Aminosäuren und Bodybuilding gehören für die meisten Sportler einfach zusammen. Die essenziellen Nährstoffe sollen sowohl beim Muskelaufbau als auch bei der Regeneration helfen.

Die Bausteine der Eiweiße sind aber nicht nur für Profisportler wichtig. Jeder benötigt Aminosäuren, um sich leistungsfähig und fit zu fühlen.

Wir verraten heute, welche Rolle Aminosäuren im Alltag einnehmen. Zudem klären wir, ob auch Normalos von entsprechenden Nahrungsergänzungspräparaten profitieren können.

Kein Sportler-Gespräch ohne Aminosäuren

Dem Begriff Aminosäuren bist du mit Sicherheit schon einmal begegnet. Zwischen Hanteltraining und Spinning-Kursen hörst du Fitnessbegeisterte häufig darüber sprechen. Aminosäuren haben beinahe etwas Mystisches. Sie scheinen eine Art Geheimrezept für Muskelberge und Ausdauer zu sein.

Stellt sich nur die Frage, was Aminosäuren eigentlich sind und ob sie wirklich das halten, was sie versprechen. Widmen wir uns zunächst der chemischen Zusammensetzung.

Aminosäuren, auch Aminocarbonsäuren genannt, stehen für eine Gruppe kleiner organischer Verbindungen. Sie enthalten mindestens eine Carboxylgruppe und eine Aminogruppe.

Die Nährstoffe sind für deinen Organismus lebensnotwendig. Sie sind die Basis aller Proteine (Eiweiße), ohne die dein Körper ebenfalls nicht auskommt.

Gut zu wissen!
Besonders interessant ist, dass Aminosäuren Stickstoff enthalten. Deshalb sind sie auch an der Bildung von Organen, Haut, Haaren und Muskeln beteiligt.

Aminosäuren im Alltag

Aminosäuren sind wahre Multitalente. Sie spielen nicht nur eine Rolle, wenn es darum geht, neue Körperbestandteile zu erschaffen, sondern sind auch Vorläufer von Hormonen.

Zudem fungieren sie als Vorstufe von Enzymen und Neurotransmittern. Genau an dieser Stelle schließt sich der Kreis, denn die ständig ablaufenden Stoffwechselvorgänge in deinem Körper wären ohne Enzyme nicht möglich. Aminosäuren sind also gewissermaßen Schöpfer und Kraftstoff zugleich.

Bringen wir die vielfältigen Aufgaben von Aminosäuren auf den Punkt.

  • Aminosäuren stellen dem Körper Energie bereit.
  • Aminosäuren koordinieren den Transport und die Speicherung von Nährstoffen sowie Botenstoffen.
  • Aminosäuren sind wichtig mit Blick auf Stoffwechselprozesse und die Blutzuckerregulierung.
  • Aminosäuren versorgen die Muskulatur mit Sauerstoff und Stickstoffmonoxid.
  • Aminosäuren sind in der Lage, Antikörper zu bilden und das Immunsystem zu pushen.
  • Aminosäuren sind an der Produktion von Serotonin (Glückshormon) und Melatonin (Schlafhormon) beteiligt.
  • Aminosäuren setzen sich für den Aufbau und Erhalt von Muskelgewebe, Haaren, Knochen und Körperzellen ein.

Gut zu wissen!
Es werden insgesamt 21 Aminosäuren voneinander unterschieden. Neun davon sind essenziell, also lebensnotwendig. Dein Körper kann sie nicht selbst herstellen und ist daher auf eine regelmäßige Zufuhr angewiesen.

Warum Aminosäuren bei Bodybuildern beliebt sind

Bodybuilder und Kraftsportler lieben es, ihrem Körper bei der Veränderung zuzusehen. Übrigens: auch wenn Bodybuilding und Kraftsport häufig in eine Kiste geworfen werden, ist das nicht dasselbe.

Die jeweiligen Anhänger haben verschiedene Zielsetzungen. Wer Bodybuilding betreibt, nutzt Gewichte, um sein Erscheinungsbild zu verändern. Kraftsportler treibt hingegen der Gedanke an, ihre individuelle Kraftleistung zu steigern. Hier steht die Optik in der Regel an zweiter Stelle.

Was beide Sportler jedoch vereint, ist der Wunsch nach Optimierung. Grundsätzlich sind Nährstoffe dabei sehr wichtig. Diese sollten in erster Linie mit einer abwechslungsreichen und gesunden Ernährung aufgenommen werden.

Zudem gibt es die Möglichkeit, mit Supplementen nachzuhelfen. Insbesondere Aminosäuren sind bei Bodybuildern beliebt. Häufig werden die sogenannten BCAA (Branch-Chained-Amino-Acids) thematisiert. Dabei handelt es sich um einen Oberbegriff für die drei essenziellen Aminosäuren: Leucin, Isoleucin und Valin.

Was so besonders an den Aminosäuren ist? Sie werden im Gegensatz zu den übrigen essenziellen Aminosäuren kaum in der Leber verstoffwechselt, sondern vielmehr direkt in der Muskulatur. Deshalb scheinen sie eine wichtige Bedeutung beim Aufbau und der Erholung von Muskelzellen einzunehmen.

Da haben wir also den Grund dafür, warum Aminosäuren bei Bodybuildern so beliebt sind. Bedeutet das automatisch, dass wir Normalos uns keine Gedanken um Aminosäuren machen müssen?

Profitierst du von der Aminosäuren-Einnahme

Quelle: Unsplash

Profitierst du von der Aminosäuren-Einnahme?

Diese Frage können wir ganz eindeutig mit „Ja“ beantworten. Schließlich benötigt jeder Mensch Aminosäuren. Nur wenn der Körper über eine ausreichende Menge verfügt, können lebenswichtige Körperfunktionen aufrechterhalten werden.

Auf einem anderen Blatt steht jedoch, in welcher Form du Aminosäuren aufnimmst. Die beste Grundlage stellt wie so oft eine gesunde und vielfältige Speisenauswahl dar.

Tierische Lebensmittel wie Joghurt, Eier, Käse, Fisch und Fleisch sind gute Lieferanten. Auch die Veganer und Vegetarier müssen nicht auf Aminosäuren in der Ernährung verzichten. Hier sind Haferflocken, Linsen und Quinoa beliebt.

Wenn du zu den Sofahelden gehörst und eher wenig mit Sport am Hut hast, solltest du zwar auch genügend Aminosäuren aufnehmen, die klassischen Lebensmittel decken den Bedarf aber für gewöhnlich.

Anders kann es aussehen, wenn du zu den fitnessbegeisterten Personen zählst oder viel Stress hast. Tatsächlich gibt es Aminosäuren, die sich durch einen hektischen Alltag negativ beeinflusst zeigen. Nehmen wir die nicht essenzielle Aminosäure Glutamin.

Anhaltende psychische oder physische Belastungszustände können zu einem Defizit führen. Das ist deshalb besorgniserregend, weil die Aminosäure wichtig für das Immunsystem ist.

Deine Lebensumstände entscheiden also maßgeblich darüber, ob du genügend Aminosäuren mit deiner Ernährung aufnehmen kannst. Um das Ganze ein wenig plastischer zu gestalten, haben wir eine Checkliste für dich angefertigt. Sie kann die Entscheidung für oder gegen entsprechende Supplemente vereinfachen.

Checkliste: dann kann eine Supplementierung sinnvoll sein

Eine nährstofforientierte Ernährung reicht in vielen Fällen aus, um den Körper mit lebensnotwendigen Mikro- und Makronährstoffen zu versorgen. Es gibt jedoch Lebensumstände, in denen sich der Bedarf verändert.

Sport, Stress, einseitige Ernährungstrends, Alter und Krankheit gehören dazu. Wenn Folgendes auf dich zutrifft, könnte eine Supplementierung Sinn machen.

  • Ich mache mehrmals pro Woche intensiven Sport.
  • Ich halte mich an eine kräftezehrende Diät.
  • Ich ernähre mich einseitig.
  • Ich habe viel Stress im Alltag.
  • Ich bin im Seniorenalter.
  • Ich bin chronisch krank.
  • Bei mir wurde ein Aminosäurenmangel festgestellt.

Gut zu wissen!
Die Aufzählung erhebt natürlich keine Garantie auf Vollständigkeit. Die Checkliste dient dir lediglich als Orientierungshilfe. Unter Umständen kann es Sinn machen, bei einem Arzt zu checken, wie deine entsprechenden Werte aussehen.

Nahrungsergänzungsmittel: Welche Aminosäuren sind enthalten?

Die gute Nachricht ist, dass alle proteinogenen Aminosäuren in Supplementen enthalten sein können. Hersteller bieten Produkte mit einzelnen Aminosäuren oder eine Kombination aus den Nährstoffen an.

Bei einem isolierten Mangel, den ein Arzt feststellen kann, ist die Einnahme von einzelnen Aminosäuren durchaus sinnvoll. Auf diese Weise kannst du ein Defizit gezielt angehen.

Wenn du deinem Körper auf breiter Basis Aminosäuren zur Verfügung stellen möchtest, kannst du zu Kombinationspräparaten greifen. Folgende Aminosäureprodukte werden besonders häufig angeboten.

1. BCAA

Die bereits erwähnten Branched-Chain Amino Acids, also verzweigtkettige Aminosäuren, können mit nur einem Präparat abgedeckt werden. Die Kombination aus L-Leucin, L-Isoleucin und L-Valin soll dem Muskelabbau entgegenwirken und den Muskelaufbau unterstützen.

Besonders empfehlenswert für jene, die Ausdauersport betreiben oder eine strenge Diät verfolgen.

Gut zu wissen!
Sobald du L-Leucin auf der Inhaltsstoffliste findest, solltest du auch nach Vitamin B6 suchen. Der Nährstoff sorgt dafür, dass die Aminosäure gut aufgenommen werden kann.

2. EAA

Hinter der Abkürzung versteckt sich nichts anderes als eine Vereinigung von essenziellen Aminosäuren (Essential Amino Acids=EAA). Dazu gehören L-Leucin, L-Isoleucin, L-Valin, L-Threonin, L-Lysin, L-Methionin, L-Phenylalanin und L-Tryptophan. Sie alle werden benötigt, um den Trainingsalltag zu unterstützen.

3. Aminosäuren-Komplex

Die essenziellen Aminosäuren werden häufig als die wichtigsten angeführt. Kein Wunder, denn der Körper kann sie nicht selbst bilden. Aber auch semi- und nicht essenzielle Aminosäuren erfüllen in deinem Organismus einen Zweck.

Vereint in einem Supplement können sie dabei behilflich sein, dein Wohlbefinden zu steigern und den Trainingsalltag zu pushen.

4.  Glutamin

Eine ausreichende Produktion der nicht-essenziellen Aminosäure kann durch intensives Training in Mitleidenschaft gezogen werden. Enthalten ist der Nährstoff insbesondere in Muskelzellen. Glutamin soll dem Abbau von Muskelgewebe entgegenwirken und den Muskelaufbau unterstützen. Auch die Regenerationsfähigkeit kann durch diese Aminosäure unterstützt werden.

5. Arginin

Sportler sind auch mit der Aminosäure L-Arginin vertraut. Sie zählt zu der semi- essenziellen Form. L-Arginin besitzt eine herausragende Fähigkeit. Die Aminosäure kann mit Sauerstoff interagieren. Auf diese Weise kann sie Stickstoffmonoxid herstellen, wodurch sich die Blutgefäße in den Muskeln weiten.

Das ist deshalb so interessant, da dadurch mehr Blut hindurchfließen kann und die Nährstoffaufnahme womöglich verbessert wird. Das könnte sowohl dem Muskelwachstum als auch der Regeneration in die Karten spielen.

Gut zu wissen!
Wir könnten noch ewig so weitermachen. Schließlich gibt es eine Vielzahl weiterer Aminosäuren, die als elementar für den Körper angesehen werden. Wichtig ist, dass du dich auf Aminosäuren konzentrierst, die deinem Organismus bei deinen Zielen helfen können. Übrigens: Wenn du auf gute Laune aus bist, könnte L-Tryptophan genau das Richtige für dich sein.

ARKTIAMIN-Aminosäuren im Bundle

Die Wahl für eine einzelne Aminosäure fällt nicht immer leicht. Glücklicherweise musst du dich auch nicht entscheiden. Wir von Arktis BioPharma haben viele schlaue Köpfe vereint. Herausgekommen ist ein Produkt, das deinen Körper nicht nur mit Aminosäuren, sondern auch mit anderen wertvollen Substanzen versorgt.

Arktiamin

Unser ARKTIAMIN enthält neben 8 essenziellen Aminosäuren auch B-Vitamine. Diese kurbeln die Energiegewinnung in deinem Körper an und tragen so zu einem normalen Energiestoffwechsel bei – eine Grundvoraussetzung, um die Herausforderungen im sportlichen und vitalen Alltag zu erfüllen.

Übrigens: Die Aminosäure Histidin hat unserer Einschätzung nach einen gesonderten Stellenwert. Wer es übermäßig verzehrt, bei dem können Probleme auftreten. Wir verzichten daher in unserem ARKTIAMIN ganz bewusst darauf.

Quellen:

  1. https://www.lecturio.de/magazin/aminosaeuren-proteine/.
  2. https://link.springer.com/article/10.1007/BF01884361
  3. https://www.amboss.com/de/wissen/Aminos.
  4. https://www.bfr.bund.de/de/gesundheitliche_bewertung_von_aminosaeuren-54420.html
  5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4897441/
  6. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/2174312/
  7. https://jissn.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12970-015-0112-9
  8. https://link.springer.com/article/10.1007/s11332-019-00542-4
  9. https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Weniger-Muskelmasse-verlieren-dank-Eiweiss-246342.html
Jennifer Ann Steinort

Autorin Jennifer Ann Steinort

„Mir ist besonders wichtig, dass meine Leser etwas für ihren Alltag mitnehmen können“.

Ich bin Dipl. Gesundheitsökonomin und hauptberufliche Medizinjournalistin. In den letzten Jahren habe ich mich zunehmend auf den Bereich Nahrungsergänzungsmittel spezialisiert und versuche mit meiner Art und lebensnahen Artikeln Leser zu begeistern.

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