Prämenstruelles Syndrom, kurz PMS, ist das Schreckgespenst aller menstruierenden Frauen. Mit zahlreichen Beschwerden wie Brustspannen, Schlafbeschwerden, Reizbarkeit oder Konzentrationsproblemen versüßt es den ohnehin schon anstrengenden weiblichen Zyklus.

Doch warum kommt es überhaupt zu PMS, was macht es mit dem Alltag und was können Nahrungsergänzungsmittel dann leisten? Ich habe mich heute für dich mit den wichtigsten Fragen rund um das Frauenleiden beschäftigt.

Was ist das prämenstruelle Syndrom (PMS)?

Für viele ist das prämenstruelle Syndrom nur eine Ausrede. „Stell dich nicht so an“ oder „Meine Menstruation ist auch kein Spaziergang“ sind Klassiker bei den unbeliebten Sprücheklopfern.

Tatsächlich kann das prämenstruelle Syndrom aber mit einem ganzen Bündel an körperlichen sowie psychischen Symptomen einhergehen. Klassischerweise treten diese bis zu 14 Tage vor der Menstruation ein. Bei manchen Frauen kündigen sie sich aber auch erst einige Tage vor der Monatsblutung an.

Die Symptome sind nicht einheitlich. Frauen können unter wechselnden Beschwerden oder der immer gleichen Symptom-Komposition leiden.

Prämenstruelles Syndrom: Symptome im Überblick

  • Völlegefühl, Blähungen und Verdauungsprobleme
  • Brustspannen
  • unreine Haut
  • Wassereinlagerungen
  • Gelenk-, Rücken-, Muskel-, oder Kopfschmerzen
  • Heißhunger
  • Schlafschwierigkeiten
  • Zunahme an Gewicht
  • Konzentrationsprobleme
  • Niedergeschlagenheit
  • Ängstlichkeit
  • Reizbarkeit
  • Nervosität oder Unruhe

Gut zu wissen!
Nicht alle Frauen mit PMS sind gleichermaßen betroffen. Manche ordnen die Beschwerden dem Syndrom noch nicht einmal zu, weil sie so gering ausgeprägt sind. Bei ca. 20-40 % der betroffenen Frauen sind die Symptome so stark, dass sie ihren Alltag nicht mehr wie gewohnt ausüben können.

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Prämenstruelles Syndrom: Ursache

Nur allzu gerne würde ich dir an dieser Stelle einen Übeltäter präsentieren, den du für deine monatlichen Beschwerden verantwortlich machen kannst.

Leider ist der Schuft bis heute nicht gefunden, und dass trotz intensiver Forschung. Scheinbar kann weder die Herkunft, noch der Kulturkreis oder der soziale Status Hinweise darauf liefern, wer besonders betroffen ist. Alleine ein hormonelles Ungleichgewicht dafür verantwortlich zu machen, haut auch nicht hin.

Schließlich gibt es Frauen, die identische hormonelle Voraussetzungen haben, wobei eine das prämenstruelle Syndrom hat und die andere nicht. Wissenschaftler sind sich mittlerweile aber einig, dass es sich um ein sogenanntes multifaktorielles Geschehen handelt. Das bedeutet, dass mehrere Faktoren an der Entstehung beteiligt sind.

Folgendermaßen könnte es zu PMS-Beschwerden kommen:

  1. Der weibliche Zyklus führt zu Veränderungen bei der Zusammenstellung der Geschlechtshormone.
  2. Diese Veränderungen betreffen auch Hormone und Nervenbotenstoffe.
  3. Neurotransmitter wie Serotonin und andere körpereigene Substanzen schwanken in ihrer Konzentration und verursachen so die Beschwerden.

Gut zu wissen!
Vielleicht hast du auch schon einmal etwas von PMDS gehört. Die prämenstruelle dysphorische Störung stellt gewissermaßen die schwerste Form des prämenstruellen Syndroms dar. In dem Fall leidest du vor allem unter den psychischen Symptomen. Mittlerweile konnte hierfür die Ursache herausgefunden werden. Patientinnen mit PMDS reagieren besonders empfindlich auf Sexualhormone.

Wie wird ein prämenstruelles Syndrom behandelt?

Werfen wir einen Blick in die Medizinbücher. Direkt darauf folgt die Ernüchterung. Da die Ursache von PMS bis heute nicht vollständig geklärt ist, gibt es auch keinen ursächlichen Behandlungsansatz. Das bedeutet jedoch nicht, dass du mit den Symptomen einfach leben musst.

Mediziner raten in dem Fall zu Gestagenen. Das sind synthetisch hergestellte Substanzen, die dem körpereigenen Progesteron ähneln. Zu den Gestagenen können hormonelle Verhütungsmittel, die sehr gering dosiert sind, in der zweiten Zyklushälfte verabreicht werden.

Auf diese Weise soll die hormonelle Zusammensetzung wieder in Balance gebracht werden. Klappen wir das Medizinbuch wieder zu, denn es gibt noch eine ganze Reihe an Tipps, die du im Alltag beherzigen kannst, um deine PMS-Symptome zu verringern.

Prämenstruelles Syndrom (PMS) – 3 Tipps für den Alltag

Dadurch, dass die Beschwerden so pünktlich wie die Maurer sind, fällt es schwer, sich damit abzufinden. Direkt zu chemischen Substanzen zu greifen, ist nicht in jedem Fall die passende Lösung.

Schließlich gibt es noch nicht das eine vielversprechende Medikament, das bei jeder Frau die Beschwerden lindert. Die Pille erhöht zudem das Risiko für eine Thrombose.

Daher ist es ratsam, sich zunächst mit Alltagstipps auseinanderzusetzen, die sich einfach in den Lebensflow integrieren lassen.

1. Einen Versuch wert – Mönchspfeffer

Mönchspfeffer wird gerne eingesetzt, um den Zyklus zu stabilisieren. Deshalb ist die Kraft aus der Natur auch bei Frauen mit Kinderwunsch und unregelmäßigen Zyklen beliebt.

Vitex agnus-castus heißt übrigens die Pflanze, die auch als Mönchspfeffer bekannt ist. Ursprünglich stammt sie aus dem Mittelmeerraum. Erhältlich ist der pflanzliche Extrakt in Form von Globuli, Pillen oder Tropfen. Mit der Anwendung sollen sich die Hormone stabilisieren und so die PMS-Beschwerden abnehmen.

Das kann tatsächlich klappen, wie eine Studie beweist. Bei einem moderaten bis schweren prämenstruellen Syndrom hat Mönchspfeffer im Vergleich zum Placebo die Nase vorn gehabt.

Beschwerden wie geschwollene Extremitäten, Kopfschmerzen und Stimmungsschwankungen ließen mit der Anwendung von Vitex agnus-castus nach.

 Gut zu wissen!
Pflanzliche Extrakte brauchen in der Regel länger, um ihre potentielle Wirkung zu entfalten. Daher solltest du mehrere Monate für die Anwendung einplanen.

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2. Bewegung lindert Schmerzen und macht den Kopf frei

Bewegung ist stets ein guter Ratschlag, wenn es um Frauenleiden geht. Leichter Ausdauersport oder einfach ein Spaziergang hilft dabei, Stresshormone abzubauen, Reizbarkeit entgegenzuwirken und Anspannung loszuwerden.

Das alles kann sich positiv auf dein Wohlbefinden auswirken. Auch bei Schmerzen ist Bewegung empfehlenswert. Sport kann nämlich dazu führen, dass Glückshormone freigesetzt werden.

Erstaunlicherweise setzt dein Körper sie in Gehirnregionen frei, wo auch die Steuerung von Schmerz und Emotionen gelingt. Auf diese Weise können unter anderem Kopfschmerz-Patienten profitieren.

3. Den Süßigkeiten-/Genussmittel-Pauseknopf drücken

Es ist aber auch gemein. Gerade das, was der Seele so guttut, soll in dieser schwierigen Zeit verboten sein? Tatsächlich kann es sich lohnen, auf zucker- und salzhaltige Seelentröster zu verzichten. Süßigkeiten geben deinem Gehirn nur einen kurzen Kick.

Der Blutspiegel sackt danach schnell wieder ab und die Heißhungerspirale beginnt von Neuem. Von salzigem Knabergebäck möchte ich dir ebenfalls abraten. Salz und Kohlenhydrate können Wasser binden, was wir im Fall von PMS nicht möchten.

Schließlich hast du genug mit Wassereinlagerungen zu kämpfen. Bei Alkohol ist übrigens ebenfalls Zurückhaltung Trumpf. Durch Alkohol verlassen viele Mineralien unseren Körper, dadurch kann er geschwächt werden und Kopfschmerzen drohen.

Beim Thema Koffein gibt es Entwarnung. Eine Studie konnte belegen, dass Kaffee und Co. das PMS-Risiko nicht erhöhen.

Was bringen Nahrungsergänzungsmittel bei PMS?

Wenn du nicht mit der Hormonkeule zuschlagen möchtest, beschäftigst du dich vielleicht damit, was Nahrungsergänzungsmittel bei PMS leisten können. Auch hierzu gibt es einige Studienergebnisse.

1. Vitamin D und Kalzium bei PMS

Kalzium und Vitamin D sind unverzichtbar für eine gute Knochengesundheit. Vor allem tierische Produkte stellen die Nährstoffe bereit.

Amerikanische Forscher haben Hinweise darauf gefunden, dass nicht nur der Knochen, sondern auch das Allgemeinbefinden mit Blick auf PMS von den Nährstoffen profitieren könnte.

Eine Ernährung, die viel Rücksicht auf Kalzium und Vitamin D nahm, konnte das PMS- Risiko senken. Beinahe 3000 Frauen standen für die Untersuchung zur Verfügung. Solche, die viel Kalzium und Vitamin D entweder über die Ernährung oder mittels Ergänzungsmittel aufnahmen, litten deutlich seltener an den monatlichen PMS-Beschwerden wie Stimmungsschwankungen oder Schwellungen.

2. Magnesium bei PMS

Magnesium ist ein echtes Allroundtalent, denn es steuert mehr als 300 Enzyme in deinem Organismus. Deine Stimmung hängt ebenfalls von deinem Magnesium-Spiegel ab, denn der Nährstoff verringert Stress.

Das klappt, indem er die Stresshormone Noradrenalin und Adrenalin ausbremst. Ein weiterer Vorteil ist, dass Magnesium entkrampfend wirkt.

In Studien konnte Magnesium bei PMS-Patientinnen die Stimmung verbessern. Allerdings scheinen nicht alle Frauen auf die Behandlung mit Magnesium anzusprechen.

3.  B-Vitamine bei PMS

B-Vitamine unterstützen das Nervensystem bei seiner Arbeit. Sie helfen ganz konkret dabei, Botenstoffe zu produzieren und Energie bereitzustellen. Kommt es zu einem Vitamin-B-Mangel, kann sich das auf die Stimmung auswirken, denn davon ist auch die Produktion des körpereigenen Glückshormons Serotonin betroffen.

Insbesondere Vitamin B1 kann scheinbar psychische und körperliche Symptome bei dem prämenstruellen Syndrom lindern, so eine Studie.

Allerdings muss auch hier ein wenig Zeit mitgebracht werden – 3 Monate hat es gedauert, bis sich die Beschwerden besserten.

Arktis BioPharma – Nährstoffe in Bestform

Nahrungsergänzungsmittel helfen dabei, den Körper mit den Substanzen zu versorgen, die er benötigt. Zweifelsfrei ist eine gesunde Ernährung die beste Möglichkeit, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Co. aufzunehmen. Aber nicht immer gelingt es, in jeder Lebenslage die richtigen Nährstoffe parat zu haben.

Wir von Arktis BioPharma haben uns zum Ziel gesetzt, hochwertige Nahrungsergänzungsmittel anzubieten, die den Körper nicht belasten.

Wenn du unter dem prämenstruellen Syndrom leidest und die oben genannten Nährstoffe einmal ausprobieren möchtest, stellen wir dir hierfür gerne unser ARKTIS CALCIUM + VITAMIN D | STABIL, unser ARKTIS MAGNESIUM | MG und unseren ARKTIS VITAMIN-B-KOMPLEX | VITA B zur Verfügung.

Berichte uns in den Kommentaren gerne, welche Tipps bei dir zum Erfolg geführt haben. So inspirierst du auch andere PMS-Patientinnen, etwas aktiv für ihre Gesundheit zu tun.

Quellen

  1. Prämenstruelles Syndrom: Welche Beschwerden können auftreten? (gesundheitsinformation.de)
  2. Dietrich, Klaus: Gynäkologie und Geburtshilfe (Springer-Lehrbuch) 2. Auflage, Springer Verlag
  3. Gyne 02/2019 – PMS und PMDS – Behandlungsmöglichkeiten in der Frauenarztpraxis, wenn die psychischen Symptome im Vordergrund stehen – DGPFG
  4. Prämenstruelles Syndrom (PMS) » Ursachen » (frauenaerzte-im-netz.de)
  5. Evaluating therapeutic effect in symptoms of moderate-to-severe premenstrual syndrome with Vitex agnus castus (BNO 1095) in Chinese women – PubMed (nih.gov)
  6. A prospective study of caffeine and coffee intake and premenstrual syndrome – PubMed (nih.gov)
  7. Calcium and vitamin D intake and risk of incident premenstrual syndrome – PubMed (nih.gov)
  8. The effects of vitamin B1 on ameliorating the premenstrual syndrome symptoms – PubMed (nih.gov)
  9. High dose vitamin D supplementation can improve menstrual problems, dysmenorrhea, and premenstrual syndrome in adolescents – PubMed (nih.gov)
  10. The Effects of Magnesium Supplementation on Subjective Anxiety and Stress—A Systematic Review (nih.gov)
  11. Dietary B vitamin intake and incident premenstrual syndrome – PubMed (nih.gov)
  12. Effects of calcium supplement therapy in women with premenstrual syndrome – PubMed (nih.gov)
Jennifer Ann Steinort

Autorin Jennifer Ann Steinort

"It is of particular importance to me that my readers can take something away with them for their everyday lives."

I am a graduate in health care management and a full-time medical journalist. In recent years, I have specialized in the field of nutritional supplements and try to inspire readers with my style and true-to-life articles.

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