Ein Sprichwort besagt: “Gute Medizin schmeckt bitter“. Bedeutet das automatisch, dass Bitterstoffe gesund sind? Scheinbar trifft das tatsächlich auf viele Vertreter der bitteren Lebensmittel und Pflanzen zu.

Ich möchte mit dir heute erforschen, welche Wirkungen Bitterstoffen nachgesagt werden und ob es gelingt, die Annahmen mit Studien zu belegen. Sei gespannt, denn so viel sei verraten: Bitterstoffe können deinen Körper in vielerlei Hinsicht beeinflussen.

Eine Tradition, die in die Moderne gebeamt wurde

Bitterstoffe gehörten damals ganz selbstverständlich zu einer umsichtigen Ernährung dazu. Die Kräuterkundlerin und Volksheilige Hildegard von Bingen hatte zu ihrer Zeit bereits das Potenzial von Bitterstoffen im Blick.

Sie schrieb:

„Bittere Kräuter bringen Wärme und Stärke, richten den Körper auf. Sie führen gute Säfte herbei, machen den Menschen fröhlich und öffnen seine Sinne.“

Aber nicht nur die sehr gebildete Benediktinerin war überzeugt von Bitterstoffen. Spulen wir in der Zeit noch ein ganzes Stück zurück. Der griechische Arzt und Lehrer Hippokrates setzte ebenfalls auf bittere Medikamente.

So wird überliefert, dass von seinen 260 Arzneimitteln, alleine 31 Bittermittel waren. Er verordnete sie, um Krankheiten vorzubeugen oder sie zu behandeln.

Diese Liste an bedeutenden Menschen, die bittere Substanzen in der Vergangenheit empfohlen haben, könnten wir noch sehr lange fortsetzen.

In den letzten Jahrzehnten war es erstaunlich ruhig um die Bitterstoffe. Daran ist die Industrie nicht ganz unschuldig. Schließlich hat sie sich viel Mühe gegeben, uns auf süße Speisen einzustellen. Zucker heißt der neue Rauschstoff, für den Bitterstoffe Platz machen mussten.

Viele Menschen verschmähen heutzutage bitter schmeckende Lebensmittel, obwohl die richtigen Kräuter eine ganze Menge für die Gesundheit tun können.

Auf diese Weise wirken Bitterstoffe

Gehörst du auch zu den Menschen, die stets wissen möchten, wie etwas funktioniert? Großartig, dann können wir gemeinsam erforschen, wie bittere Substanzen im Körper überhaupt wirken können.

In deiner Mundhöhle befinden sich Tausende von Geschmacksknospen. Insbesondere deine Zunge ist damit ausgestattet. Die dort befindlichen Rezeptorzellen haben die Aufgabe, Geschmack wahrzunehmen und entsprechende Reize an dein Gehirn weiterzuleiten.

Das ist sehr wichtig. Auf diese Weise nimmst du wahre Geschmackserlebnisse wahr. Das clever ausgetüftelte System ist aber nicht nur dafür da, um dein Wohlbefinden zu steigern. Es warnt dich auch, wenn du potenziell giftige Nahrung aufnimmst.

Es dient sozusagen als Frühwarnsystem. Steckst du dir etwas in den Mund, was deine Gesundheit gefährdet, schmeckt es mit großer Wahrscheinlichkeit sehr schlecht. Damit hast du automatisch den Drang, es wieder nach außen zu befördern.

Häufig wird ein bitterer Geschmack mit giftigen Substanzen in Verbindung gebracht. Das bedeutet aber nicht, dass alle Bitterstoffe automatisch ungesund sind. Ganz im Gegenteil: Tiere, die sich ihre Natürlichkeit bewahrt haben, fressen ganz gezielt Heilpflanzen, die mit einem bitteren Geschmack auftrumpfen. Das machen sie, um ein Unwohlsein im Magen-Darm-Trakt zu bekämpfen.

Jetzt wird es richtig spannend: Wusstest du, dass dein Organismus dir jeweils einen Rezeptortyp für Süßes oder Saures zur Seite stellt, aber unglaubliche 25 verschiedene Rezeptoren alleine für den bitterem Geschmack? Mithilfe der Rezeptoren ist es also möglich, Bitterstoffe überhaupt erst nutzbar für den Körper zu machen.

Gut zu wissen!
Es gibt Hinweise darauf, dass Bitterstoffrezeptoren sich nicht nur im Magen-Darm-Trakt befinden, sondern in zahlreichen Organen und sogar in der Haut.

Bitterstoffe: Wirkungen

Nun haben wir in Erfahrung gebracht, wie Bitterstoffe in deinem Körper wirken können. Jetzt möchtest du bestimmt wissen, welche Wirkungen Bitterstoffe nachgesagt werden. Davon gibt es eine ganze Menge.

Bitterstoffe sollen folgende Eigenschaften besitzen:

  • Antientzündlich
  • Immunregulierend
  • Verdauungsanregend
  • Gewichtsreduzierend
  • Durchblutungsfördernd
  • Blutzuckerregulierend
  • Entspannend
  • Stärkend
  • Krampflösend
  • Entschlackend
Themen Special Bitterstoffe 1 Was sind Bitterstoffe cover

Quelle: Unsplash

Die wichtigsten Effekte im Detail

Ein Blick auf die Eigenschaften lässt vermuten, dass es sich bei Bitterstoffen um wahre Allroundtalente handelt. Tatsächlich berichten viele Nutzer von großartigen Erfolgen. Erfahrungsberichten ist zu entnehmen, dass sie sich vitaler, kräftiger und gesünder unter der Einnahme von Bitterstoffen fühlen. Im Ayurveda haben Bitterstoffe schon seit Tausenden von Jahren einen festen Platz und werden eingesetzt, um das Wohlbefinden der Menschen zu steigern.

Auch die Wissenschaft beschäftigt sich zunehmend mit Bitterstoffen. Erste Studien haben sich bereits mit der Wirkung auf die Verdauung und dem Gewicht beschäftigt, mit erstaunlichen Ergebnissen.

Lass uns zusammen die wichtigsten Effekte noch einmal genauer ansehen.

Mit Bitterstoffen die Verdauung anregen

Schlemmen gehört zum Leben dazu. Nicht immer macht unsere Verdauung so mit, wie wir uns das wünschen. Wenn es nach Ansicht von Naturheilkundlern und ausgewählten Wissenschaftlern geht, könnten Bitterstoffe dabei helfen, die Verdauung auf Kurs zu bringen. Sie sollen bereits in der Mundhöhle wirken, indem sie die Magensaftsekretion anregen.

Die Bauchspeicheldrüse und die Gallensaftproduktion, so wird angenommen, werden durch die Einnahme der Bitterstoffe aktiviert. Würde das gelingen, hätte das Auswirkungen auf deinen gesamten Stoffwechsel, wodurch sich auch deine Psyche und dein Wohlbefinden beeindruckt zeigt.

Häufig werden Bitterstoffe empfohlen, um Verdauungsprobleme wie Blähungen oder Verstopfungen sanft zu lösen.

Gut zu wissen!
Einige Experten unterstützen die These, dass Bitterstoffe in Kombination mit einer beschleunigten Verdauung dabei helfen, Giftstoffe auszuschleusen (Stichwort Entschlackung).

Mit Bitterstoffen Medikamente ersetzen

Viele Menschen nehmen hierzulande Säureblocker ein, um damit lästige Symptome wie Sodbrennen zu vermeiden. Allerdings werden damit ausschließlich Beschwerden überdeckt, zur Lösung der Ursache tragen sie nicht bei. Bitterstoffe haben das Ziel, durch die Anregung der Verdauungssäfte eine gesunde und vollständige Verdauung sicherzustellen.

In Kombination mit einer nährstoffreichen, basischen Ernährung kann es somit gelingen, die Einnahme von Säureblockern zu reduzieren oder sie überflüssig zu machen. Dabei ist natürlich deine Mithilfe gefragt, denn schwer verdauliche und stark verarbeitete Lebensmittel sind grundsätzlich nicht gut für die Magengesundheit.

Gut zu wissen!
Für eine reibungslose Verdauung sind auch Darmbakterien wichtig. In Forschungen konnten einige Bitterstoffe als Präbiotika überzeugen. Sie dienen damit guten Darmbakterien als Nahrung.

Mit Bitterstoffen das Immunsystem aktivieren

Das Immunsystem setzt sich jeden Tag dafür ein, dass Eindringlinge keinen Schaden in deinem Körper anrichten. Es gibt viele Maßnahmen, mit denen du es unterstützen kannst. Neben einer nährstoffreichen Ernährung und genügend Bewegung soll auch Bitterstoffen eine Bedeutung zukommen. Bei der Klärung müssen wir einmal mehr auf die Bitterrezeptoren zurückgreifen. Wie bereits erwähnt, befinden sie sich nicht nur im Verdauungssystem, sondern an vielen anderen Stellen. Dazu gehören Mund, Rachen, Nase, Nasennebenhöhlen, Harnblase, Bronchien, Lunge und Herz.

Noch ist nicht vollständig klar, welche Funktionen sie in den Organen, die auch eine Rolle für das Immunsystem spielen, übernehmen. Fest steht jedoch, dass die Bitterrezeptoren auf ausgewählte Bakteriensignalstoffe, nämlich die, die bitter schmecken, reagieren.

Es gibt eine amerikanische Studie, wonach Menschen, die sehr stark auf Bitterstoffe ansprechen, seltener krank werden. Die sogenannten Superschmecker (Super Taster) reagieren insbesondere auf gramnegative Bakterien, die lästige Infektionen auslösen können.

Aber wie funktioniert das Ganze? Forscher nehmen an, dass die Bitterrezeptoren Verteidigungsmechanismen einleiten, wenn sie mit bakteriellen Signalstoffen in Berührung kommen. So werden beispielsweise Substanzen freigesetzt, die Bakterien den Garaus machen. Zudem können die Flimmerhärchen, die sich in den Atemwegen befinden, ganz aktiv dabei helfen, ungebetene Gäste nach draußen zu befördern.

Gut zu wissen!
Diabetiker leiden häufiger unter Infekten. Das liegt daran, dass sich ihr Blutzuckerspiegel nicht im Normbereich befindet. Bitterstoffe könnten womöglich die Verdauung von Kohlenhydraten im Dünndarm hinauszögern. Das wirkt sich unter Umständen auch positiv auf den Blutzuckerspiegel nach dem Essen aus.

Mit Bitterstoffen abnehmen

An dieser Stelle müssen wir relativieren. Bitterstoffe sind nicht dafür geeignet, um schnell Gewicht zu verlieren. Allerdings kann der verdauungsfördernde Effekt dabei helfen, schneller satt zu werden.

Zudem werden Bitterstoffe gerne empfohlen, um Heißhungerattacken entgegenzuwirken. Wenn du dich machtlos mit Blick auf Süßes fühlst, könnten die bitteren Substanzen ein guter Tipp für dich sein.

Gut zu wissen!
Laut einer Studie sind Personen, die über ein sensibles Bitterempfinden verfügen, um ca. 20 % dünner als jene, mit einem schwachen Gespür für Bitteres.

Unterschiedliche Bitterstoffe, unterschiedliche Wirkung

Es existiert eine Vielzahl von Bitterstoffen. Sie alle werden mit bestimmten Eigenschaften in Verbindung gebracht. Diese können sich voneinander unterscheiden. Das bedeutet, dass nicht jedes Bitterkraut gleichermaßen geeignet ist, um einen wünschenswerten Effekt zu erreichen. Deshalb ist es wichtig, auf die richtigen Lieferanten zu setzen.

Während die Mariendistel die Regeneration der Leber und den Stoffwechsel anregen kann, setzt sich Löwenzahn dafür ein, Völlegefühl und Appetitlosigkeit zu bekämpfen.

Die Käsepappel wiederum wirkt entzündungshemmend, beruhigend und kann deshalb bei Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt werden. Natürlich gibt es noch viel mehr Pflanzen, die Bitterstoffe vereinen.

Das Wissen um die Bitterstoffe wurde von Generation zu Generation weitergegeben. Wenn du von diesem Wissen profitieren möchtest, hast du die Möglichkeit, dich aktiv in der Natur auf die Suche nach Bitterpflanzen zu begeben.

Eine Alternative sind flüssige Extrakte, die sich besonders dafür eignen, um schnell und einfach Bitterstoffe aufzunehmen. Hierbei ist allerdings Qualität gefragt, denn eine schonende Verarbeitung und der Verzicht auf überflüssige Zusatzstoffe machen ein Produkt erst richtig empfehlenswert.

Arktis Bitter-Elixier

Bitterstoffe haben eine lange Tradition und werden wieder zunehmend beliebt. Eine schöne Entwicklung, wie wir finden, denn die Substanzen haben viele positive Eigenschaften, die sich auf die Gesundheit auswirken können. Wir von Arktis BioPharma haben uns Gedanken darüber gemacht, wie du schnell und einfach von den Auszügen ausgewählter Pflanzen profitieren kannst. Gerne möchten wir dir an dieser Stelle unser Arktis Bitter-Elixier ans Herz legen.

Hochwertige Kräuter wurden hierfür sorgfältig ausgewählt. In einem anschließenden Reifeprozess, der viele Wochen benötigt, entwickeln die Pflanzenbestandteile ihre einzigartige Kraft. Das Arktis Bitter-Elixier setzt auf Handarbeit und jede Menge Expertenwissen. Während der Herstellung wurden die Mondphasen berücksichtigt, um folgende 11 Kräuter schonend zu verarbeiten: Odermennigkraut, Löwenzahnkraut, Mariendistelfrüchte, Galgant, Mistel, Pomeranzenschalen, Käsepappelblätter, Ringelblumenblüten, Schafgarbenkraut, Spitzwegerichblätter und Tausendgüldenkraut.

Das Arktis Bitter-Elixier kannst du jeden Tag bequem einnehmen. Unsere Anwender setzen das Produkt zur Bekämpfung von Heißhunger, Unterstützung der Verdauung oder zur Reinigung der Leber ein. Um die nächtliche Regeneration zu unterstützen, können die Bittertropfen vor dem Schlafengehen angewendet werden.

Quellen:

  1. https://www.karger.com/Article/PDF/477568
  2. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28053191/
  3. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18719631/
  4. https://www.uni-frankfurt.de/55321275/Verdauung
  5. https://medienportal.univie.ac.at/presse/aktuelle-pressemeldungen/
  6. https://journals.sagepub.com/doi/10.2500/
Jennifer Ann Steinort

Autorin Jennifer Ann Steinort

„Mir ist besonders wichtig, dass meine Leser etwas für ihren Alltag mitnehmen können“.

Ich bin Dipl. Gesundheitsökonomin und hauptberufliche Medizinjournalistin. In den letzten Jahren habe ich mich zunehmend auf den Bereich Nahrungsergänzungsmittel spezialisiert und versuche mit meiner Art und lebensnahen Artikeln Leser zu begeistern.

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