Bitterstoffe mischen momentan kräftig die Gründerszene von Startups auf. Die neue Liebe zu alten Weisheiten ist durchaus begründet. Schließlich handelten schon Hippokrates und Hildegard von Bingen zu ihrer Zeit nach dem Spruch: „Bitter im Mund, dem Magen gesund”.

In unserem Themen Special möchte ich mit dir tief in die Welt der Bitterstoffe eintauchen. Als Erstes blicken wir hinter wichtige Begrifflichkeiten.

Bitterstoffe: das versteckt sich hinter dem Begriff

Bitterstoffe begegnen uns zurzeit gefühlt an jeder Ecke. Insbesondere Reformhäuser und Apotheken, aber auch Internethändler locken mit Elixieren, die auf bittere Inhaltsstoffe setzen.

Bitterstoffe sind aber kein Trend, sondern vielmehr eine Tradition. Substanzen werden in der Regel aufgrund ihrer Zusammensetzung oder Herkunft einer Gruppe zugeordnet. Bei Bitterstoffen ist dem nicht so. Ihre einzige Gemeinsamkeit ist der bittere Geschmack.

So kommt es, dass Bitterstoffe in ganz unterschiedlichen Gewächsen nachgewiesen werden können, dazu später mehr.

Bitterstoffe sind ein bedeutender Bestandteil der sekundären Pflanzenstoffe. In der Traditionellen Chinesischen Medizin und im Ayurveda nehmen Bitterstoffe nach wie vor eine große Rolle ein, zum Beispiel, um Verdauungsbeschwerden zu bekämpfen.

Welche Bitterstoffe werden unterschieden?

Wie bereits erwähnt, gibt es nicht die eine Stoffgruppe, wenn es um Bitterstoffe geht. Ein Blick auf die chemische Zusammensetzung verrät, dass es sich um eine uneinheitliche Substanzgruppe handelt. Trotzdem gibt es jene, in denen besonders viele Bitterstoffe nachgewiesen werden können.

Dazu zählen:

  • Alkaloide,
  • Flavonoide
  • Saponine
  • Triterpene
  • Iridoidglykoside
  • Sesquiterpenlaktone
  • Steroide
  • Cyanglycoside

Diese Lebensmittel enthalten Bitterstoffe

Natürlich stellst du dir die Frage, worin Bitterstoffe enthalten sind. Mit großer Wahrscheinlichkeit bist du ihnen bereits begegnet, und zwar ohne es zu bemerken. Bitterstoffe sind nämlich in Kräutern, Gewürzen, Obst, Gemüse und ausgewählten Getränken enthalten. Eigentlich überall dort, wo ein bitterer Geschmack auf dich wartet.

Exotische und einheimische Gewächse werden angeführt, wenn Bitterstoffe auf den Plan gerufen werden. So zum Beispiel Artischocken, Kurkuma, Löwenzahn, Wegwarte und Wermut.

Aber auch typische Lebensmittel wie Rosenkohl, Rucola und Grapefruit enthalten Bitterstoffe. Sie zu trinken, ist ebenfalls möglich. Dabei helfen grüner Tee und Bier.

Kann nachgemessen werden, wie viel Bitterstoff enthalten ist?

Überlieferungen sind gut und schön, aber was ist mit Fakten? Tatsächlich ist es möglich, das bittere Potenzial einer Substanz zu messen. Das gelingt mit dem sogenannten Bitterwert.

Alles was dafür benötigt wird, ist der Ausgangsstoff und Wasser. Falls du dich dafür interessierst, wie das Ganze genau abläuft, hier eine Erklärung. Es wird 1 Gramm des Ausgangsstoffes genommen und nach und nach mit Wasser vermischt. Die Flüssigkeit wird so lange beigemengt, bis die Mixtur gerade noch eben bitter schmeckt.

Nehmen wir an, eine Substanz besitzt einen Bitterwert von 5000. Das bedeutet, dass nach der Beigabe von 5000 ml Wasser die Ausgangssubstanz noch gerade bitter schmeckt.

Gut zu wissen!
Die Enzianwurzel vereint einen sagenhaft hohen Anteil an Bitterstoffen. Das macht ihr kein Bitterkraut so einfach nach. Konkretes Beispiel gefällig? Die Wurzel des Gelben Enzians (Gentiana lutea) trumpft mit einem Bitterwert von 10.000 auf. Tausendgüldenkraut erreicht im Vergleich nur einen Wert von 2.000.

Bitter rettet Leben

Ich weiß ja nicht, wie es dir geht, aber wenn ich an bittere Substanzen denke, stelle ich mir immer folgendes vor: Eine kleine Gruppe Menschen wandert in der Uhrzeit durch die Wildnis und sammelt Beeren. Dabei gibt es einen Vorkoster. Wenn er sagt, dass es bitter ist, werden die pflanzlichen Gaben verschmäht. Schließlich wird ein bitterer Geschmack mit Gefahr assoziiert, oder etwa nicht?

Richtig ist, dass ein bitterer Geschmack unseren Vorfahren tatsächlich so einige Male das Leben gerettet hat. Früher gab es nämlich noch keine Qualitätskontrolle beim Anbau. So mussten sich die Menschen auf ihr Gespür verlassen. Dabei hat ihnen auch ihre Zunge geholfen. Sie kann ausschließlich süß, sauer, salzig, bitter und umami unterscheiden.

Du hast von umami noch nie etwas gehört? Macht nichts, das geht vielen Menschen so. Umami wird mit einem Geschmack assoziiert, der fernab der üblichen geschmacklichen Wahrnehmungen liegt. Herzhaft-intensiv oder fleischig kommt der Geschmacksbeschreibung von umami am nächsten.

All diese Wahrnehmungen mithilfe der Zunge haben nicht nur den Zweck, uns explosive Geschmackserlebnisse beim Kredenzen zu ermöglichen. Sie haben auch die Aufgabe, uns direkt zu signalisieren, ob etwas nahrhaft oder sogar gefährlich ist.

Vielleicht hast du jetzt das Gefühl, dass diese Warnungen, die von der Zunge ausgehen, überflüssig sind. Schließlich wird doch alles strengstens kontrolliert, bevor es auf unserem Teller landet. Allerdings gibt es noch immer Bitterstoffe, die gefährlich sind und es eben doch ab und zu in unseren Haushalt schaffen.

So zum Beispiel der Bitterstoff Solanin, der in der Kartoffel enthalten ist. Solanin befindet sich vor allem in den Keimen. Daher gibt es die Faustregel, Kartoffeln lieber auszusortieren, wenn sie besonders lange oder viele Keime aufweisen.

Übrigens: Auch Zierkürbisse enthalten einen Bitterstoff, der uns gefährlich werden kann: Cucurbitacin.

Gut zu wissen!
Nicht nur der Mund entscheidet darüber, was letztendlich im Magen landet. Die Riechzellen übernehmen eine wichtige Aufgabe, denn sie sind in der Lage, selbst komplexe Aromen wahrzunehmen.

Sind Bitterstoffe tatsächlich gesund?

Wenn Bitterstoffe doch zu einer echten Gefahr werden können, warum sollen wir sie dann aufnehmen? Eine gute Frage, auf die es jedoch eine einfache Antwort gibt. Nicht alle Bitterstoffe sind gefährlich für unsere Gesundheit. Ganz im Gegenteil: Es gibt viele, die echte Allrounder in Sachen Wohlbefinden sind. Ca. 250 Pflanzen, die bittere Bestandteile aufweisen, werden im medizinischen oder naturheilkundlichen Zusammenhang genutzt. Es gibt sogar solche, die in Medikamenten zugelassen sind.

Dein Körper ist in der Lage, sie für sich zu nutzen. Erstaunlich ist, dass er Rezeptoren für Bitterstoffe besitzt, die über den gesamten Organismus, sogar in der Lunge, verteilt sind. Dort sollen die Bitterstoffe Entzündungen entgegenwirken und das Immunsystem anregen. Besonders bekannt sind Bitterstoffe allerdings, für ihre positive Wirkung auf die Darmtätigkeit.

Die Nahrung kann verträglicher werden, indem die Bildung von Verdauungssäften angeregt wird. Bitterstoffen wird sogar nachgesagt, dass sie schlank machen. Mehr zu der Wirkung von Bitterstoffen verrate ich dir im 2. Teil unseres Themen-Specials Bitterstoffe.

Traurig aber wahr: Bitterstoffe sind in Vergessenheit geraten

Früher waren die Nutzung und das Wissen von Bitterkräutern ganz selbstverständlich. Sie wurden von Generation zu Generation weitergegeben und im Alltag genutzt. Heute sind Bitterstoffe in Vergessenheit geraten. Hand aufs Herz: Hast du dich zuvor intensiv mit der Wirkung von Bitterstoffen beschäftigt? Es gibt drei Gründe, warum bittere Substanzen nicht mehr die gleiche Präsenz wie in der Vergangenheit besitzen.

1. Die Bitterstoff-Generation ist nicht mehr aktiv

Noch vor einigen Jahrzehnten gab es recht viele Menschen, die im Alltag mithilfe von Wildkräutern und pflanzlichen Extrakten ihre Beschwerden gebessert haben. Ein Sud aus pflanzlichen Komponenten war schnell und einfach herzustellen. Das Wissen ist aber nach und nach verblasst.

Die heutige Generation zieht es vor, sich selbst zu informieren und nicht mehr Großmutters alten Traditionen zu vertrauen. Sich selbst Kenntnisse anzueignen, ist eine gute Sache. Allerdings wird zumeist das gelesen, was gerade unter die Kategorie Mainstream fällt. Taucht das Thema Bitterstoffe nicht auf, kommst du kaum in Berührung mit den pflanzlichen Helfern. Daran möchten wir etwas ändern.

2. Unsere Ernährungsgewohnheiten haben sich verändert

Stress und Hektik bestimmen viel zu oft unseren Alltag. Das Problem: Wir haben nur wenig Zeit, um uns Gedanken um eine nährstoffreiche Kost zu machen. Stark verarbeitete Lebensmittel und Fast Food nehmen in der Ernährung nicht selten einen entscheidenden Anteil ein. Wer sich einen frischen Salat mit Wildkräutern zubereiten möchte, müsste viel Zeit investieren.

Zunächst würde der Gang in die Natur anstehen, danach muss fein säuberlich sortiert, geputzt und zubereitet werden. Um dem Gesundheitskick nicht in letzter Minute einen Strich durch die Rechnung zu machen, sollte zu einem selbst hergestellten Dressing und nicht zu einer Mixtur aus dem Discounter gegriffen werden. Dafür geht weitere Zeit ins Land. Selbst wenn du dir die Mühe machen möchtest, ist eine Suche nach Bitterstoffen in der Natur nicht immer von Erfolg gekrönt. Im Gegensatz zu früher sind Wildkräuter nämlich nicht mehr so einfach anzutreffen.

3. Bitter wurde als unangenehme Geschmacksrichtung positioniert

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass kaum ein Lebensmittel heute noch bitter schmeckt? Vor allem verarbeitete Speisen rufen diese geschmackliche Assoziation nicht mehr hervor. Sie gilt als unbeliebt und daran ist nicht zuletzt die einseitige Würzung der Lebensmittel schuld.

Die Industrie spart weder an Salz noch an Zucker, an Bitter hingegen schon. Selbst natürliche Kreuzblütengewächse wie Rucola, die ursprünglich bitter schmeckten, haben an dem typischen Geschmack verloren. Allerdings lohnt es sich, den bitteren Geschmack wieder auf den Speiseplan zu setzen, um eine ausgewogene Ernährung weiter zu bereichern.

Arktis Bitter-Elixier

Bitterstoffe können mithilfe von verschiedenen Gewächsen aufgenommen werden. Die einfachste und effektivste Form ist ein Elixier. Wir sind stolz, dir unser neuestes Produkt vorstellen zu dürfen. Eine sorgfältige Auswahl hochwertiger Kräuter und ein Reifeprozess, der über mehrere Wochen anhält, münden in einem Bitter-Elixier, dass es in sich hat.

Hier ist Handarbeit gefragt und selbst die Mondphasen werden berücksichtigt. Ganz konkret greift unser Arktis Bitter-Elixier auf die Hilfe von 11 Kräutern bzw. deren Bestandteilen zurück. Darunter Odermennigkraut, Löwenzahnkraut, Mariendistelfrüchte, Galgant, Mistel, Pomeranzenschalen, Käsepappelblätter, Ringelblumenblüten, Schafgarbenkraut, Spitzwegerichblätter und Tausendgüldenkraut.

Mit einigen Tropfen täglich hast du die Möglichkeit, dein Wohlbefinden zu steigern. Anwender empfehlen Arktis Bitter-Elixier, vor dem Schlafengehen, zur Reinigung der Leber und zur Bekämpfung von Heißhunger. Wir sind gespannt, wie dir unser Arktis Bitter-Elixier gefällt.

Quellen:

  1. https://www.ptaheute.de/apothekenpraxis/heimische-heilpflanzen-im-kurzportrait
  2. https://utopia.de/ratgeber/besser-nicht-essen-das-macht-kartoffeln-giftig/
  3. https://docplayer.org/11754627-Anwendung-von-bitter-und-oder-scharfstoffdrogen-bei-dyspepsie
Jennifer Ann Steinort

Autorin Jennifer Ann Steinort

„Mir ist besonders wichtig, dass meine Leser etwas für ihren Alltag mitnehmen können“.

Ich bin Dipl. Gesundheitsökonomin und hauptberufliche Medizinjournalistin. In den letzten Jahren habe ich mich zunehmend auf den Bereich Nahrungsergänzungsmittel spezialisiert und versuche mit meiner Art und lebensnahen Artikeln Leser zu begeistern.

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