Gerade in der kalten Jahreszeit zehren die äußeren Einflüsse an unserer Substanz. Kälte, Nässe und die trockene Heizungsluft setzen unserem Immunsystem zu. Außerdem ist es fast unmöglich, den vielen Schnupfnasen in der Umgebung davonzulaufen. Was jetzt hilft, ist eine starke Immunabwehr. Ein echter Geheimtipp sind exotische Immunbooster.

Wir wagen heute gemeinsam einen Blick über den Tellerrand – wir entdecken, welche Nahrungsmittel aus fernen Ländern das Immunsystem beeindrucken.

Was sind Immunbooster?

Immunbooster sind Nahrungsmittel oder Nahrungsergänzungsmittel, die immunstärkende Nährstoffe enthalten. Das natürliche Vorbild aber auch spezielle Präparate können Vitamine, Antioxidantien, Spurenelemente, Mineralien und Aminosäuren vereinen. Diese Nährstoffe tragen dazu bei, dass dein Immunsystem fit bleibt.

Studien legen nahe, dass Vitamin C, E und Carotinoide, die Karotten ihre Farbe verleihen, besonders wertvoll für unsere Abwehr sind. [1] Die Stärkung oder Aufrechterhaltung des Immunsystems ist aber keine Solovorstellung. Erst durch das Zusammenwirken vieler Nährstoffe werden Immunzellen gebildet und bei Laune gehalten.

Kleiner Immunguide – diese Nährstoffe sind wichtig für dein Immunsystem

Floskeln wie „ist gut für das Immunsystem“, „stärkt das Immunsystem“ oder „hält das Immunsystem fit“ sind beliebt, vor allem in der Werbung. Doch was genau boostert die Abwehr und wie gelingt das den Nährstoffen? Das verrät dir mein kleiner Immunguide.

  • Vitamin A stärkt die Haut sowie Schleimhaut und hindert somit Krankheitserreger daran, die äußere Barriere zu durchbrechen.
  • B-Vitamine tragen zur Identifizierung der Krankheitserreger bei, unterstützen das Zellwachstum, bewahren den Organismus vor oxidativem Stress und halten die Schleimhäute gesund.
  • Vitamin C bewahrt deine Abwehrzellen vor oxidativem Stress, unterstützt die Bildung von weißen Blutkörperchen, die wiederum Krankheitserreger vernichten.
  • Vitamin D bringt die Abwehrzellen, die sogenannten T-Zellen, auf Trab und reguliert die körpereigene Abwehr.
  • Zink schützt Körperzellen und hilft weißen Blutkörperchen dabei, Krankheitserreger zu eliminieren.
  • Selen und Eisen sorgen für eine starke Immunantwort, indem sie Immunzellen aktivieren.
  • Kupfer verlängert die Lebensspanne von weißen Blutkörperchen durch die Abwehr freier Radikale.

Eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung ist die Basis für ein gesundes Immunsystem. Orientiere dich bei deiner Nahrungsmittelauswahl vor allem an naturbelassenen Lebensmitteln. Je bunter dein Teller ist, desto besser. Mache Obst und Gemüse zu einem festen Ritual – bei jeder Speise verzehrst du eine Portion. Ein Ernährungstagebuch erleichtert dir den Einstieg.

Gut zu wissen!
Dein Darm arbeitet eng mit deinem Immunsystem zusammen. Der Beweis: Mehr als 80 % der Immunzellen befinden sich im Darm. Damit ist das Verdauungssystem gewissermaßen die Kommandozentrale der körpereigenen Abwehr. Bis zu 100 Billionen Mikroorganismen finden hier Platz und halten das empfindliche Gleichgewicht aufrecht. Bei einer Schieflage können Krankheitserreger im Darm nicht mehr wie geplant abgewehrt werden. Mit einer gesunden Ernährung und einem überschaubaren Zuckerkonsum schützt du das sensible Gleichgewicht. Probiotika schenken deiner Bakterienvielfalt übrigens mehr Aufmerksamkeit – Probiere es doch mal aus.

5 exotische Immunbooster

Quelle: Pexels

5 exotische Immunbooster

Nun, da die Grundlagen wieder sitzen, starten wir unsere Reise in die Welt der exotischen Immunbooster. Unser Ausflug führt uns über viele Kontinente und hinein in ungewohnte Gebiete. Als Belohnung erhältst du Nahrungsmittel, die dich zum Staunen bringen und dein Immunsystem pushen.

1. Die australische Buschpflaume

An welches Lebensmittel denkst du als erstes, wenn es um den höchsten Vitamin C- Gehalt geht? Wenn ich raten dürfte, würde ich meinen, dass gerade Orangen und Zitronen vor deinem geistigen Auge auftauchen. Tatsächlich gibt es aber eine kleine Frucht aus Australien, die den Titel für sich beansprucht. Die Rede ist von der australischen Buschpflaume.

Sie gehört zu der Familie der Flügelsamengewächse und ist in den Tropenwäldern Australiens beheimatet. Das Besondere an der australischen Buschpflaume ist, dass sie scheinbar den höchsten Vitamin C-Gehalt besitzt. Auf 100 g kommen zwischen 1.000 und 5.300 Milligramm Vitamin C. Das entspricht etwa hundertmal so viel, wie Orangen bereitstellen.

  • Wichtige Nährstoffe: Vitamin C
  • Verzehr: roh, verarbeitet als Marmelade oder Soße

2. Die Aroniabeere

Die Aroniabeere ist keine neue Entdeckung, als Immunbooster wird sie trotzdem erst seit einigen Jahren erwähnt. Ursprünglich stammt die Beere aus Nordamerika, später siedelte sie nach Russland über. Dort gilt sie schon lange als Heilpflanze und mittlerweile gibt es sie auch in Deutschland.

Rein optisch erinnert die Aroniabeere an eine große Heidelbeere – hierzulande trägt sie auch den Namen Apfelbeere oder Schwarze Eberesche. Doch was ist so besonders an der gigantischen Beere? Das ist eindeutig der Gehalt an Anthocyanen. Dabei handelt es sich um Antioxidantien, die der Beere ihre violette Farbe verleihen. Ganz nebenbei stärken Anthocyane unser Immunsystem.

  • Wichtige Nährstoffe: Antioxidantien, Vitamin C, Eisen, Zink
  • Verzehr: getrocknet, als Saft, Konfitüre oder Gelee

Gut zu wissen!
Wenn du dich über die Aroniabeere informierst, wirst du schnell auf die Information stoßen, dass der Rohverzehr giftig ist. Schließlich enthalten die Kerne der Beere Blausäure. Eine Untersuchung des Max Rubner Instituts zeigt jedoch, dass kleine Mengen unbedenklich sind. [2]

3. Die Camu Camu Früchte

Der Camu Camu Strauch wächst im Amazonasgebiet und bildet kleine, runde Früchte aus. Dabei handelt es sich um wahre Vitamin C Bomben – etwa 2000 mg Vitamin C kommen hier auf 100 g Frucht. Vielleicht kennst du das Gewächs als Grundlage für Nahrungsergänzungsmittel.

Häufig wird es in Form von Pulver angeboten und dient so als Müslitopping oder als Zutat für Milchspeisen. Leckere Smoothies kannst du mit Camu Camu Pulver ebenfalls herstellen.

  • Wichtige Nährstoffe: Vitamin C
  • Verzehr: roh, verarbeitet als Saft oder Nahrungsergänzungsmittel

4. Die Papaya Frucht

Papaya ist eine Tropenfrucht, die ursprünglich aus Mittelamerika stammt. Mittlerweile gelangt sie auch aus Asien oder Afrika zu uns. Der exotische Immunbooster erinnert geschmacklich an eine Kreuzung zwischen Pfirsich und Melone. Viel interessanter als der Geschmack ist aber der potentielle gesundheitliche Nutzen. Papaya enthält eine große Menge an Vitamin A.

Wie eingangs erwähnt, ist der Nährstoff vor allem für die äußeren Barrieren wie Haut oder Schleimhaut wichtig. Ganz nebenbei wirkt sich die Tropenfrucht beruhigend auf unseren Verdauungstrakt aus, da die Inhaltsstoffe Nahrungsproteine in Aminosäuren umwandeln können – der Darm wird so entlastet.

  • Wichtige Nährstoffe: Provitamin A, Vitamin C, B-Vitamine
  • Verzehr: roh

5. Die Kurkuma-Wurzel

Bisher haben wir uns ausschließlich Früchte angeschaut, aber so manche Immunbooster befinden sich im Boden. Nehmen wir zum Beispiel Kurkuma. Die gelbe Wurzel gehört zu den Heilgewächsen und wird in der Küche auch als aromatisches Gewürz verwendet. In der tollen Knolle befindet sich der Wunderstoff Curcumin. Er sorgt für die leuchtend gelbe Farbe und bietet darüber hinaus eine Vielzahl an gesundheitlichen Potenzialen. Curcumin besitzt entzündungshemmende, antibakterielle und antivirale Eigenschaften.

Darüber hinaus fördert die Substanz die Verdauung. Dadurch, dass die Wurzel so breit aufgestellt ist, wird sie bei zahlreichen Erkrankungen und Beschwerden genutzt, zum Beispiel bei Rheuma, Übelkeit oder Völlegefühl. Laut einer Studie kann Curcumin sogar den Cholesterinspiegel senken. [3]

  • Wichtige Nährstoffe: Vitamin C, Zink, Kupfer
  • Verzehr: roh, als Gewürz oder Nahrungsergänzungsmittel

Unser Tipp: CURCUMIN 200 von Arktis BioPharma!

Wir von Arktis BioPharma strecken stets unsere Fühler aus, um die Welt der Immunbooster noch ein Stück besser zu verstehen. Schließlich gibt es hier immer etwas Neues zu entdecken. Curcumin hat neben den ganzen potentiellen Vorteilen nämlich auch eine Besonderheit. Unser Darm kann den pflanzlichen Extrakt nur in geringen Mengen aufnehmen, da die Substanz schlecht löslich ist. Die Bioverfügbarkeit ist deshalb bei einigen Curcuma-Produkten nicht überzeugend.

Eine mögliche Lösung ist der Inhaltsstoff Piperin – ein Extrakt aus dem langen Pfeffer. Piperin soll die Aufnahme von Curcumin erhöhen, indem es die Bioverfügbarkeit fördert. Unser CURCUMIN 200 kombiniert mit Piperin erhältst du in Kapselform.

Ein Plädoyer für die Umwelt: Nachhaltigkeit nicht vergessen

Völlig klimaneutral zu leben, das gelingt wohl den wenigsten von uns. Allerdings können wir einen wichtigen Beitrag leisten, indem wir uns vor Augen führen, dass so manche Immunbooster eine lange Reise hinter sich haben, bevor sie bei uns in der Schüssel landen.

Mein Tipp: Informiere dich vorab, wo deine Superfoods angebaut werden. Mittlerweile gibt es sogar Projekte in Deutschland, die austesten, wie exotische Tropenfrüchte auch hierzulande wachsen können. Erste Erfolge gibt es mit Sternfrucht, Papaya, Guave, Jackfrucht und Maracuja. Für die behagliche Wärme, die Tropenpflanzen benötigen, kann beispielsweise die Abwärme aus Glasfabriken sorgen, die ansonsten einfach in die Luft geblasen würde. [4]

Vergiss´ die heimischen Superfoods nicht

Wusstest du, dass es eine große Anzahl an heimischen Immunboostern gibt, die den Exoten durchaus Konkurrenz machen? Auch sie enthalten viele Nährstoffe für ein fittes Immunsystem.

Beispiele für regionale, immunstärkende Superfoods:

  • Schwarze Johannisbeeren enthalten viel Antioxidantien
  • Heidelbeeren vereinen Anthocyane
  • Paprika weist erstaunlich viel Vitamin C auf
  • Grünkohl ist ebenfalls eine Vitamin C-Bombe
  • Karotten enthalten eine große Menge Vitamin A

Gut zu wissen!
Zugegeben, es hat ein wenig Kantinencharme, aber ein Speiseplan für die Woche kann dich dabei unterstützen, deinem Immunsystem mehr Nährstoffe zur Verfügung zu stellen. Denk dabei an die Ernährungspyramide: Gemüse, Salat und Obst planst du mit 5 Portionen täglich ein, Fleisch maximal zwei bis dreimal pro Woche. Zurückhaltend solltest du auch bei Fetten und Ölen sein. Mehr Informationen zu der Ernährungspyramide findest du bei dem Bundeszentrum für Ernährung.

Quellen

  1. [1] Food_Technology_Trends_EUFIC_Reviews.pdf (ernaehrungsdenkwerkstatt.de)
  2. [2] Aronia | Max Rubner-Institut (bund.de)
  3. [3] Curcumin inhibits cellular cholesterol accumulation by regulating SREBP-1/caveolin-1 signaling pathway in vascular smooth muscle cells – PubMed (nih.gov)
  4. [4] Tropenfrüchte aus Oberfranken – Das Land, wo die Papayas blühen (deutschlandfunkkultur.de)
Jennifer Ann Steinort

Autorin Jennifer Ann Steinort

"It is of particular importance to me that my readers can take something away with them for their everyday lives."

I am a graduate in health care management and a full-time medical journalist. In recent years, I have specialized in the field of nutritional supplements and try to inspire readers with my style and true-to-life articles.

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