Dein Körper lebt mit zahlreichen Mikroorganismen in Symbiose, zum Beispiel mit Darmbakterien. Sie sind nicht nur an der Verdauung, sondern auch an der Vitaminproduktion und Immunregulierung beteiligt. Mit Blick auf Darmpilze ist Symbiose wohl eher der falsche Begriff.

Zwar bietest du den Darmpilzen einen guten Lebensraum, die winzigen Bewohner machen sich aber nicht nützlich. Sie können sogar zu unangenehmen Beschwerden wie Blähungen, Darmkrämpfen und Durchfall führen.

Wir verraten, wie du erkennen kannst, ob Darmpilze in deinem Körper außer Kontrolle geraten sind. Zudem geben wir die Tipps, wie du den unliebsamen Bewohnern zu Leibe rückst.

Pilze sind immer mit an Bord

Dein Darm gleicht einem Mikrokosmos. In deinem größten Immunorgan tummeln sich zahlreiche kleine Helfer. Der Mix aus „guten“ und „schlechten“ Bakterien unterliegt einem empfindlichen Gleichgewicht. Nur wenn alles im Lot ist, fühlt es sich gut in deinem Bauch an.

Allerdings sind Bakterien in deinem Darm nicht alleine. Dazu gesellen sich Untermieter, die nicht viel zu bieten haben: Pilze. In den meisten Fällen handelt es sich um Hefepilze, die der Gattung Candida (v. a. Candida albicans) angehören.

Sie fühlen sich in deinem Darm pudelwohl. Kein Wunder, denn dort herrschen tropische Verhältnisse. Wie du bestimmt weißt, lieben Pilze eine warme und feuchte Atmosphäre. Die ist hier gegeben. Zudem werden sie regelmäßig mit Nahrung versorgt.

Einmal auf der Darmschleimhaut angesiedelt, machen sie sich über Nahrungsreste her, die du nicht verwerten kannst. Zu ihrer Leibspeise gehören Kohlenhydrate und Zucker. Die westliche Ernährungskultur bietet genügend Gelegenheit, sich regelmäßig satt zu essen.

Leider sind Pilze nicht mit „guten“ Darmbakterien zu vergleichen. Während die Bakterien ihre Miete bezahlen, indem sie unerwünschte Keime bekämpfen und bei der Verdauung helfen, sind Pilze eher faule WG-Mitbewohner. Sie sind immer da, bedienen sich an den Essensvorräten aber machen sich nur selten nützlich. Die Untermieter sind für die meisten Menschen kein Problem. Sie fallen unter den Begriff „kommensale Mykoflora“.

Was ist eine kommensale Mykoflora?

Mit Blick auf eine kommensale Mykoflora kommt es zu einem Miteinander zwischen Pilz und Mensch. Ein gegenseitiger Nutzen oder Schaden findet in der Regel nicht statt. Tatsächlich werden die Darmpilze erst dann zum Problem, wenn sie sich übermäßig im Darm verbreiten.

Pilzvorkommen im menschlichen Darm

Pilze allein geben keinen Hinweis auf eine Erkrankung. Schließlich gehören sie zu der bunten Vielfalt deines Darms.

Experten schätzen, dass etwa 20-60 % aller Menschen über eine kommensale Mykoflora verfügen.

Dabei gilt: 104 Pilze/g Stuhl fallen in der Regel unter den normalen Befund, während 104 – 106 Pilze/g Stuhl ein Indiz für eine Pilzerkrankung sind. Nur selten, bei etwa einem Prozent aller Personen, können Werte über 106 Pilze/g Stuhl nachgewiesen werden. Dann sprechen Mediziner von einer sogenannten Kolonmykose.

Die häufigsten Untermieter sind solche, die der Candida-Spezies angehören. In über 90 % der Fälle sind sie bei einem Pilzvorkommen nachweisbar, hauptsächlich als Candida albicans.

Besonders interessant: die Besiedlung mit Mikroorganismen beginnt bereits bei der Geburt. Bei 96 % der Neugeborenen können nach etwa einem Lebensmonat Candida-Hefen festgestellt werden. Ca. 3-5 Jahre dauert es, bis sich die Mikroflora entwickelt hat. Nun trägst du ähnlich wie einen Fingerabdruck eine ganz individuelle Zusammensetzung in deinem Darm.

Darmpilze im Überfluss: Ursachen

Mediziner konnten feststellen, dass es Personen gibt, die häufiger mit Pilzen zu kämpfen haben als andere. Insbesondere Ernährungsfehler sollen die übermäßige Vermehrung von Darmpilzen unterstützen. Die Übeltäter: zu viel Zucker und Weißmehlprodukte. Auch durch Antibiotika oder Cortison können die Darmpilze außer Kontrolle geraten.

Deine Darmflora kann sich durch die Einnahme von Medikamenten geschwächt zeigen. Hilfreiche Bakterien werden dann gerodet, die eigentlich dabei helfen sollen, die Pilze in Schach zu halten.

Darmpilze erkennen ihre Chance und vermehren sich dann viel zu stark. Umweltschadstoffe können darüber hinaus das Immunsystem schwächen und ebenfalls einen optimalen Nährboden für eine übermäßige Verbreitung von Darmpilzen bereiten.

Grundsätzlich sind Menschen mit einem schwachen Immunsystem besonders gefährdet. Darunter fallen Diabetiker, alte Menschen, Krebs- und AIDS-Kranke und Patienten nach Organtransplantationen. Übrigens sind auch Frauen, die regelmäßig die Antibabypille einnehmen, gefährdeter. Das liegt daran, dass die Hormone die Schleimhäute auflockern und zuckerhaltiger gestalten.

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Darmpilze außer Kontrolle: Symptome

Fassen wir noch einmal zusammen: Darmpilze können sich vor allem dann vermehren, wenn deine Darmschleimhaut geschwächt oder geschädigt oder dein Immunsystem nicht auf Kurs ist.

Haben es die Darmpilze geschafft, sich viel zu stark zu vermehren, kannst du folgende Symptome bemerken:

  • Blähungen
  • Darmkrämpfe
  • Durchfälle

Es gibt einen einfachen Test, mit dem du erste Hinweise auf eine übermäßige Besiedlung erhältst: der Hefepilztest mit Speichel.

Darmpilze: dann muss der Arzt ran

Wenn Pilze deinen Dickdarm überwuchert haben, wird das als Kolonmykose bezeichnet. Ein Arzt stellt die Diagnose und kann dir anschließend ein Medikament verordnen. Das Antimykotikum hat das Ziel, die Pilzanzahl im Körper zu senken. Damit es nicht zu einer unkontrollierten Vermehrung kommt, solltest du einige Dinge im Alltag beachten.

3 effektive Tipps gegen Darmpilze

Wenn es um unsere Gesundheit geht, sind wir nur selten machtlos. Es gibt immer etwas zu tun, um unser Wohlbefinden zu steigern. Das gilt auch, wenn sich Darmpilze übermäßig in deinem größten Organ vermehrt haben.

Tipp 1: Stelle deine Ernährung um

Darmgesunde Ernährung keine Zauberei. Alles, was deinen Darmbakterien guttut, kann im Kampf gegen Darmpilze eingesetzt werden. Achte auf eine ausreichende Zufuhr an Ballaststoffen.

Wertvolle komplexe Kohlenhydrate stecken in Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten. Eine Vollwertkost sollte auch stets genügend Gemüse miteinbinden. Um den Darmpilzen nicht noch mehr Futter zu liefern, solltest du Zucker und Weißmehlprodukte einschränken.

Tipp 2: Reduziere deinen Stress

Was Stress mit Darmpilzen zu tun hat? Ganz einfach, ein starkes Immunsystem kann sich gegen unerwünschte Gäste zur Wehr setzen. Gemeinsam mit der Darmflora können so Pilze in Schach gehalten werden. Einer unkontrollierten Vermehrung wird damit entgegengewirkt. Stress belastet nachweislich das Immunsystem und kann auch die Darmflora in Mitleidenschaft ziehen. Daher ist Entspannung angesagt.

Notiere dir mindestens zwei Termine in der Woche a 30 Minuten in deinem Kalender.

Tipp 3: Setze Superfoods ein

Es gibt tatsächlich natürliche Lebensmittel, die eine pilzhemmende Wirkung versprechen. Sie können den Kampf gegen die lästigen Untermieter unterstützen.

  • Knoblauch: Ajeone heißen die Substanzen, die aus dem Allicin im Knoblauch entstehen. Sie können bei vielen Pilzstämmen hilfreich sein.
  • Kokosöl: Caprylsäure ist ein wirksames Antimykotikum und befindet sich in Kokosöl. Unterstützend wirken zudem die ebenfalls enthaltene Caprin- und Laurinsäure.
  • Ingwer: Die tolle Knolle soll ein natürliches Mittel gegen Candida albicans sein und dem übermäßigen Wachstum entgegenwirken.

Was bringt eine Antipilz-Diät?

Wenn du dich intensiv mit dem Thema Darmpilz beschäftigst, wirst du automatisch auf den Begriff „Anti-Pilz-Diät“ stoßen. Dabei wird Zucker tunlichst vermieden, um auf diese Weise dem Pilz die Nahrung zu entziehen.

Klingt logisch, allerdings tun sich dadurch neue Baustellen in deinem Körper auf. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) betont, dass durch einen Verzicht auf Kohlenhydrate ein Nährstoffmangel begünstigt werden kann.

Zudem sorgen neben Fetten auch Kohlenhydrate dafür, dass der Energiebedarf in deinem Organismus gedeckt werden kann. Statt ganz zu verzichten, solltest du daher besser deinen Zuckerkonsum einschränken und dich wertvollen Nährstoffquellen zuwenden.

Probiotika im Kampf gegen Darmpilze

Darmpilze sind wie Unkraut. Sie gedeihen besonders gut in deinem Darm, wenn die natürlichen Abwehrmechanismen schwächeln. Mediziner betonen immer wieder, wie wichtig eine gesunde Darmflora ist. Sie wirkt auch einer übermäßigen Vermehrung von Darmpilzen entgegen. Scheinbar haben Laktobazillen, die auf natürliche Weise in deinem Darm vorkommen, eine besondere Bedeutung. Neben den Bifidobakterien stellen die Laktobazillen die wichtigste Bakterienart dar.

Laut Untersuchungen verbrauchen sie Glucose und nehmen dabei dem Hefepilz die Nahrung weg. Infolgedessen kann der Pilz keine einreihigen Fäden mehr ausbilden, die sogenannten Hyphen.

Diese braucht er aber unbedingt, um seine Viruskraft unter Beweis zu stellen. Zudem wird angenommen, dass Laktobazillen ausgewählte Andockstellen belegen, die auch für die Pilze wichtig sind.

Fallen diese weg, gelingt es dem lästigen Untermieter scheinbar nicht mehr, sich an die Zellen anzuheften.

Arktibiotic Select von Arktis BioPharma

Du möchtest Darmpilzen den Kampf ansagen? Dann sollten wir uns zunächst deiner Darmgesundheit widmen. Neben einer Ernährungsumstellung bietet sich auch der Aufbau der Darmflora an.

Wie bereits erwähnt, scheinen sogenannte Laktobazillen das Schicksal von Darmpilzen beeinflussen zu können.

Im Zuge dessen möchten wir dir unser Arktibiotic Select vorstellen. Wir haben gerade dieses Produkt für dich gewählt, da es folgende wertvolle Bakterienstämme enthält:

  • Bifidobacterium bifidum
  • Enterococcus faecium
  • Lactobacillus acidophilus
  • Lactobacillus casei
  • Lactococcus lactis
  • Lactococcus salivarius

Zudem haben wir unserem Arktibiotic Select Vitamin D beigefügt. Der Nährstoff kann die Funktion des Immunsystems unterstützen. In diesem Artikel hast du erfahren, dass ein schwaches Immunsystem Darmpilzen Tür und Tor öffnen kann. Deshalb ist eine ausreichende Nährstoffversorgung entscheidend.

Natürlich kommt nur das Beste in unser Produkt, das übrigens ausschließlich in Europa gefertigt wird. Eine wertvolle Auswahl an Rohstoffen und eine schonende Herstellung sind uns besonders wichtig. Bei Fragen zu unserem Produkt kannst du uns jederzeit unter post@arktisbiopharma.de kontaktieren.

Quellen:

  1. http://www.isar-enddarmzentrum.de/pdfs/Pilze-im-Stuhl_web.pdf
  2. https://www.aerzteblatt.de/archiv/67172/Pilze-im-Darm-von-kommensalen-Untermietern-zu-Infektionserregern
  3. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16153165/
  4. https://www.ugb.de/candida-pilz/darmpilze-was-tun/
  5. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25786900/
  6. http://www.sge-ssn.ch/grundlagen/lebensmittel-und-naehrstoffe/naehrstoffempfehlungen/dachreferenzwerte/
  7. https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/mit-laktobazillen-gegen-hefepilz-infektionen
Jennifer Ann Steinort

Autorin Jennifer Ann Steinort

„Mir ist besonders wichtig, dass meine Leser etwas für ihren Alltag mitnehmen können“.

Ich bin Dipl. Gesundheitsökonomin und hauptberufliche Medizinjournalistin. In den letzten Jahren habe ich mich zunehmend auf den Bereich Nahrungsergänzungsmittel spezialisiert und versuche mit meiner Art und lebensnahen Artikeln Leser zu begeistern.

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