Reisedurchfall ist ein unangenehmer Begleiter, der den Urlaub auf eine harte Probe stellen kann. Er scheint völlig wahllos zuzuschlagen, allerdings steckt dahinter durchaus ein System.

Nur so viel sei verraten: Personen mit einer unausgeglichenen Darmflora und Blutgruppe A sind scheinbar besonders anfällig.

Wir beschäftigen uns heute mit den Ursachen von Reisedurchfall und möglichen Lösungsansätzen. Dabei dürfen Probiotika natürlich nicht fehlen.

Warum Europäer besonders mit Reisedurchfall zu kämpfen haben

Fluch und Segen zugleich: der gute Hygienestandard in Europa. Hierzulande sind Antibiotika im Einsatz, mit denen Durchfall zuverlässig behandelt werden kann.

Zudem gibt es weniger belastete Quellen, wie verunreinigtes Trinkwasser. Dadurch, dass Europäer in ihren Ländern eine gute Hygiene gewöhnt sind, reagieren sie besonders empfindlich auf Krankheitserreger, die in Entwicklungsländern an jeder Ecke lauern können.

Kommen sie mit Wasser oder Speisen in Kontakt, die mit Keimen belastet sind, reagieren sie mit Reisedurchfall. Einheimische haben hingegen in der Regel eine gewisse Toleranz aufgebaut.

Nachforschungen belegen, dass Reisedurchfall tatsächlich das häufigste Krankheitssymptom ist, dass Urlaubern einen Strich durch die Rechnung macht. In subtropischen oder tropischen Urlaubsländern, in denen der Hygienestandard niedrig ist, zeigt sich das Risiko für Reisedurchfall übrigens am höchsten. Dazu zählen Ägypten, Thailand oder Mexiko.

Gut zu wissen!
Bis zu 50 % aller Urlauber, die Tourismus in Entwicklungsgebieten betreiben, vorrangig Asien, Afrika oder Lateinamerika, entwickeln während ihres Aufenthalts den typischen Reisedurchfall.

Reisedurchfall oder Darminfektion?

Bei Reisedurchfall treten die üblichen Beschwerden vor allem zu Beginn auf. So geben viele Urlauber an, dass sie zwischen dem dritten und dem neunten Urlaubstag mit den Beschwerden zu kämpfen hatten.

Folgende Symptome treten bei Reisedurchfall auf:

  • Durchfall
  • Blähungen
  • Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Fieber
  • Ausgeprägte Mattigkeit
  • Appetitverlust

Nach wenigen Tagen ist der Spuk vorbei. In der kritischen Zeit sollte auf fettiges oder scharfes Essen verzichtet werden, um das Verdauungssystem nicht weiter zu reizen.

Am besten eignen sich leichte Lebensmittel wie Kartoffeln oder Reis. Sollte das Fieber anhalten, starke Schmerzen oder ausgeprägter Druck im Bauchraum bestehen, ist es ratsam, schnellstmöglich einen Arzt aufzusuchen.

Womöglich handelt es sich nicht um den klassischen Reisedurchfall, sondern um eine Darminfektion. Viele Hotels haben bereits einen eigenen Arzt, der die Symptome abklären kann, alternativ kann das Personal bei der Suche nach einem Mediziner unterstützen.

Bakterien, Viren oder Parasiten sind Übeltäter

Viele Menschen haben bereits Bekanntschaft mit Reisedurchfall gemacht. Vielleicht bist auch du schon damit in Berührung gekommen.

Hast du dich dabei schon einmal gefragt, was die nervtötenden Beschwerden eigentlich auslöst? Eine spannende Frage, die ich dir im folgenden Absatz beantworten möchte.

1. Bakterien sind häufige Übeltäter

Es gibt zahlreiche Bakterien, die in Zusammenhang mit Reisedurchfall gebracht werden können. Sie verstecken sich in Lebensmitteln oder verunreinigtem Wasser.

Selbst Fliegen können die Verursacher verbreiten. Während wir in Deutschland insbesondere mit Salmonellen oder Campylobacter Bekanntschaft machen, sind es im Ausland ganz andere Herausforderungen.

  • Enterotoxische Escherichia coli: Sie lauern in Lebensmitteln oder Rinderkot. Selten sind sie auch in Gewässern nachweisbar.
  • Shigellen: Klassischerweise erfolgt die Übertragung über Schmierinfektionen, Lebensmittel oder verunreinigtem Wasser. Fliegen können ebenfalls als Bakterienherd dienen.
  • Cholera-Bakterien: Glücklicherweise ist das Risiko, an Cholera zu erkranken, relativ gering. Die zugehörigen Bakterien finden sich in rohen Lebensmitteln und in verunreinigtem Wasser.

2. Parasiten sind unangenehme Gäste

Beim Thema Parasiten läuft wohl jedem ein Schauer über den Rücken. Hierzulande kommen wir nur selten mit ihnen in Kontakt. Tatsächlich können sie aus dem Urlaub als unerwünschte Gäste mit nach Hause getragen werden.

Ein Symptom beim Träger sind ausgeprägte Durchfälle. Giardien, Lamblien und Kryptosporidien heißen die Übeltäter, die zum Beispiel über Schmierinfektionen oder verunreinigte Lebensmittel sowie Trinkwasser in den Körper gelangen.

Hier ist das Besondere, das es häufig eine Weile dauert, bis sich das Beschwerdebild abzeichnet. Vielleicht bist du dann schon wieder längst zu Hause. Eine Kryptosporidiose macht sich beispielsweise erst bis zu zehn Tage nach Eindringen der Parasiten bemerkbar.

3. Viren sind besonders munter

Viren sind dafür bekannt, sehr turbulent zu agieren. Sie können sich anpassen und sind demnach überall auf der Welt zu Hause.

Insbesondere Noro- und Rotaviren können zu ausgeprägtem Durchfall führen.

Gut zu wissen!
Eine Impfung gegen die klassischen Übeltäter von Reisedurchfall gibt es meistens nicht. Zwar steht ein Cholera-Impfstoff zur Verfügung, er wird aber nur bei Langzeitaufenthalten oder bei hohem Risiko einer Ansteckung empfohlen.

Quelle: Shutterstock

Warum immer ich? Die Suche nach individuellen Faktoren

Während dein Reisebegleiter sich munter am abendlichen Buffet bedient, sitzt du vor einem trockenen Stück Brot. Der Grund: Reisedurchfall.

Das ist keine unbekannte Situation für dich. Du rechnest grundsätzlich damit, in exotischen Ländern, an Reisedurchfall zu erkranken. Allerdings drängt sich dir eine Frage auf: Warum immer ich? Diese Frage ist durchaus begründet, denn Forscher konnten feststellen, dass es Personen gibt, die besonders empfindlich auf Getränke und Speisen im Ausland reagieren.

So zeigte sich, dass Menschen mit Blutgruppe A besonders leicht ausgeprägten Reisedurchfall entwickeln, zumindest wenn sie mit E. coli-Bakterien in Berührung kommen. Das macht sie nicht nur zügiger, sondern auch schwerer krank. Die Spurensuche ergab, dass die Keime ein ganz besonderes Protein absondern.

Dieses wiederum bindet sich mit Vorliebe an Zuckermoleküle, die sich ausschließlich auf der Zellenoberfläche vom Typ A befinden. Nun kannst du gegen deine Blutgruppe nichts machen, deine Darmflora lässt sich aber positiv beeinflussen. Wusstest du, dass in deinem Darm die Kommandozentrale des Immunsystems fest verankert ist?

Hier befinden sich ca. 80 % der Immunzellen und arbeiten mit guten Darmbakterien daran, deine Abwehr zu stärken. Das hilft dir auch im Kampf gegen unerwünschte Urlaubsmitbringsel. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Darmflora reichhaltig bestückt ist. Milchsäurebakterien und Bifidobakterien werden als besonders wertvoll erachtet.

Probiotika können bei Reisedurchfall helfen

Studien haben sich damit beschäftigt, inwieweit Probiotika sinnvoll bei Reisedurchfall sind. Dabei zeigte sich, dass sie die Erkrankungsdauer durchschnittlich um einen Tag reduzieren können.

Das soll an dieser Stelle aber kein Aufruf dazu sein, die Probiotika erst dann einzunehmen, wenn es bereits zu den unangenehmen Beschwerden gekommen ist. Experten nehmen an, dass es sinnvoll ist, prophylaktisch gegen Reisedurchfall vorzugehen.

Hierzu wird empfohlen, Probiotika am besten in Kombination mit Präbiotika (Futter für die Darmbakterien) schon einige Wochen vor Reiseantritt einzunehmen. Dadurch ist es möglich, den Multikulti-Mix in deinem Darm positiv zu verändern.

Am besten wendest du dafür ein Präparat mit mehreren Bakterienstämmen an. Schließlich gibt es nicht nur einen fiesen Keim, sondern gleich mehrere. Mit einem breiten Spektrum an Mikroorganismenarten steigt deine Chance, unerwünschte Gäste zu vertreiben.

Gut zu wissen!
Jeder Mensch vereint etwa 160 Arten an Mikroorganismen in seinem Darm. Vielfalt ist hier Trumpf. Auch deshalb macht ein Probiotikum mit mehreren Stämmen Sinn.

Quick Tipps für mehr Urlaub und weniger Durchfall

Wenn sich sensible Bäuche auf Reise begeben, ist Hygiene besonders wichtig. Mit einfachen Tipps lassen sich so manche Durchfallfallen beseitigen.

  1. Wasche dir regelmäßig die Hände mit Seife: Vor dem Essen und nach dem Toilettengang ist das besonders wichtig. Unterwegs können desinfizierende Tücher oder Lotionen aushelfen.
  2. Achte auf saubere Toiletten: Schmierinfektionen können zwar überall lauern, besonders beliebt sind jedoch Toiletten als Übertragungsstätte. Mit Desinfektionstüchern kann der Rand vor dem Hinsetzen gereinigt werden. Auch Türklinken sollte Beachtung geschenkt werden.
  3. Trinke kein Leitungswasser: Hierzulande gehört das Leitungswasser zu den am besten überprüften Lebensmitteln. Das ist in anderen Ländern nicht immer so. Gehe auf Nummer sicher und kaufe abgepacktes Wasser. Auch zum Zähneputzen solltest du Wasser aus Flaschen nehmen. Ein „Nein“ zu Eiswürfeln oder Fruchtsäften, die mit Wasser vermengt sind, ist eine gute Idee.
  4. Fleisch und Fisch nur durchgekocht: Bakterien können sich vor allem im Fleisch und Fisch verstecken. Daher solltest du nur Lebensmittel bevorzugen, die ausreichend mit Hitze in Berührung gekommen sind.
  5. Obst, Gemüse und Salat sicher abspülen: Rohes Obst und Gemüse sollten stets mit abgepacktem Wasser abgespült werden. Auch auf ihnen können sich unerfreuliche Keime befinden.
  6. Tiere mit Vorsicht streicheln: Tiere können Krankheitserreger übertragen. Am besten genießt du die Aussicht von Weitem. Möchtest du doch näher mit ihnen in Kontakt kommen, solltest du dir im Anschluss gründlich die Hände waschen.
  7. Auf Streetfood verzichten: Du möchtest tief in die Kultur eintauchen und eine besonders authentische Ernährung im Urlaub genießen? Verständlich. Allerdings können Lebensmittel, die auf der Straße angeboten werden, unseren europäischen Darm überfordern. Daher mein Rat: Iss lieber dort, wo du bereits gute Erfahrungen gemacht hast, zum Beispiel im Hotel.

ARKTIBIOTIC AKUT – wenn‘s akut wird

Akut-10Eine gesunde Darmflora hilft dabei, Krankheitserreger zu verdrängen und Platz für darmfreundliche Bewohner zu machen. Je bunter, desto besser.

Unser ARKTIBIOTIC AKUT möchte die Ansiedlung von wertvollen Bakterienkulturen unterstützen. Deshalb enthält unser Probiotikum drei wissenschaftlich dokumentierte milchsäurebildende Bakterienkulturen.

Der besondere Clou ist die hochaktive Spezialhefe „Sacharomyces boulardii“.

Sie wird als effektives Mittel bei Durchfall gehandelt und soll auch dabei helfen, dem unangenehmen Symptom vorzubeugen. Die ausgeklügelte Formel, die auf Bakterienkulturen und Spezialhefe setzt, macht ARKTIBIOTIC AKUT zu einem unverwechselbaren Reisebegleiter.

Egal, ob du deine Trips hierzulande oder in fernen Ländern planst – ARKTIBIOTIC AKUT steht dir zur Seite.

Quellen

  1. Probiotics for treating acute infectious diarrhoea – PubMed (nih.gov)
  2. Probiotics for treating persistent diarrhoea in children – PubMed (nih.gov)
  3. Epidemiologisches Bulletin des Robert Koch-Instituts Ausgabe 43/2012 (rki.de)
  4. Reisedurchfall | Gesundheitsinformation.de
  5. Tropeninstitut – Impfung – Cholera
  6. Blutgruppe beeinflusst Durchfall-Risiko – Typ A ist besonders anfällig für schweren Reisedurchfall – scinexx.de
  7. Wir sind besiedelt: Darmbakterien beeinflussen unsere Gesundheit (gesundheitsforschung-bmbf.de)
Jennifer Ann Steinort

Autorin Jennifer Ann Steinort

"It is of particular importance to me that my readers can take something away with them for their everyday lives."

I am a graduate in health care management and a full-time medical journalist. In recent years, I have specialized in the field of nutritional supplements and try to inspire readers with my style and true-to-life articles.

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