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Was auf dem stillen Örtchen passiert, bleibt auf dem stillen Örtchen. Schließlich hat es niemanden etwas anzugehen, wie die Beschaffenheit des Stuhlgangs ist, welche Geräusche auf der Toilette entstehen und wie lange für das Geschäft gebraucht wird. Richtig? Falsch!

Gespräche rund um den Stuhlgang sind noch immer ein Tabuthema, dabei gibt es viele wissenswerte Fakten, die der Gesundheit auf die Sprünge helfen können. Glücklicherweise gibt es einen tapferen Helden, der sich auf Stuhlgespräche spezialisiert hat. Ich verrate dir heute, um wen es dabei geht und wie du ihm folgen kannst.

Warum Stuhlgang ein Tabuthema ist

Stell dir vor, du kommst mit einem schmerzenden Knöchel zur Arbeit. Am Wochenende hast du dich bei sportlichen Aktivitäten verausgabt. Davon berichtest du deinen Arbeitskollegen. Auch, um dir Ratschläge einzuholen. Prompt bekommst du zahlreiche Tipps: Kühlen, bandagieren, hochlegen…..

Die Ausbeute an Ratschlägen ist wirklich groß und vieles kannst du für dich mit nach Hause nehmen. Es wäre doch wunderbar, wenn das gleiche mit Blick auf Verdauungsprobleme gehen würde.

Hand aufs Herz: Würdest du dich trauen, deinen Kollegen davon zu berichten, dass dein Stuhlgang seit Monaten breiig ist und von Blähungen begleitet wird? Wahrscheinlich nicht. So geht es wohl den meisten Menschen.

Der komplette Verdauungstrakt und alles was damit zu tun hat, sind eine Grauzone. Mehr als: „Mich quälen schon seit Monaten Magenschmerzen“ ist da einfach nicht drin. Experten sagen, dass das etwas mit Ästhetik zu tun hat. Schließlich sieht der Stuhlgang weder schön aus, noch kann er durch einen angenehmen Geruch überzeugen. Allerdings war Stuhlgang nicht immer ein Tabuthema.

Gemeinsam erleichtern war normal

Wenn der Partner mal „groß“ muss, reicht ein kurzer Wink und der Angetraute verlässt den Raum. Danach wird natürlich nicht darüber gesprochen, was hinter der verschlossenen Tür stattgefunden hat, selbst dann nicht, wenn es Probleme gab.Die falsche Scham gab es aber nicht immer.

Die Römer haben gemeinsam auf den Latrinen gesessen und Neuigkeiten ausgetauscht. Völlig normal, dort hat sich wahrscheinlich niemand für seine Darmwinde entschuldigt. Als das Römische Reich zerfallen ist, nahm auch die Klokultur rapide ab. Von nun an wurden wieder Nachttöpfe eingeführt, deren Inhalt auf die Gasse befördert wurde.

Es gab sogar Begleiter, die beauftragt wurden, die Auftraggeber während nächtlicher Spaziergänge vor Häufchen zu warnen.

Auch Könige müssen zur Toilette. Der Sonnenkönig Ludwig XIV machte jedoch kein Geheimnis aus seinem Stuhlgang. Menschen in offiziellen Audienzen wurden manchmal tatsächlich Zeugen von königlichen Thronsitzungen der anderen Art. Beschämt abgewendet hat sich niemand, ganz im Gegenteil: Wer dem französischen König dabei zusehen durfte, dem wurde eine besondere Ehre zuteil.

Heute werden Toilettensitzungen wie ein Staatsgeheimnis gehütet, aber es scheint Lichtblicke zu geben. Die Angelegenheit „Stuhlgang“ erkämpft sich zunehmend ihren Weg in die mediale Öffentlichkeit.

Gut zu wissen!
Bereits die alten Ägypter besaßen Einrichtungen, die an Toiletten erinnerten.

Das Verdauungsorgan als Kunst

Der Stuhlgang ist ein Abfallprodukt. Das bedeutet aber nicht, dass er nicht Teil der Kunstgeschichte sein kann. Graffiti bedienen sich nur allzu oft bildlichen Darstellungen von Häufchen und Toiletten. Wer hätte es gedacht: Auch Ausstellungen angesehener Künstler können mit dem Thema überzeugen.

So zum Beispiel die Sonderausstellung: „Drauf geschissen“. In Saalburg wurde die Kulturgeschichte des stillen Örtchens vorgestellt. Besucher haben ein beeindruckendes Bild rund um die Toilette geliefert bekommen. Wer es ein wenig abgefahren mag, hat vielleicht schon von der sogenannten „Cloaca“ gehört.

Dabei handelt es sich um eine 12 m lange Kunstmaschine. Der belgische Künstler Wim Delvoye hat sie im Museum Kunstpalast in Düsseldorf zur Schau gestellt. Das beeindruckende ist, dass das Kunstwerk blubbern und brodeln kann – so wie der echte Verdauungstrakt.

Die Maschine funktioniert ähnlich wie das menschliche Vorbild. Vorne kommen Speisen herein und hinten eine Wurst heraus. Kurz gesagt: Das Kunstwerk macht den menschlichen Verdauungsvorgang sichtbar.

Warum Gespräche über den „Thron“ Sinn machen

Die Geschichte von Toiletten und Thronsitzungen ist interessant, keine Frage. Das bedeutet aber nicht, dass wir in der Vergangenheit leben sollten. Ganz im Gegenteil: Der Stuhlgang ist diskussionsbedürftiger denn je.

Schließlich gibt es immer neue Erkenntnisse, die den zweifelsfreien Schluss zulassen, dass die Ernährung und Verdauung eindeutige Rückschlüsse auf die Gesundheit ermöglichen. Wer häufig mit Blähungen, Bauchweh und Verdauungsunregelmäßigkeiten zu kämpfen hat, sollte nicht stillschweigend auf dem stillen Örtchen sitzen. Gespräche bringen den Vorteil, sich austauschen zu können.

Schließlich bist du nicht der einzige Mensch, der mit Durchfall zu kämpfen hat. Jedes Mal, wenn der Stuhlgang, natürlich in einer gepflegten Gesprächsatmosphäre, thematisiert wird, verliert die Angelegenheit ein wenig von ihrem unbegründeten Schrecken.

Wäre es nicht schön, wenn sich Betroffene mit Verdauungsproblemen nicht hinter Pseudonymen im Forum verstecken müssten, sondern ganz offen mit Arbeitskollegen, Familie und Freunden über Probleme mit dem Stuhl reden könnten?

Damit würden auch die Hemmschwellen sinken, was Arztgespräche und Darmprobleme angeht. Glücklicherweise gibt es einen Mann, der sich dem wichtigen Thema Stuhlgang widmet: Julien Dierks.

Stuhlgespräche mit Julien

Quelle: YouTube

Der Kloflüsterer Julien

Julien arbeitet bei Arktis BioPharma und steht unter anderem Apotheken im Außendienst beratend zur Seite. Dadurch bekommt er automatisch einen Einblick in das, was Menschen beschäftigt.

Zudem ist er durch seine berufliche Laufbahn eng mit den Themen Probiotika, Ballaststoffe und Co. vertraut. Julien ist es ein wichtiges Anliegen, den Stuhlgang salonfähig zu machen, zumindest was Gespräche angeht.

Deshalb hat er das Projekt #Stuhlgespräche ins Leben gerufen. Bloß über Stuhlgang zu reden, wäre langweilig. Julien hat einen besonders cleveren Ansatz. Auf Instagram, Facebook und YouTube liefert er spannende Fakten in Form von Bildern und Videos.

Regelmäßig stellt er Produkte vor, die dabei helfen können, Problemen mit dem Stuhlgang auf die Spur zu kommen und sie zu beheben. Abonnenten schätzen an Julien die direkte und humorvolle Art.

Wer sich einen Lerneffekt erhofft und dabei nicht zum Lachen in den Keller gehen will, ist bei „Stuhlgespräche mit Julien Dierks“ richtig.

Ihr möchtet Julien folgen und mehr über #Stuhlgespräche erfahren?

Quellen:

  1. https://www.n-tv.de/wissen/Wieso-Stuhlgang-kein-Tabuthema-sein-sollte-article20600510.html
  2. https://www.br.de/wissen/toilette-klo-kulturgeschichte-100.html
  3. https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ausstellung-cloaca-regelmaessiger-stuhlgang-als-kunstwerk-150095.html
  4. https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/ausstellung-drauf-geschissen-zu-toilettengang-in-saalburg-16137084.html
Jennifer Ann Steinort

Autorin Jennifer Ann Steinort

„Mir ist besonders wichtig, dass meine Leser etwas für ihren Alltag mitnehmen können“.

Ich bin Dipl. Gesundheitsökonomin und hauptberufliche Medizinjournalistin. In den letzten Jahren habe ich mich zunehmend auf den Bereich Nahrungsergänzungsmittel spezialisiert und versuche mit meiner Art und lebensnahen Artikeln Leser zu begeistern.

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