Die Nerven liegen blank, die der Eltern und des Babys. Dreimonatskoliken gehen mit anhaltenden Schreiattacken des Säuglings einher.

In der Regel treten sie in der zweiten Lebenswoche auf, wobei die Intensität um die sechste Woche herum besonders stark ist. Häufig ist zu beobachten, dass die Beschwerden zum Abschluss des dritten Lebensmonats nachlassen.

Noch immer ist nicht vollständig geklärt, was die krampfartigen Schmerzen beim Nachwuchs auslöst. Eine Rolle könnte jedoch ein unausgewogenes Bakterienverhältnis im Darm sein.

Ich möchte mit dir heute eine Alternative zum Durchhalten erkunden. Lass uns gemeinsam entdecken, was Probiotika bei Dreimonatskoliken leisten können.

Ein schwerer Start: Dreimonatskoliken als Willkommensgruß

Irgendwie hattest du dir das anders vorgestellt. In Magazinen werden Säuglinge stets als schlummernde und friedliche Wesen dargestellt.

Bei dir zu Hause will aber keine Ruhe einkehren. Dein Baby schreit, unaufhörlich, über viele Stunden hinweg. Das zerrt an den Nerven. Nicht zuletzt deshalb, weil du von verurteilenden Blicken nicht verschont bleibst.

Sie scheinen dir sagen zu wollen: „Wer lässt denn sein Kind so lange schreien?“ Natürlich bekommst du auch gut gemeinte Ratschläge wie: „Das Baby hat bestimmt Hunger“ oder „Es muss lernen, dass du nicht bei jedem Piep springst!“ Völlig verunsichert finden sich Eltern irgendwo zwischen zerplatzen Träumen und Hoffnung wieder.

Die gute Nachricht: Dreimonatskoliken gehen vorbei. Einige Tricks bringen Erleichterung, selbst in schweren Phasen.

So erkennst du Dreimonatskoliken

Babys sind schon ab der Geburt eigene kleine Persönlichkeiten. Wie viel ein Säugling schreit, ist sehr unterschiedlich. Forscher haben es jedoch geschafft, Durchschnittswerte zu ermitteln.

Demnach schreit ein Baby in den ersten sechs Lebenswochen zusammengenommen etwa eine Stunde pro Tag. Zwischen der sechsten und der zwölften Lebenswoche erhöht sich die tägliche Schreidauer um eine Stunde.

Danach wird es wieder weniger. Bei einem Baby mit Dreimonatskoliken ist es anders.

Dreimonatskoliken – mögliche Symptome:

  • vermehrtes Schreien während oder im Anschluss an die Fütterung
  • mögliche Schreidauer: drei bis sechs Stunden täglich
  • das Baby lässt sich nur schwer beruhigen
  • der Bauch kann aufgebläht erscheinen
  • der Säugling krümmt sich oder lehnt sich nach hinten, zieht die Beinchen an und hat ein rotes Gesicht vom Schreien
  • Gedeihstörungen liegen nicht vor

Gut zu wissen!
Wenn die Symptome innerhalb der ersten Lebensmonate auftreten, liegt die Diagnose Dreimonatskoliken nahe. Allerdings sollte dein Baby gründlich durchgecheckt werden, da auch ein Darmverschluss und Nahrungsmittelallergien zu selbigen Beschwerden führen können.

Was war zuerst das Schreien oder die Bauchschmerzen

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Was war zuerst: das Schreien oder die Bauchschmerzen?

Hier ist es so wie mit dem Huhn und dem Ei. Die Frage, ob die Bauchschmerzen nicht vielleicht von dem Schreien kommen, ist gar nicht so dumm. Schließlich schluckt dein Baby, während es sich aufregt, viel Luft.

Das kann am Ende Bauchschmerzen und damit die Schreiattacken begünstigen. Mittlerweile sind Mediziner dazu übergegangen, den Begriff Regulationsstörung anstatt Dreimonatskoliken zu nutzen. Im Prinzip können dabei zwei verschiedene Erklärungsansätze infrage kommen.

Theorie Nr.1 Regulationsstörung

Wenn ein Baby auf die Welt kommt, ist alles neu. Die Eindrücke, die auf deinen Nachwuchs einprasseln, sind immens.

Experten gehen davon aus, dass Schreibabys „dünnhäutiger“ sind und entsprechend sensibel auf äußere Einflüsse reagieren. Sie zeigen sich überfordert durch die Reize, die aus ihrer Umwelt an sie herangetragen werden.

Das Abschalten und Herunterfahren fällt schwer, was Schlafmangel begünstigt und die Empfindlichkeit erhöht. Auch Missverständnisse in der Kommunikation zwischen Eltern und Babys könnten die Schreiattacken unterstützen.

Wenn Mama oder Papa Schuldgefühle haben, gestresst sind oder ihre Beruhigungsstrategie ständig wechseln, kann das zu Unsicherheiten führen. Das mögliche Ergebnis: ein schreiendes Baby.

Theorie Nr. 2 Ein unausgereiftes Verdauungssystem

Eine andere Erklärung wäre es, dass nicht psychische Faktoren, sondern tatsächlich körperliche Ursachen das Schreien hervorrufen.

So vertreten einige Experten die Meinung, dass die Bauchschmerzen im Darm nicht immer Folge des Schreiens sind, sondern vielmehr auf ein unausgereiftes Verdauungssystem zurückgeführt werden können.

Schließlich werden für die Verdauung einige Bakterienarten benötigt. Sind diese nicht in ausreichender Zahl vorhanden, könnte das Blähungen und Bauchschmerzen begünstigen.

Mein ganz persönlicher Tipp

Ich kann dich verstehen, denn ich war in der gleichen Lage. Auch ich habe ein Schreikind Zuhause gehabt. Kaum etwas zerrt so an den Nerven, wie das Gefühl, das eigene Kind nicht beruhigen zu können.

Doch sei gewiss: Dein Baby braucht dich. Ganz gleich, ob eine unausgewogene Darmflora oder eine Regulationsstörung das Problem ist, Nähe zu spenden, ist immer eine gute Entscheidung.

Mein Ratschlag in den schweren Monaten ist aber auch: Nimm dir Zeit für dich. Auch wenn es nur ein kleiner Spaziergang ist, den du ganz alleine unternimmst oder einige Minuten in der Badewanne.

Lass dich von deinem Partner entlasten und tanke neue Kraft, um deinem Baby souverän zur Seite stehen zu können.

Probiotika bei Dreimonatskoliken

Bleiben wir der einfachheitshalber bei dem Begriff Dreimonatskoliken. Da sowohl eine Regulationsstörung als auch eine Fehlbesiedelung in Betracht kommt, sind die Ansätze für ein friedliches Baby natürlich gänzlich unterschiedlich.

Bei einer Regulationsstörung kann es hilfreich sein, wenn du deinen Alltag ruhig, angepasst an die Sensibilität deines Nachwuchses, gestaltest. Abhärten bringt hier wenig. Stattdessen solltest du gelassen und mit einer gezielten Strategie beruhigen.

Vermutest du, dass die Bauchschmerzen nicht Folge, sondern Ursache der Probleme ist, könnten Probiotika zum Einsatz kommen. Dabei handelt es sich um Zubereitungen mit lebenden Mikroorganismen, die als förderlich für die Gesundheit, insbesondere die Darmgesundheit, angesehen werden.

Studien geben Hoffnung für kleine Bauchschmerzpatienten

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Studien geben Hoffnung für kleine Bauchschmerzpatienten

In einer wissenschaftlichen Untersuchung haben Forscher Hinweise darauf gefunden, dass gasbildende Bakterien bei einigen Säuglingen vermehrt vorkommen.

Daraus könnten schmerzhafte Blähungen resultieren. Das unausgewogene Verhältnis wurde dadurch unterstützt, dass hilfreiche Bakterien wie Bifidobacteria und Lactobacilli nur im geringen Ausmaß vorkamen.

Daher die Theorie, dass die Gabe von Probiotika Säuglingskoliken reduzieren kann. Weitere Studien lassen ebenfalls den Schluss zu, dass Probiotika hilfreich sein können.

In einer Studie wurden gleich mehrere Entdeckungen gemacht:

  • das Probiotikum konnte nach 3 Monaten die tägliche Schreidauer von 71 auf 38 Minuten senken.
  • die Anzahl der Darmentleerungen erhöhte sich von 3,6 auf 4,2.
  • durch die Gabe haben die Mütter weniger auf Arzneimittel und pflanzliche Wirkstoffe gesetzt.

In einer anderen Untersuchung nahmen Forscher insgesamt 16 Studien näher unter die Lupe. Diese konzentrierten sich nicht nur auf Probiotika, sondern auch auf die Osteopathie, Akupunktur oder Chiropraktik.

Am ehesten gelang es, mit chiropraktischen Maßnahmen und Probiotika das Wohlbefinden des Kindes zu verbessern. Zudem erschienen die Methoden nebenwirkungsfrei.

Dreimonatskoliken: Tipps für den Alltag

Probiotika können laut Studien also Entlastung bringen. Eine konkrete Empfehlung gibt es jedoch noch nicht.

Wenn du dich dafür interessierst, deinem Baby günstige Bakterien zur Verfügung zu stellen, kannst du mit deinem Kinderarzt darüber sprechen. Er kann dir dahingehend eine Empfehlung geben.

Zudem können dir folgende Tipps im Alltag helfen:

  • Wärme tut gut. Mit einem Kirschkernkissen zwischen dir und deinem Baby hältst du gleichzeitig Körperkontakt und dein Baby bekommt wohltuende Wärme gespendet. Am besten hältst du deinen Nachwuchs mit dem Bauch an Bauch.
  • Massagen entspannen. Wenn du den Bauch deines Babys massierst, können Blähungen gelindert und das Wohlbefinden gesteigert werden. Die Massagebewegungen erfolgen dabei im Uhrzeigersinn. Hilfreich ist dabei eine Windsalbe, die du in der Apotheke erhältst.
  • Musik beruhigt die Nerven. Sanfte Musik lindert Stress bei dir und deinem Baby. Auch ein warmes Bad wirkt Wunder. Zu zweit ist das besonders entspannend.
  • Austausch bietet Sicherheit. Der regelmäßige Austausch mit dem Kinderarzt kann dir neue Ansätze vermitteln. Vielleicht kommen auch homöopathische Mittel oder sogenannte Entschäumer infrage. Entschäumer sorgen dafür, dass Luftblasen leichter verschwinden. Dein Kinderarzt kann dich beraten. Der Austausch zwischen betroffenen Eltern hilft ebenfalls. Hier gibt es neue Anregungen und Trost.

ARKTIBIOTIC START: auch geeignet für Säuglinge

Arktis BioPharma ist ein Spezialist in Sachen Probiotika. Seit vielen Jahren beschäftigen wir uns damit, was mit günstigen Bakterien angereicherte Produkte leisten und wie sie wirksam in den Körper eingeschleust werden können.

Daraus entstand eine große Produktpalette, die jung bis alt anspricht. Unser ARKTIBIOTIC START ist für Säuglinge, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen geeignet.

Das Pulver wird ganz einfach angerührt und steht so frei von Konservierungsmitteln sowie Zusatzstoffen zur Verfügung. Drei verschiedene Bakterienstämme (Bifidobacterium bifidum, Lactobacillus rhamnosus und Streptococcus thermophilus) sind in ARKTIBIOTIC START enthalten und können sich im Darm nach der Einschleusung weiter vermehren.

Das soll eine ausgeglichene sowie artenreiche Vielfalt im Verdauungstrakt unterstützen und so die gute Front der Bakterien stärken. Bei Fragen kannst du dich vertrauensvoll an deinen Kinderarzt wenden.

Quellen

  1. Dreimonatskoliken bei Babys | Gesundheitsportal
  2. Schreibaby (Regulationsstörung, veraltet: Dreimonatskoliken) » Was ist ein Schreibaby? » Kinderaerzte-im-Netz
  3. Regulationsstörungen – Pädiatrie – Georg Thieme Verlag
  4. Probiotika beugen in Studie Säuglingskoliken vor (aerzteblatt.de)
  5. Prophylactic Use of a Probiotic in the Prevention of Colic, Regurgitation, and Functional Constipation: A Randomized Clinical Trial | Emergency Medicine | JAMA Pediatrics | JAMA Network
  6. Probiotics to prevent infantile colic – Ong, TG – 2019 | Cochrane Library
  7. An overview of systematic reviews of complementary and alternative therapies for infantile colic | Systematic Reviews | Full Text (biomedcentral.com)

 

Jennifer Ann Steinort

Autorin Jennifer Ann Steinort

„Mir ist besonders wichtig, dass meine Leser etwas für ihren Alltag mitnehmen können“.

Ich bin Dipl. Gesundheitsökonomin und hauptberufliche Medizinjournalistin. In den letzten Jahren habe ich mich zunehmend auf den Bereich Nahrungsergänzungsmittel spezialisiert und versuche mit meiner Art und lebensnahen Artikeln Leser zu begeistern.

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