Was kann hinter einem Blähbauch stecken?

Was kann hinter einem Blähbauch stecken?

Ein Blähbauch kann ganz schön unangenehm sein: Der Bauch spannt, fühlt sich voll an und manchmal ist die kleine Wölbung sogar unter der Kleidung sichtbar. Die Ursachen reichen von Essgewohnheiten über Unverträglichkeiten bis hin zu Erkrankungen des Verdauungstrakts. Eine wichtige Rolle spielt auch das Mikrobiom. Wir schauen uns an, welche Ursachen besonders häufig verantwortlich sind, was du selbst ausprobieren kannst und wann du die Beschwerden besser ärztlich abklären lässt.

 

Woran erkenne ich einen Blähbauch?

Jeder kennt ihn, dennoch macht er sich oft unterschiedlich bemerkbar, der lästige Blähbauch. Typisch ist ein Völlegefühl oder Spannungsgefühl im Bauch, das sich im Laufe des Tages verstärkt. Dein Bauch kann dabei sichtbar aufgebläht wirken oder sich einfach ungewöhnlich voll und gespannt anfühlen.

Häufig kommen weitere Beschwerden dazu:

  • vermehrte Darmgeräusche oder Gluckern
  • häufiges Aufstoßen
  • vermehrte Darmgase und Blähungen
  • Druckgefühl im Bauch
  • leichte bis krampfartige Bauchschmerzen

Gut zu wissen!

Kleine Wölbungen bedeuten nicht automatisch einen Blähbauch, denn bei manchen Menschen schwankt der Bauchumfang im Tagesverlauf deutlich. Das ist völlig normal, weil sich im Laufe des Tages immer mehr Luft und Gase im Darm ansammeln und die Verdauung langsamer wird. Was du morgens noch als flachen Bauch bewunderst, kann abends also ganz anders aussehen.

 

Blähbauch: Ursachen im Überblick

Ein Blähbauch kann viele verschiedene Ursachen haben. Manchmal ist es nur eine vorübergehende Reaktion auf eine üppige Mahlzeit – das vergeht dann meistens wieder schnell. Treten die Beschwerden aber regelmäßig auf, können auch bestimmte Ernährungsgewohnheiten, Unverträglichkeiten oder Erkrankungen dahinterstecken.

Blähbauch: Ernährung und Essgewohnheiten als Ursache

Bestimmte Lebensmittel fördern die Bildung von Darmgasen. Dazu gehören unter anderem Hülsenfrüchte, Kohl, Zwiebeln und Knoblauch. Auch größere Mengen bestimmter Kohlenhydrate können bei empfindlichen Menschen Beschwerden auslösen. Dazu zählen beispielsweise Fruktose oder Zuckeralkohole wie Sorbit.

Nicht immer liegt es jedoch am einzelnen Lebensmittel. Auch sehr große Mahlzeiten, schnelles Essen und hastiges Trinken können bei dir einen aufgeblähten Bauch begünstigen. Das Problem beim eiligen Trinken und Essen ist, dass du dabei viel Luft schluckst.

Blähbauch: Verstopfung als Erklärung

Wenn der Darminhalt nur langsam weitertransportiert wird, können sich Gase stärker im Darm sammeln. Ein Blähbauch tritt deshalb häufig gemeinsam mit Verstopfung auf. Typisch sind dann zusätzlich ein Druckgefühl, seltener Stuhlgang oder das Gefühl, den Darm nicht vollständig entleeren zu können.

Blähbauch: Nahrungsmittelunverträglichkeiten als Auslöser

Auch eine Unverträglichkeit kann deinen wiederkehrenden Blähbauch verursachen. Häufig diskutiert werden beispielsweise Laktose- oder Fruktosemalabsorption. Werden die entsprechenden Zucker nicht ausreichend aufgenommen, gelangen sie in den Dickdarm und können dort von Bakterien vergoren werden. Dabei entstehen Gase, die Blähungen und Bauchbeschwerden auslösen können.

Blähbauch: Reizdarmsyndrom als Ursache

Wenn Blähungen, Bauchschmerzen und Veränderungen des Stuhlgangs immer wieder auftreten, kann auch ein Reizdarmsyndrom bei dir dahinterstecken. Dabei reagiert der Darm besonders empfindlich auf bestimmte Reize. Deine Beschwerden können beispielsweise durch Ernährung, Stress oder Veränderungen der Darmbewegung beeinflusst werden.

Blähbauch: Erkrankungen des Verdauungstrakts als Verursacher

Bei anhaltenden oder ungewöhnlich starken Beschwerden solltest du auch an Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts denken. Dazu gehören beispielsweise die Autoimmunerkrankung Zöliakie, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder andere Störungen der Verdauung.

 

Dein Darmmikrobiom als möglicher Einflussfaktor

Auch dein Darmmikrobiom kann beeinflussen, wie viel Gas bei der Verdauung entsteht und wie stark du einen Blähbauch spürst. Die Milliarden von Mikroorganismen im Darm bauen Bestandteile der Nahrung ab, die dein Körper selbst nicht vollständig verdauen kann. Dabei entstehen unter anderem Gase.

Wie viele Gase dabei freigesetzt werden, hängt unter anderem davon ab, welche Bakterien in deinem Darm vorkommen und welche Nährstoffe ihnen zur Verfügung stehen. Die Zusammensetzung des Mikrobioms kann übrigens schwanken, beispielsweise durch die Ernährung, Medikamente oder durch Infektionen.

Gut zu wissen!

Ein Blähbauch bedeutet nicht automatisch, dass dein Darmmikrobiom aus dem Gleichgewicht geraten ist. Die Zusammenhänge zwischen Mikrobiom und Verdauungsbeschwerden sind komplex und noch nicht vollständig geklärt. Deshalb lässt sich aus einem Blähbauch allein auch nicht auf eine bestimmte Zusammensetzung der Darmflora schließen.

Soforttipps: Was hilft bei einem Blähbauch?

Wenn dein Bauch bereits aufgebläht ist, möchtest du vor allem eines: dass das unangenehme Druck- und Spannungsgefühl möglichst schnell nachlässt. Einige einfache Maßnahmen können dabei helfen, die Beschwerden zu lindern und die natürliche Darmbewegung zu unterstützen – los geht’s!

1.    Wärme deinen Bauch

Wenn sich dein Bauch aufgebläht und angespannt anfühlt, kann eine Wärmflasche oder ein warmes Körnerkissen guttun. Das liegt daran, dass die Wärme die Muskulatur entspannt. Achte darauf, dass die Wärme angenehm und nicht zu heiß ist. Plane bei einer längeren Anwendung zwischendurch eine Pause für die Haut ein.

2.    Bewege dich nach dem Essen

Auch wenn du dich bei einem Blähbauch am liebsten hinlegen möchtest, bewege dich stattdessen. Ein Spaziergang nach dem Essen kann die Darmbewegung unterstützen und dabei helfen, Gase weiter zu transportieren. Schon 10 bis 20 Minuten entspanntes Gehen können deine Beschwerden reduzieren.

3.    Massiere deinen Bauch sanft

Eine sanfte Bauchmassage kann ebenfalls angenehm sein. Lege deine flache Hand auf den Bauch und massiere ihn langsam und ohne starken Druck in kreisenden Bewegungen. Häufig wird dabei im Uhrzeigersinn massiert. Wenn die Massage Schmerzen verursacht oder deine Beschwerden verstärkt, solltest du damit aufhören.

4.    Iss langsamer und kaue gründlich

Esse bewusst langsamer und kaue gründlich (erst bei einem feinen Brei im Mund schlucken), damit du nicht unnötig viel Luft schluckst. Wenn du regelmäßig nach üppigen Mahlzeiten Beschwerden bekommst, kannst du ausprobieren, kleinere Portionen zu essen und diese über den Tag zu verteilen.

5.    Verzichte bei akuten Beschwerden auf Kohlensäure

Kohlensäurehaltige Getränke verstärken das Gefühl vom Blähbauch oft. Sie können unter anderem zu vermehrtem Aufstoßen und einem stärkeren Völlegefühl beitragen.

Wenn dein Bauch gerade sehr gespannt ist, kannst du deshalb testweise auf stilles Wasser oder andere Getränke ohne Kohlensäure ausweichen.

 

Blähbauch langfristig lindern: So gehst du die Ursache an

Wenn dein Bauch immer wieder aufgebläht ist, reicht es nicht, die Beschwerden jedes Mal kurzfristig zu lindern. Jetzt solltest du herauszufinden, warum dein Bauch so häufig reagiert. Dabei hilft ein systematischer Blick auf deine Ernährung, deine Verdauung und deinen Alltag.

Beobachte deine persönlichen Auslöser

Nicht jeder Blähbauch entsteht durch die gleichen Lebensmittel. Während eine Person beispielsweise Zwiebeln schlecht verträgt, bekommt eine andere Beschwerden nach großen Portionen, bestimmten Milchprodukten oder sehr ballaststoffreichen Mahlzeiten. Versuche deshalb nicht, möglichst viele Lebensmittel gleichzeitig wegzulassen. Wenn du mehrere Dinge auf einmal veränderst, lässt sich später kaum noch feststellen, was tatsächlich einen Unterschied gemacht hat. Mein Tipp: Führe ein Ernährungstagebuch, im Internet gibt es dafür fertige Muster zum Ausdrucken oder du nutzt einfach eine App.

Erhöhe die Ballaststoffmenge langsam

Ballaststoffe sind wichtig für eine gesunde Ernährung und unterstützen unter anderem die Verdauung. Wenn du bisher eher ballaststoffarm gegessen hast und plötzlich sehr viel Vollkorn, Hülsenfrüchte, Gemüse oder Flohsamenschalen auf deinen Speiseplan setzt, kann dein Darm zunächst mit mehr Gasbildung reagieren. Das bedeutet nicht, dass Ballaststoffe grundsätzlich schlecht für einen empfindlichen Bauch sind. Häufig ist vielmehr die Geschwindigkeit der Umstellung entscheidend. Steigere die Menge deshalb schrittweise und trinke genügend.

Achte auf deine Verdauung

Auch dein Stuhlgang kann wichtige Hinweise liefern. Bei Verstopfung kann sich der Darminhalt länger im Darm befinden und Beschwerden wie Druck, Völlegefühl und Blähungen begünstigen. Beobachte deshalb nicht nur, was du gegessen hast, sondern auch, wie deine Verdauung darauf reagiert. Ergänze dein Ernährungstagebuch beispielsweise um Angaben zu Häufigkeit und Konsistenz des Stuhlgangs.

Nimm Stress in Kombination mit Darmbeschwerden ernst

Dein Darm steht in engem Austausch mit deinem Nervensystem. Stress kann deshalb beeinflussen, wie sich der Darm bewegt und wie intensiv du Verdauungsbeschwerden wahrnimmst. Das bedeutet nicht, dass ein Blähbauch sich nur psychisch abspielt. Die Beschwerden sind real, Stress kann sie aber bei manchen Menschen verstärken.

Streich nicht alles vom Speiseplan

Gerade bei einem wiederkehrenden Blähbauch entsteht leicht ein Kreislauf: Ein Lebensmittel verursacht Beschwerden, du streichst es, das nächste Lebensmittel scheint problematisch zu sein und wird ebenfalls gestrichen. Mit der Zeit wird die Ernährung immer eingeschränkter, ohne dass du tatsächlich weißt, was deine Beschwerden auslöst. Wenn deine Symptome deinen Alltag deutlich einschränken, solltest du dir Unterstützung holen, beispielsweise durch eine qualifizierte Ernährungsberatung.

Gut zu wissen!

Vor allem wenn zusätzlich Gewichtsverlust, Blut im Stuhl, Fieber, anhaltender Durchfall oder starke Schmerzen auftreten, solltest du die Beschwerden ärztlich abklären lassen.

 

Unterstütze dein Darmmikrobiom beim Blähbauch

Wenn du immer wieder unter einem Blähbauch leidest, beschäftige dich doch mal näher mit deinem Darmmikrobiom. Der Mikrokosmus in deinem Bauch ist ohnehin sehr interessant. Wenn du dein Darmmikrobiom gezielt unterstützen möchtest, steht dir unser Verkaufsschlager Arktis Arktibiotic® Premium zur Seite. Unser Produkt versorgt deinen Darm mit ausgewählten Bifidobakterien sowie Laktobazillen und enthält zusätzlich Vitamin D. Das lactosefreie Pulver rührst du ganz einfach in Flüssigkeit ein.

Wichtig ist, bei einem Probiotikum nicht nach dem Motto „mehr hilft mehr“ vorzugehen. Gerade wenn dein Darm empfindlich reagiert, kann es sinnvoll sein, mit einer niedrigeren Menge zu beginnen und die Dosierung langsam zu steigern. Für Arktis Arktibiotic® Premium empfehlen wir genau dieses langsame Herantasten: Bei der Erstanwendung wird zunächst mit einem gestrichenen Dosierlöffel täglich begonnen und innerhalb von fünf Tagen auf zwei Dosierlöffel gesteigert.

Unser Probiotikum ersetzt dabei weder eine ausgewogene Ernährung noch die Suche nach der eigentlichen Ursache deiner Beschwerden. Wenn dein Blähbauch neu auftritt, sehr stark ist oder immer wiederkommt, solltest du ihn ärztlich abklären lassen.

 

Quellen

Efficacy and safety of probiotics in the treatment of irritable bowel syndrome: A systematic review and meta-analysis of randomised clinical trials using ROME IV criteria - PubMed

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