eisenmangel Ursachen – Schwangerschaft – Durchfall – UGB-Gesundheitsberatung
  11. Timing of probiotic milk consumption during pregnancy and effects on the incidence of preeclampsia and preterm delivery: a prospective observational cohort study in Norway – PubMed (nih.gov)
  12. Meta-analysis of clinical trials of probiotics for prevention and treatment of pediatric atopic dermatitis – PubMed (nih.gov)
  13. Norwegian Mother and Child Cohort Study (MoBa) – Epidemiology Branch (nih.gov)
Jennifer Ann Steinort

Autorin Jennifer Ann Steinort

„Mir ist besonders wichtig, dass meine Leser etwas für ihren Alltag mitnehmen können“.

Ich bin Dipl. Gesundheitsökonomin und hauptberufliche Medizinjournalistin. In den letzten Jahren habe ich mich zunehmend auf den Bereich Nahrungsergänzungsmittel spezialisiert und versuche mit meiner Art und lebensnahen Artikeln Leser zu begeistern.

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