Ist dein Darm noch richtig dicht? Was sich wie eine abstruse Beleidigung anhört, ist eine durchaus berechtigte Frage. Ein durchlässiger Darm, auch als „Leaky gut“ bezeichnet, kann Bauchschmerzen und Verdauungsprobleme auslösen.

Im weiteren Verlauf können weitreichende Erkrankungen wie Autoimmunerkrankungen die Folge sein.

Wir verraten dir heute, warum es wichtig ist, dass dein Darm dichthält und wie ein Leaky Gut Syndrom behandelt wird.

Was passiert bei einem durchlässigen Darm (Leaky Gut)?

Dein Körper lebt von Austausch. So werden ständig Körperflüssigkeiten und Substanzen von einer Region zu einer anderen befördert. An manchen Stellen ist es jedoch wichtig, dichtzuhalten, so wie im Darm.

Wagen wir einen Blick in dein größtes inneres Organ. Hier findest du großartige Systeme, die in einem komplexen Zusammenspiel miteinander agieren. Nehmen wir deine Darmschleimhautzellen. Bei einem gesunden Menschen sind sie intakt und lückenlos miteinander verbunden.

Darüber befindet sich ein Schleim. Er schützt die empfindlichen Epithelzellen, indem er sie komplett einhüllt. Natürlich sind auch Darmbakterien mit von der Partie. Sie helfen nicht nur bei der Verdauung und bei der Produktion von antientzündlichen Substanzen, sondern greifen auch der Herstellung von Butyrat unter die Arme.

Dabei handelt es sich um eine kurzkettige Fettsäure, die deinen Becherzellen im Darm Energie verleiht. Becherzellen produzieren wiederum den schützenden Schleim.

Ist die Bakterienvielfalt in deinem Darm bedroht, kann die Darmbarriere leiden. Wenn die Schleimhaut in deinem Darm nicht mehr das tut, wofür sie vorgesehen ist, wandern Nährstoffe in unverdauter Form in dein Blut über. Das kann ernste Konsequenzen haben.

Gut zu wissen!
Wenn du einen undichten Darm besitzt, macht sich das Problem bereits im Dünndarm bemerkbar. Nachdem der Speisebrei den Magen passiert hat, gelangt er in den Dünndarm. Hier sollten eigentlich nur Wasser und wichtige Nährstoffe die Darmbarriere überwinden. Beim Leaky Gut Syndrom ist das aber anders.

Leaky Gut Syndrom: Symptome

Bei einem undichten Darm machen sich verschiedene Symptome bemerkbar. Allerdings ist es schwierig, die Beschwerden einem Leaky Gut Syndrom zuzuordnen, da sie zusammen aber auch einzeln auftreten können. Fakt ist, wenn etwas in deinem Darm nicht stimmt, kann dein gesamter Körper darauf reagieren.

Folgende Symptome sind möglich:

  • Verdauungsprobleme
  • Blähungen
  • Reizdarm
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Gelenk- und Muskelschmerzen
  • Migräne
  • Anhaltende Müdigkeit
  • Konzentrationsprobleme
  • Stimmungsschwankungen
  • Nervosität
  • Depressive Verstimmungen
  • Hautprobleme wie Akne oder Ekzeme
  • Haarausfall
  • Infektanfälligkeit
  • Gewichtsabnahme
  • Nährstoffmangel

Gut zu wissen!
Die Symptome können genauso gut auf andere Erkrankungen hinweisen. Deshalb ist die Diagnose nicht immer einfach. Am besten gelingt es, indem andere Krankheiten ausgeschlossen werden.

Der Zusammenhang zwischen Leaky Gut und Autoimmunerkrankungen

Quelle: Unsplash

Der Zusammenhang zwischen Leaky Gut und Autoimmunerkrankungen

Wenn Schwierigkeiten im Körper dauerhaft nicht behoben werden, führt das in vielen Fällen zu ernsthaften Konsequenzen. Das ist auch bei einem undichten Darm nicht anders. Es gibt Studien, wonach das Leaky-Gut-Syndrom entscheidend an der Entstehung von Autoimmunerkrankungen beteiligt sein soll.

Es gibt Hinweise darauf, dass folgende Autoimmunerkrankungen mit einem durchlässigen Darm in Verbindung stehen könnten:

  • Hashimoto-Thyreoditis
  • Autoimmunhepatitis
  • Zöliakie
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
  • Multiple Sklerose
  • Diabetes mellitus
  • Rheumatoide Arthritis
  • Lupus erythematodes

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie eine löchrige Darmschleimhaut solch elementare Krankheiten hervorrufen kann. Die Erklärung ist recht simpel. Es wird angenommen, dass Entzündungsprozesse der Darmschleimhaut das Immunsystem umprogrammieren können. Verfügst du nun noch über eine entsprechende Veranlagung, die jeweilige Krankheit zu entwickeln, könnte das die Entstehung eben dieser vorantreiben.

Wie entsteht ein Leaky Gut Syndrom?

Da das Syndrom untrennbar mit dem Zustand der Darmschleimhaut verknüpft ist, müssen wir uns zunächst der Frage widmen, was die Barriere in Gefahr bringt. Wie so oft ist ein ungesunder Lebensstil der Hauptverantwortliche.

Viele kleine Ärgernisse können den Darm durchlässiger machen. An erster Stelle steht eine ungesunde Ernährung, die viel Zucker enthält. Auch Alkohol und Kaffee können der empfindlichen Barriere zusetzen.

Dein Gefühlsleben kann ebenfalls auf die Darmflora sowie die Darmschleimhaut einwirken. Ein hektischer Alltag und Stress richten Schäden an. Wusstest du zum Beispiel, dass Menschen mit Depressionen eine veränderte Darmflora besitzen? Bei ihnen ist die Keimzahl der Bakteriengattungen Coprococcus und Dialister reduziert.

So wie dein gesamter Körper ist aber auch dein Darm auf Nährstoffe angewiesen. Wer zu wenig Ballaststoffe, Zink und Vitamin A aufnimmt, riskiert ein Ungleichgewicht im Darm.

Menschen, bei denen eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder -allergie nicht entdeckt wird, sind ebenfalls gefährdet. Auch Medikamente wie Antibiotika, Schmerzmittel und Cortison sollen einen durchlässigen Darm begünstigen.

Gut zu wissen!
Viren, Bakterien, Parasiten sowie Pilze sind imstande, die Darmflora zu verändern und die hiesige Schleimhaut zu schädigen.

Leaky Gut Syndrom: So gelingt die Diagnose

Das hört sich alles mächtig kompliziert an und scheint nicht so, als wenn es einfach diagnostiziert werden könnte. Spezialisten wie Gastroenterologen sind aber sehr wohl in der Lage, einen durchlässigen Darm zu erkennen.

Dein Hausarzt kann dir eine Überweisung ausstellen. Alternativ kannst du dich auch direkt an einen Facharzt wenden. Ausgewählte Hausärzte sind ebenfalls gut auf dem Gebiet, das Leaky Gut Syndrom zu erkennen. Auch Heilpraktiker haben sich der Erkrankung angenommen und bieten Beratungen an.

Wenn du einem Arzt gegenübersitzt, wird zunächst deine Krankengeschichte (Anamnese) erfragt. Damit erhält der Mediziner einen ersten Eindruck von deinem Gesundheitszustand und kann eventuelle Unverträglichkeiten in Erfahrung bringen.

Danach werden andere Krankheiten als Übeltäter ausgeschlossen, die ebenfalls mit den Beschwerden in Verbindung stehen könnten. Erhärtet sich der Verdacht, dass ein durchlässiger Darm das Problem ist, werden gezielte Laborwerte erhoben.

  • Stuhluntersuchung: Hier wird nach dem sogenannten sekretorischen IgA (sIgA) Ausschau gehalten.
  • Urinuntersuchung: Liegen die Zucker Lactulose und Mannitol außerhalb des Referenzwertes, kann das auf einen durchlässigen Darm hinweisen.
  • Bluttest: Ein gesteigerter Zonulin-Spiegel im Blut liefert wertvolle Hinweise.
  • Intoleranz-Test: damit werden Unverträglichkeiten gegenüber Gluten, Laktose, Histamin oder Fructose ausgeschlossen. 

Gut zu wissen!
Wenn du das Gefühl hast, bei dir wird nicht hinreichend geforscht, macht das Einholen einer Zweitmeinung Sinn.

Kann das Leaky Gut Syndrom behandelt werden?

Im Vordergrund steht, dass dein Darm wieder reibungslos funktioniert und die Nährstoffe erst dann ins Blut abgibt, wenn die Nahrung verdaut ist. Um den Darm abzudichten, müssen zunächst eventuell vorhandene Entzündungen abheilen.

Zudem ist es notwendig, der Darmflora und der Darmschleimhaut mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Nur so gelingt es, die empfindliche Barriere aufzubauen und zu schützen.

Erfahrungsgemäß gibt es verschiedene Ansätze, um den Darm auf Vordermann zu bringen. Am erfolgversprechendsten scheint eine Kombination der verschiedenen Behandlungen.

  • Ernährung anpassen: Hier ist die Ausarbeitung eines Ernährungsplans besonders wichtig. Schädliche Lebensmittel werden weggelassen und förderliche Nahrung rückt auf der Prioritätenliste nach oben.
  • Darmreinigung: Wer regelmäßig das „Rohr“ reinigt, sorgt für blanke Darmwände. Das gelingt beispielsweise mit Flohsamenschalen oder Leinsamen.
  • Darmflora aufbauen: Darmbakterien neben eine besondere Rolle ein und können das Mikrobiom in deinem Darm beleben.

Gut zu wissen!
Das Leaky Gut Syndrom lässt sich gut behandeln. Allerdings ist deine Mithilfe gefragt. Wenn du dich ganz dem Schutz deiner Darmschleimhaut verschreibst, indem du Stress sowie kritischen Lebensmitteln aus dem Weg gehst und deine Darmflora schützt, hast du gute Chancen. Die Symptome bessern sich meist innerhalb weniger Wochen. Die komplette Ausheilung kann hingegen mehrere Monate bis Jahre dauern.

Durchlässiger Darm: Darmbakterien als Sonderkommando

Deine Darmflora ist ein sonderbares Gefilde. Hier sind rund 500 Arten von Bakterien und Pilzen im Einsatz. Sie lassen sich auf deiner Darmschleimhaut nieder und verhindern, dass krankmachende Erreger dir zusetzen.

Hierbei handelt es sich um ein geniales System, das jedoch recht empfindlich auf innere und äußere Einflüsse reagiert. Kommt das Gleichgewicht der Darmflora ins Wanken, entsteht eine sogenannte Dysbiose.

Jetzt haben unerwünschte Mikroorganismen freie Fahrt und können sich so weit ausbreiten, dass sie deiner Darmschleimhaut gefährlich werden. Entzündungen entstehen und dadurch kann sich die dichte Zellstruktur „aufweichen“ – Zwischenräume entstehen.

Dadurch, dass das lückenlose Netz durchlässig geworden ist, können nun unverdaute Nahrungsbestandteile sowie nachteilige Stoffwechselprodukte die Barriere überwinden.

Du möchtest vorbeugen? Dann solltest du deine Darmflora schonen. Zudem werden häufig Probiotika als Nahrungsergänzungsmittel empfohlen, um noch mehr wertvollen Bakterien ein Zuhause geben zu können.

Gut zu wissen!
Der Einsatz von Probiotika kann großzügig erfolgen. Ratsam ist eine Anwendung mindestens über einen Monat hinweg, besser noch über drei.

Probiotika: DAS BASIS SET von Arktis Biopharma

Bereit, an den Grundlagen deiner Darmflora zu arbeiten? Wir haben uns viele Gedanken darüber gemacht, wie wir den einzigartigen Mikrokosmos im Darm unterstützen können. Hierbei ist uns die Idee für ein Basis Set gekommen, das sich über drei Monate hinweg deinem empfindlichen Ökosystem widmet. Statt einzelner Produkte, bekommst du ein Bündel an wertvollen Präparaten.

Mit unserem ARKTIBIOTIC SELECT führst du deinem Körper relevante Darmbakterien und Vitamin D zu. Wusstest du, dass auch Darmbakterien Hunger haben? Das notwendige Futter erhalten sie mit dem von uns mitgelieferten

ARKTIS GROW, das übrigens aus 100% Akazienfasern besteht.

Dazu packen wir unser bewährtes ARKTIS HERBAL, dass verschiedene Kräuter enthält, die lindernde Eigenschaften besitzen. Dein Darm wird begeistert sein, wenn er unter anderem mit Basilikum, Ingwer und Oregano in Berührung kommt. Auch hier sind Mikroorganismen enthalten, die sich zur Aufgabe gemacht haben, deinen Darm zu unterstützen.

Übrigens: Wir haben auch L-Glutamin im Angebot. Es wird häufig empfohlen, um die Regeneration des Darms zu fördern.

Quellen:

  1. https://www.springer.com/journal/12016
  2. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26191211/
  3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5440529/
  4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4699279/
  5. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16265432/
  6. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3384703/
  7. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21278760/
  8. https://www.eufh.de/content/uploads/2019/
Jennifer Ann Steinort

Autorin Jennifer Ann Steinort

„Mir ist besonders wichtig, dass meine Leser etwas für ihren Alltag mitnehmen können“.

Ich bin Dipl. Gesundheitsökonomin und hauptberufliche Medizinjournalistin. In den letzten Jahren habe ich mich zunehmend auf den Bereich Nahrungsergänzungsmittel spezialisiert und versuche mit meiner Art und lebensnahen Artikeln Leser zu begeistern.

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