Die Allergiesaison ist wieder im vollen Gange. Allein in Deutschland sind zwischen 20 und 30 Millionen Menschen betroffen, Tendenz steigend. Die körperlichen Reaktionen können sehr unterschiedlich ausfallen und sind zusätzlich abhängig von der Art der Allergie.

Nicht selten kann sich ein vermeintlich harmloser Heuschnupfen zu einem ausgeprägten Asthma entwickeln. In Extremfällen sind sogar sogenannte anaphylaktische Schocks möglich, die unbehandelt zum Tod führen können.

Doch woher kommen Allergien eigentlich? Wie entstehen sie und was hat unser Darm damit zu tun?

Allergiearten

Das Wort Allergie stammt aus dem altgriechischen und bedeutet so viel wie Fremdreaktion. Denkt man an Allergien, fallen einem als erstes Pollen- oder Nahrungsmittelallergien ein. Die Bandbreite der Allergien ist allerdings weit größer, so z.B. gegen Tierhaare, Hausstaub, Insektengifte, u.v.a. (Abb. 1.).

Allergien sind überschwängliche Reaktionen des Immunsystems gegen für den Körper eigentlich ungefährliche Stoffe. Im Gegensatz dazu stehen Unverträglichkeitsreaktionen der Pseudoallergien oder Intoleranzen, die zwar ähnliche Ausprägungen zeigen können, allerdings nicht durch das Immunsystem vermittelt werden (z.B. Zöliakie – Glutenunverträglichkeit oder Laktoseintoleranz).

Allergene

Ausgelöst werden Allergien durch Allergene. Allergene biologischer Herkunft sind zumeist Proteine, können aber auch anorganische Stoffe wie Metalle sein (z.B. Nickel, Cobalt, Chrom). Die Aufnahme der Allergene erfolgt über verschiedene Wege (Abb. 1).

Zu diesen gehört das Schlucken, bei dem z.B. über Nahrungsmittel Allergene aufgenommen werden. Pollen, der Kot von Haustaubmilben und Speichelbestandteile auf Tierhaaren sind Allergieauslöser, die durch Inhalation in den Körper gelangen und so Symptome auslösen können.

Teilweise kann auch schon der bloße Hautkontakt mit Allergenen (z.B. Latex, Metalle oder Chemikalien) zu allergischen Reaktionen führen. Die vierte Möglichkeit ist die Injektion. Diese hat vor allem bei Insektenstichen (z.B. Wespen oder Mücken) oder Spritzen (z.B. Medikamente) Relevanz.

Kreuzallergie

Neben den primären Allergenen kann es auch vorkommen, dass das Immunsystem auf Stoffe reagiert, die dem Primärallergen sehr stark ähneln. Dann spricht man von einer Kreuzallergie oder Kreuzreaktion. Die Antikörper weisen eine gewisse Affinität für bestimmte Bindungsstellen der Allergene auf, die sogenannten Epitope.

Treffen sie auf Stoffe, die sehr ähnliche Epitope besitzen, kann es zur Bindung kommen und Allergiesymptome werden ausgelöst. Zu den bekannten Kreuzallergien gehört z.B. die Birkenpollenallergie. Birkenpollenallergiker können ebenso auf Äpfel, Nüsse, Haselpollen, Beifuß oder auch Pfeffer reagieren.

Die Ausprägung der Kreuzreaktionen ist sehr unterschiedlich und ist ebenso abhängig von den Anbau- und Verarbeitungsbedingungen der jeweiligen Lebensmittel.

Abb. 1: Allergien und Allergene – in der Umwelt befinden sich zahlreiche, für gewöhnlich harmlose Stoffe, die über verschiedene Wege in den Körper gelangen und bei Menschen mit fehlgeleitetem Immunsystem allergische Reaktionen hervorrufen. Grafik von: Dr. Florian Bilz (Arktis BioPharma).

Allergien im Wandel

Allergien sind ein globales Problem, das allerdings vermehrte Häufigkeiten in industriellen Nationen aufweist. Die Ausprägungen und Verteilungen der einzelnen Allergien zeigen eine geographische Abhängigkeit. Das liegt zum einen an den örtlich vorherrschenden Pflanzenarten, dem Klima, sowie der jeweiligen Ernährung und zum anderen gibt es Hinweise auf den Einfluss bestimmter genetischer Faktoren (D’Amato et al., 2007; Nwaru et al., 2014a, 2014b; du Toit et al., 2016; Loh & Tang, 2018; Suaini et al., 2019).

Im Laufe der Jahre zeigt sich eine stetige Zunahme von Allergien in Deutschland, sowie Europa. Ein sehr großer Faktor ist der Klimawandel und die Erderwärmung (D’Amato et al., 2007, 2020; Lake et al., 2017). Durch den steigenden CO2-Gehalt und die häufiger bzw. länger andauernden warmen Temperaturen steigt die Pollenproduktion und -last, aber auch die Dauer der Pollensaison.

Vermehrte Winde und Stürme fördern die Pollenverbreitung. Starke Regenfälle erhöhen zudem die Verbreitung von Schimmelpilzen, die ebenfalls allergische Reaktionen auslösen können (D’Amato et al., 2020).

Auch die fortschreitende Urbanisierung trägt zur Verbreitung von Allergien bei, da sich Pollen durch Abgase und Luftverschmutzung an Staub und Rußpartikel heften. Diese Anheftung führt zu einer stärkeren Verbreitung der Pollen und hat vermutlich auch einen adjuvanten Effekt bei der Ausbildung bzw. Ausprägung einer Allergie (D’Amato et al., 2007, 2020).

Zu den direkten physikalischen Bedingungen kommen noch klimabedingte Veränderungen der Flora und Fauna. Auch in Deutschland kommt es zu einer verstärkten Ausbreitung invasiver, nicht-einheimischer Pflanzenarten, die neue Allergene mit sich bringen. Ein bekanntes Beispiel ist das Beifußblättrige Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia), dessen Allergiepotential um ein Vielfaches höher ist (Lake et al., 2017; Höflich, 2018).

Neben den typischen Pollenallergien spielen auch Nahrungsmittelallergien eine entscheidende Rolle. Hier ist ebenfalls der Trend zu beobachten, dass die Häufigkeiten steigen, vor allem bei Kindern (Nwaru et al., 2014a, 2014b; du Toit et al., 2016; Loh & Tang, 2018; Sicherer & Sampson, 2018).

Allergie und Immunsystem

Allen Allergien ist gemein, dass das Immunsystem beteiligt ist. Nach Aufnahme der Allergene kommt es zu einem komplexen Zusammenspiel aus u.a. spezifischen T-Zellen, regulatorischen T-Zellen, B-Zellen, dendritischen Zellen, Mastzellen und deren Signalmoleküle wie Zytokine oder Histamin (Abb. 2).

Die Immunzellen befinden sich meist in den Schleimhäuten und Kontaktflächen zur Außenwelt, wie Nasen/Rachen-Raum, Lunge, Darm oder der Haut. Für die Ausprägung einer Allergie ist es dabei nicht immer entscheidend zu welchem Organ das Allergen Kontakt hat. So weiß man, dass im Kindesalter Nahrungsmittelallergene auch über beschädigte oder angegriffene Haut aufgenommen werden können (du Toit et al., 2016; Sampson et al., 2018).

Einer allergischen Reaktion geht immer eine Sensibilisierungsphase voraus, in der das fehlgeleitete Immunsystem eine Art Gedächtnis für das Allergen aufbaut. Diese Sensibilisierungsphase kann von wenigen Tagen bis hin zu Jahren reichen, in der die Allergie nicht wahrgenommen wird. Ist die Sensibilisierung abgeschlossen, ist sie meistens bis zum Lebensende manifest.

Die Rolle des Darms

In der Darmwand befindet sich ein extrem komplexes Netzwerk aus Immunzellen, das sogenannte GALT („gut associated lymphoid tissue“ – Darm-assoziiertes Lymphgewebe), das ca. 70-80 % unseres Immunsystems ausmacht (Abb. 2).

Dort steht es im ständigen Kontakt mit Nahrungsbestandteilen, aber auch Krankheitserregern und der darmeigenen Mikrobiota, die sich gegenseitig beeinflussen und die Entwicklung eines „gesunden“ Immunsystems überhaupt erst ermöglichen (Pott & Hornef, 2012; Levy et al., 2016; Belkaid & Harrison, 2017; Wang et al., 2019; Fung, 2020).

Mit der Nahrung aufgenommene Allergene, die als Antigene fungieren, werden über das Darmepithel von sogenannten M-Zellen oder dendritischen Zellen aufgenommen. Diese prozessieren und präsentieren anschließend diese Antigene naiven T-Zellen und B-Zellen.

Über eine komplexe Kaskade an Signalwegen unter Beteiligung weiterer Immunzellen (z.B. T-Helfer Zellen (TH2), Lymphoide Zellen (ILC), Basophile und natürliche Killer-T-Zellen) differenzieren die B-Zellen, denen die Antigene präsentiert wurden, zu Plasmazellen, die daraufhin spezifische Antikörper wie Immunglobulin E (IgE) produzieren (Chatila et al., 2008; Akdis & Akdis, 2011; Sampson et al., 2018).

Abb. 2: Stark vereinfachte, schematische Darstellung des Allergiemechanismus – Eine komplexe Kaskade an Signalmolekülen, unter Beteiligung zahlreicher Immunzellen und Immunglobulin E (IgE), führt zur Ausschüttung von unteranderem Histamin, dass die typischen Allergiesymptome auslöst. Weitere Quellen für Histamin sind die Mikrobiota und histaminreiche Nahrungsmittel. Ein gestörtes Verhältnis zwischen T-Helfer (TH) 1 und TH2 Zellen wird als einer der Hauptfaktoren für Allergien vermutet. Extrazellulär wird Histamin durch die Diaminoxidase (DAO) und intrazellulär durch die Histidin-N-Methyltransferase (HNMT) abgebaut. EZ – Epithelzellen, DZ – Dendritische Zellen, PKZ – Paneth-Körnerzelle, Bnaiv – naive B-Zellen, B/TReg – regulatorische B/T-Zellen. IL – Interleukin, KFS – kurzkettige Fettsäuren, Diff. – Differenzierung, TNF – Tumornekrosefaktor, IFN – Interferon. Grafik von: Dr. Florian Bilz (Arktis BioPharma).

IgE als Hauptmediator

Das gebildete IgE ist spezifisch gegen das jeweilige Antigen und bei den meisten Immunzellen membranständig. Es aktiviert Mastzellen und Basophile Granulozyten, die daraufhin Histamin, Heparin, Prostaglandin und Zytokine wie Inteleukin-4 (IL-4) ausschütten.

IL-4 wiederum aktiviert TH2-Zellen, die wiederum zur Differenzierung zu Plasmazellen führen, die daraufhin weiteres IgE produzieren. Dieser sich selbst verstärkende Kreislauf wird durch weitere Anregung von Immunzellen befeuert, die Zytokine ausschütten (z.B. IL-33) und so regulatorischen T-Zellen hemmen können (Akdis & Akdis, 2011; Sampson et al., 2018).

Die IgE vermittelten Allergien gehören zu dem Sofort-Typ I, der am häufigsten auftritt.

Nach dem ersten Kontakt mit dem Allergen, bleibt der betroffene noch symptomfrei. Erst durch erneute Anregung und vermehrte Bildung von IgE Antikörpern, die sich auf der Zellmembran der Mastzellen vernetzen, kommt es zur dauerhaften Reaktion auf das Allergen (Sensibilisierung).

Diese Sensibilisierungsphase kann sich zeitlich von einigen Tagen bis hin zu mehreren Jahren erstrecken. Normalerweise würden spezielle regulatorische B- und T-Zellen die Aktivität der IgE Produktion regulieren. Bei Allergikern ist diese Funktion jedoch aus noch nicht gänzlich verstanden Gründen gestört.

Ein Beitrag dazu leisten wahrscheinlich genetische Faktoren, gesteigerte Hygiene, Umweltverschmutzung, Lebens- und Ernährungsweise, sowie der Rückgang parasitärer Erkrankungen, die hauptsächlich durch IgE Bildung abgewehrt werden.

Da eine Antikörperbindung nicht immer zu 100 % spezifisch ist, kann es auch dazu kommen, dass das IgE an strukturell ähnliche Epitope bindet. Es entsteht die typische Kreuzreaktion. Genau diese Kreuzreaktion zeigt, dass das Immunsystem über Blut- und Lymphgefäße vernetzt ist und sich die Kommunikation über den gesamten Körper erstreckt.

Genau so kann ein Nahrungsmittel z.B. Husten auslösen, obwohl es im Darm detektiert wurde und sich nicht in der Lunge befindet.

Histamin – Freund und Feind

Histamin ist ein Biogenes Amin, das durch Decarboxylierung von L-Histidin durch die Histidin-Decarboxylase (HDC) gebildet wird. Es hat eine enorme Bandbreite an Funktionen im Körper und wird von unterschiedlichsten Zelltypen gebildet und teilweise gespeichert.

Detektiert wird es von einer Vielzahl an Zelltypen (Neurone, Muskelzellen, Leberzellen, Epithelzellen, Endokrine Zellen und der überwiegende Teil an Immunzellen) über 4 verschiedene Rezeptoren (H1R-H4R), die jeweils auch die Funktion des Histamins bestimmen (Bäumer & Roßbach, 2010; Smolinska et al., 2014; Thangam et al., 2018).

Die IgE vermittelte Ausschüttung von Histamin durch Basophile und Mastzellen führt zu den typischen H1R vermittelten allergischen Symptomen. Es erweitert die Blutgefäße und bewirkt dadurch die Einlagerung von Gewebswasser (Quaddelbildung), die bis zur Nesselsucht (Urtikaria) führen kann.

Es rekrutiert weitere Immunzellen die zu einem fortlaufenden Kreislauf der Zytokinausschüttung führen und so allergische und inflammatorische Prozesse am Laufen halten und verstärken. Über die hauptsächliche Aktivierung des H1-Rezeptors führt Histamin zu Rötung, Juckreiz, Niesen, Bronchiokonstriktion, Anaphylaxie, Bindehautentzündung, Atopische Dermatitis oder Asthma (Bäumer & Roßbach, 2010; Greiner et al., 2011; Ando et al., 2017; Barcik et al., 2017; Sampson et al., 2018; Mandola et al., 2019).

Histamin hat allerdings auch viele wichtige Funktionen im Körper. So reguliert es die Magensäureproduktion, Herzschlagfrequenz, den Zirkadianen-Rhythmus, wirkt als Transmitter mit weitreichenden Gehirnfunktionen und ist an der embryonalen Gehirnentwicklung beteiligt (Bergquist & Dutia, 2006; Molina-Hernández et al., 2012; Stojković et al., 2015).

Auch wenn die Symptomatiken einer Allergie sehr ähneln können, ist eine Histaminintoleranz (Histaminose) keine Allergie, sondern eine Unverträglichkeitsreaktion, ausgelöst durch ein Missverhältnis zwischen aufgenommenem und abgebautem Histamin im Darm. In der Regel wird Histamin extrazellulär durch die Diaminoxidase (DAO) und intrazellulär durch die Histidin-N-Methyltransferase (HNMT) abgebaut.

Diese Funktion kann allerdings, angeboren oder erworben, gestört sein. Aktuell existieren hauptsächlich Vermeidungsstrategien bestimmter histaminhaltiger Lebensmittel (wie Tomaten, Käse, Spinat, Hühnchen, Fisch, u.v.a.), um die Reaktionen möglichst gering zu halten (Maintz & Novak, 2007; Schwelberger, 2009, 2010; Kovacova-Hanuskova et al., 2015; Stojković et al., 2015; Comas-Basté et al., 2020).

Die Rolle der Mikrobiota

Neben dem Immunsystem ist der Darm mit Milliarden Mikroorganismen besiedelt, die Mikrobiota. Dass diese Mikrobiota einen essenziellen Einfluss auf unser gesamtes Leben nehmen ist längst kein Geheimnis mehr und Gegenstand intensiver Forschung. So nimmt sie auch Einfluss auf das Allergiegeschehen im Körper.

Die Mikrobiota ist maßgeblich an der Entwicklung und Ausbildung des Immunsystems beteiligt. Da Allergien Teil eines gestörten Immunsystems sind, liegt es nahe, dass auch die Mikrobiota Einfluss darauf haben. Sie produzieren eine Vielzahl an Metaboliten, die direkt oder indirekt mit dem Immunsystem interagieren.

Zu diesen gehören die bekannten Kurzkettigen Fettsäuren (wie Butyrat, Acetat und Propionat), die in der Lage sind die Zahl der Dendritischen und regulatorischen T-Zellen zu erhöhen. Sie fördern ebenso die Immuntoleranz und reduzieren pro-inflammatorische Zytokine (Shu et al., 2019; Lee et al., 2020).

In den frühen Phasen der Entwicklung ist eine ausgewogene Balance innerhalb der Mikrobiota Gattungen für die Ausprägung einer Immuntoleranz wichtig. Die Entwicklung zu einer gesunden Mikrobiota fördert das TH1/TH2 Zell-Verhältnis hin zu mehr TH1 Zellen. Bei Kindern mit einer Allergie liegt hingegen eine erhöhte Zahl an TH2 Zellen vor.

Es wird angenommen, dass die Mikrobiota in der Lage ist Dendritische Zellen zu aktivieren und die Immunglobulin A (IgA) Zirkulation zu fördern. Eine gestörte oder verspätete sekretorische IgA Funktion wird mit der Entwicklung von Nahrungsmittelallergien in Zusammenhang gebracht.

Für die Aufrechterhaltung und Ausprägung einer Immuntoleranz sind ebenso regulatorische B-Zellen verantwortlich, die Ebenfalls durch die frühkindliche Besiedlung der Mikrobiota beeinflusst werden. Da die Diversität der Mikrobiota und die Art der gebildeten Metabolite ebenso von der Ernährung abhängig ist, ist es nicht weiter verwunderlich, dass Nahrungsbestandteile ebenso ihren Beitrag zur Ausbildung von Allergien beitragen (Sjögren et al., 2009; Trompette et al., 2014; Aitoro et al., 2017; Lee et al., 2020).

Wann entwickelt sich mein Mikrobiom

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Mikrobiota Dysbiose

Mikrobiota Analysen sind oft schwer zu interpretieren, da es nicht das eine Mikrobiom gibt, sondern es immer von der Ernährungsweise, dem Gesundheitsstatus, der geografischen Herkunft, körperlichen Fitness und genetischen Faktoren abhängt. Untersuchungen zeigen aber, dass gerade Dysbiosen bzw. eine verarmte Diversität bei Menschen mit Allergien vorkommen können.

Der Grundstein für Allergien wird oft schon im Säuglingsalter gelegt. Neben den oben genannten Faktoren scheint schon die Art der Geburt (auf natürlichem Wege oder per Kaiserschnitt) Einfluss zu nehmen. Ebenso wurden Unterschiede festgestellt, wenn Säuglinge Muttermilch oder Fertignahrung bekamen.

Kinder, die in der ersten Lebenswoche bereits mit Lactobacillus (L.) rhamnsosus, L. casei und L. paracasei besiedelt waren, hatten eine geringere Wahrscheinlichkeit in den ersten 5 Jahren eine Allergie zu entwickeln. Kinder, die eine Allergie entwickelten, waren in den ersten zwei Lebensmonaten mit weniger der genannten Laktobazillen, sowie Bifidobacterium (B.) adolescentis und Clostridium difficile besiedelt.

Auch das Verhältnis bestimmter Bakterienfamilien und -gattungen (wie Bacteroides:Firmicutes, Enterobacteriaceae:Bacteroidaceae), sowie die Häufigkeit verschiedener Gattungen (wie Acinetobacter, Clostridium, Klebsiella, Ruminococcus, Enterococcus, u.v.a.) spielen eine Rolle (Martín et al., 2003; Perez et al., 2007; Sjögren et al., 2009; Cho & Norman, 2013; Fernández et al., 2013; Aitoro et al., 2017; Gholizadeh et al., 2019; Suaini et al., 2019; Wood et al., 2021).

Mikrobiota und Histamin

Histamin produzierende Bakterien sind vor allem im Zusammenhang mit fermentierten Lebensmitteln, aber auch verdorbenen Fisch bekannt. Zu ihnen gehören Morganella morganii, Eschericha coli, Hafnia alvei, Enterobacter aerogenes, Proteus vulgaris, Citrobacter freundii, Klebsiella pneumoniae, Pseudomonas fluerescens und einige andere (Smolinska et al., 2014; Barcik et al., 2017).

Auch spezifische Lactobacillus Stämme, wie L. delbrueckii subsp. lactis und L. helveticus oder Streptococcus thermophilus, die in Käse vorkommen, können zur Histaminproduktion in fermentierten Lebensmitteln beitragen (Moniente et al., 2021).

Da Bakterien derselben Art viele genetische Unterschiede zeigen, ist bei der Bestimmung ihrer Funktion immer entscheidend sie nach Stämmen zu unterscheiden. So besitzen etwa 6 % der Streptococcus thermophilus Stämme das Gen zur Histaminproduktion, von denen trotzdem nicht alle auch Histamin bilden (Priyadarshani & Rakshit, 2011; Moniente et al., 2021).

Auch in unserem Darm wurden einige Bakterienarten identifiziert, die Histamin produzieren. Darunter sind Stämme der Arten L. vaginalis, L. reuteri, L. casei, L. bulgaricus, E. coli und Morganella morganii (Barcik et al., 2017; Pugin et al., 2017; Schink et al., 2018).

Ebenso konnten histaminabbauende Stämme der Arten Clostridium perfringens, E. coli und Klebsiella pneumoniae identifiziert werden (Pugin et al., 2017). Bei Patienten mit Histaminintoleranz wurden teilweise leichte Verschiebungen der Häufigkeiten histaminproduzierender Bakterien gefunden (Schink et al., 2018).

Durch die mikrobielle Produktion von Histamin, sowie die immunmodulatorischen Eigenschaften der Mikrobiota ist es denkbar, dass Verschiebungen der Mikrobiota Einfluss auf die Ausprägung von Allergien haben. Dass die Fähigkeit zur Histaminproduktion nicht zwangsläufig negative Effekte haben muss, zeigt das Beispiel eines L. reuteri Stamms, der trotz HDC Expression protektive und anti-inflammatorische Eigenschaften besitzt (Gao et al., 2015).

Therapieansätze

Es zeigt sich, dass Kinder die auf dem Land, Bauernhöfen bzw. in einer „angereicherten“ Umwelt (Haustiere, Geschwister, etc.) aufwachsen eine andere Mikrobiotazusammensetzung haben als „Stadtkinder“ bzw. solche unter übermäßigen Hygienemaßnahmen und dass diese Kinder eine geringere Wahrscheinlichkeit besitzen Allergien auszubilden (Hanski et al., 2012; du Toit et al., 2016; Aitoro et al., 2017; Shu et al., 2019; Cukrowska et al., 2020).

Daher erscheint der Ausgleich dieser Dysbiose ein interessanter Therapieansatz, um die Ausbildung einer Allergie zu verhindern oder die bestehende Allergie abzumildern.

Da sich das Immunsystem und die Vielzahl der Allergien schon im Kindesalter entwickeln, werden Studien vor allem in diesem Altersbereich unternommen. Ein primäres Verhindern wird zurzeit kontrovers diskutiert, da eine sehr heterogene Studienlage existiert (de Silva et al., 2014).

Eine probiotische Intervention zeigte leichte Effekte bei Ekzemen, aber nicht bei Asthma, Rhinokonjunktivitis oder Keuchen (Zuccotti et al., 2015). Der Einsatz von B. infantis zeigte anti-inflammatorisch Effekte, bei denen sich IL-10 und Foxp3 positive T-Zellen im Blut erhöhten (Konieczna et al., 2012).

In in vitro Studien wurde gezeigt, dass Laktobazillen in der Lage sind in Mastzellen die Expression von IgE-Rezeptoren und HR4 zu reduzieren, sodass deren Ausschüttung von Allergiemediatoren vermindert wird (Oksaharju et al., 2011).

Studien mit B. breve, der natürlicherweise in Muttermilch vorkommt und einer der Pionierkolonisatoren im Darm von Neugeborenen darstellt, zeigen ebenfalls immunmodulatorische Effekte, die die allergischen Ausprägungen sowie Symptomatiken mildern (Wong et al., 2019; Cukrowska et al., 2020).

Der Einsatz von L. rhamnosus zeigte leichte Minderungen der Symptomatiken bei Milchallergikern (Lee et al., 2020).

Neben solchen probiotischen Strategien erscheinen prebiotische Strategien teilweise sogar vielversprechender, da Ballaststoffe die endogenen Bakterien stärken, deren Wachstum fördern und so ein positiver Einfluss auf das gesamte Darmökosystem ausgeübt wird (Gourbeyre et al., 2011).

Vitamin C, B6 und Kupfer sind wichtige Co-Faktoren der DAO und ermöglichen den Histaminabbau. Eine Unterstützung des Histaminabbaus ist teilweise durch die Supplementierung dieser Co-Faktoren möglich (Smolinska et al., 2014).

Da die immunregulatorischen Eigenschaften stammspezifisch sind, können sie nicht vereinfacht auf andere Stämme derselben Art übertragen werden (Aitoro et al., 2017; Lee et al., 2020).

Um aussagekräftige Studien zur Behandlung mit Probiotika durchzuführen, müssen neben einer hohen Anzahl an Studienteilnehmern diese auch ein ähnliches soziales und ökologisches Umfeld aufweisen, sowie eine vergleichbare, dem strikten Studienplan folgende Ernährungsweise umsetzen. Da es sehr schwer ist, all diese Gegebenheiten garantieren zu können, ist die aktuelle Studienlage noch sehr heterogen, jedoch vielversprechend.

Den Darm bei Allergien stärken

Da wir wissen, dass der Darm eine entscheidende Rolle im Allergiegeschehen hat, sollte dieser auch ausreichend umsorgt werden. Akazienfasern bieten durch ihren hohen Anteil an löslichen Ballaststoffen die ideale Versorgung der darmeigenen Mikrobiota, durch die ungünstige Bakterien besser verdrängt werden können.

Mit ihren bifidogenen Effekten trägt sie zum Aufbau und zur Unterstützung der Darmtätigkeit bei. Zu einem gesunden Darm gehört ebenso eine gesunde Mikrobiota. Probiotika wie Select oder Premium bieten hier die Möglichkeit den Darm mit guten Bakterien zu versorgen und so einen Beitrag zum Ausgleich möglicher Dysbiosen leisten zu können.

Da Histamin eine bedeutende Rolle bei Allergien spielt, ist es wichtig, dass es auch ausreichend abgebaut werden kann. Hier kann Histahit diese Funktion unterstützen, da es die Spurenelemente und B-Vitamine liefert, die für die DAO von Bedeutung sind.

Ebenso wichtig sind Antioxidantien für die Funktion der DAO und bei Entzündungen. Hier kann VitaC unterstützend wirken, denn es liefert nicht nur die Ascorbinsäure in der besser verträglichen veresterten Variante (Ester-C®), sondern liefert auch Quercitin und Rutin, weitere pflanzliche Antioxidantien.

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Florian Bilz

Autor Florian Bilz

"Ich bin promovierter Neurowissenschaftler und hatte schon immer eine Schwäche für physiologische Prozesse."

Als Biologe von Herzen interessieren mich sämtliche Prozesse, die in und um Lebewesen geschehen. Genau diese Faszination möchte ich auch in die tägliche Arbeit des Produktmanagements und der wissenschaftlichen Beratung tragen.

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